Vandalismus-Schäden am Auto – wer zahlt?

Vergangene Woche wurde in Frankfurt am Main das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank eingeweiht. Neben der Eröffnungszeremonie, gab es auch unzählige Proteste in der Innenstadt: Polizisten wurden angegriffen, Schaufenster beschädigt, Autos demoliert. Autos demoliert??

Ganz genau. Das ist bei Protesten gar nicht mal so selten. Ob Berlin, Paris oder, wie bei den jüngsten Ereignissen, in Frankfurt. Durch die Medien flimmern immer mal wieder Bilder mit brennenden Autos oder von Randalierern, die Autos demolieren, Spiegel abbrechen und Scheiben einschlagen.

Doch es müssen nicht unbedingt Proteste oder Demos sein, bei denen das Auto beschädigt wird. Ein kaputter Spiegel oder abgebrochene Antenne kann auch leider im Alltag mal vorkommen. Je nachdem, wo man sein Auto parkt. In Städten ist die Gefahr, dass das Auto beschädigt wird, noch größer als auf dem Land.

Egal ob bei Demos oder im Alltag – wer kommt eigentlich für den entstandenen Schaden auf?

Ich stelle mir die Frage, wer für solche Schäden überhaupt aufkommt – ich als Fahrer? Oder kann ich etwa in die Haftung genommen werden, weil ich mein Auto an unsicherer Stelle abgestellt habe? Die Täter selbst bleiben ja meist unbekannt. Oder zumindest kann man ihnen ihre Straftat kaum nachweisen… Wer trägt also die Kosten?

So viel schon einmal vorneweg: Wer Vollkasko versichert ist, kann beruhigt sein. Denn in der Vollkasko sind solche Schäden abgedeckt, die Kfz-Versicherung kommt also dafür auf. Aber Vorsicht: Wer wissentlich in „Krawallzonen“ parkt, handelt grob fahrlässig und die Versicherung kann den zu regulierenden Schadenbetrag kürzen.

Doch leider bleibt die Hochstufung in der Schadenfreiheitsklasse nicht aus. Auch wenn man für den Schaden rein gar nichts kann, muss man dennoch büßen und in den Folgejahren eine erhöhte Kfz-Prämie zahlen.

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Im schlimmsten Fall sieht das Auto nach einer Demo so aus…

Wie schütze ich mein Auto vor Vandalismus?

Ganz klar, am besten das Auto in der Garage, auf einem privaten oder überdachten Stellplatz parken. Leichter gesagt als getan. Gerade wenn man in der Stadt wohnt, kennt man die Parkplatzproblematik. Da muss man oft schon froh sein, überhaupt einen kostenlosen Parkplatz zu bekommen.

Doch, wenn Demos angekündigt sind – und die in Frankfurt war vorher angekündigt und die Polizei rechnete bereits mit vermehrten Ausschreitungen – dann sollte man lieber vorsichtig sein und sein Kfz eher an vermeindlich sicherer Stelle parken. Auch wenn es bis nach Hause doch etwas weiter ist.

Zumindest ist man so auf der sicheren Seite und kann sich den Ärger um verursachte Schäden durch Vandalismus sparen.

 

Bildquellen:

Wikimedia – Tobias Hoffmann

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