Der neue Mazda 3 im Fahrbericht – Der erste Eindruck zählt!

„Den muss ich mal in Deutschland fahren…“, das war mein Fazit in Russland. Ich bin damals den Mazda 3 – auf dem Weg zur IAA – in Russland gefahren und das waren bleibende Eindrücke vom Land, vom Volk und auch vom Mazda 3. Der hat nämlich einen richtig positiven Eindruck hinterlassen.

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Gefahren bin ich damals den Benziner und nun den – vermutlich vernünftigeren – Diesel. 150 PS! Diesel und ja, der macht Spaß!

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Was ich in Russland damals nicht testen konnte war die Alltagstauglichkeit. Denn während wir den Mazda 3 über die Schlaglochpiste quälten, hatten wir nicht die Zeit, uns auch um die Alltagsaufgaben zu kümmern.

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Das habe ich nun nachgeholt und darf bestätigen: Einkaufen: Geht! Getränke holen und umtauschen ebenfalls. Der Kofferraum ist groß genug für ein Wochenendeinkauf und wenn man die Hutablage weglässt, kann es sich der Hund bequem machen.

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Auf die Rücksitzbank passen zwei Kindersitze und die Kinder können sich auch mühelos selbst anschnallen. Eine dritte Person sehe ich zwischen zwei Kindersitzen allerdings nicht mehr im Fond, das passt einfach nicht.

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Der frontgetriebene Mazda3 ist im, schon von anderen Modellen bekannten, KODO Design gestaltet. Im Profil fallen einem die schwungvollen Linien und das nach hinten ansteigende Heck auf. Die Motorhaube ist lang gestreckt und die Fahrgastzelle sitzt weit hinten. Seine schmalen Scheinwerfer sitzen tief neben dem Mazda-typischen Kühlergrill, eine Chromleiste zieht sich von ihren Spitzen bis unter den Grill.

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Der Mazda3 hat einen Wendekreis von 10,6 m und ist als 5-Türer 4,46 m lang, 1,45 m hoch und 1,80 m breit. Sein Radstand beträgt 2,70 m, was kurze Überhänge und einen großzügigen Innenraum ermöglicht.

In den Kofferraum passen 364 Liter, wenn die Rücksitze umgeklappt sind natürlich noch mehr. Das Leergewicht schwankt zwischen 1.265 und 1.480 kg, Die Dachlast liegt bei 75 kg. Es dürfen bei 12% Steigung gebremst 950 – 1.500 kg gezogen werden.

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Die Basis-Ausstattungsline „Prime-Line“ bietet neben der Sicherheitsausstattung mit ABS und Airbags beispielsweise elektrische Fensterheber und Spiegel, eine Klimaanlage, ein Audio-System mit Radio und Lenkradbedienung und 16“ Stahlfelgen.

Ab Ausstattungsline „Center-Line“ gibt es eine Klimaautomatik, Sport-Lederlenkrad, -handbremsgriff und -schaltknauf, eine zweiflutige Abgasanlage mit Chrom-Blende, 16“ Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfer, eine Freisprecheinrichtung, eine Geschwindigkeitsregelanlage und das Konnektivitätssystem MZD Connect.

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Dieses beinhaltet einen großen 7″ Touchscreen und den Multi-Commander. Mit ihm oder per Sprachsteuerung oder Lenkradbedienung lässt sich das System steuern und so auch auf die Infotainment-Services der „aha App“ zugreifen.

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Dort sind zum Beispiel soziale Netzwerke, Nachrichten und Hörbücher zu finden. Außerdem bietet es eine Freisprechfunktion und die Möglichkeit, externe Geräte anzuschließen. Bei gekoppeltem Smartphone werden SMS bequem vorgelesen oder bei stehendem Fahrzeug auf dem Touchscreen angezeigt. Das Mazda SD-Navigationssystem ist gegen Aufpreis von 600 Euro integriert.

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In der höchsten Ausstattungslinie „Sports-Line“ kommt der Mazda3 ab Werk zum Beispiel mit Bi-Xenon-Scheinwerfern, einer Einparkhilfe für vorne und hinten, abgedunkelten Scheiben, LED-Tagfahrlicht und -Rückleuchten, 18″ Leichtmetallfelgen, Sitzheizung vorne, das schlüssellose Zugangssystem LogIn, das BOSE® Centerpoint® 2 Sound-System mit 9 Lautsprechern und einem Head-up Didsplay. Es zeigt dem Fahrer die drei wichtigsten Fahrerinformationen an, ohne dass er dafür den Blick von der Straße abwenden muss, außerdem passt es sich dabei automatisch dem Umgebungslicht an.

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i-ACTIVESENSE nennt Mazda die Kombination verschiedener Assistenzsysteme, die je nach Ausstattungslinie zum Einsatz kommen. Im Mazda3 sind das unter anderem die Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit radargestützter Distanzregelung und das Pre Crash Safety-System mit aktivem Bremseingriff.

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Zusätzlich unterstützen der City-Notbremsassistent für den Stop&Go-Verkehr und ein Spurhalteassistent, der ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h akustisch und optisch beim unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur warnt. Der Spurwechselassistent überwacht den toten Winkel und der Fernlichtassistent sowie das adaptive Kurvenlicht sollen für eine optimal ausgeleuchtete Fahrbahn sorgen.

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Die Notbremswarnblinkautomatik warnt andere Verkehrsteilnehmer bei einer Vollbremsung und der schon in der „Prime-Line“ serienmäßige Berganfahrassistent verhindert für ca. 7 Sekunden das Zurückrollen des Fahrzeugs beim Anfahren am Berg.

Bei den Motoren hat man die Wahl zwischen einem 1,5 Liter Benziner mit 100 PS und einem maximalen Drehmoment von 150 Nm bei 4.000 Umdrehungen pro Minute, einem 2,0 Liter Benziner mit 120 oder 165 PS und einem maximalen Drehmoment von 210 Nm und einem 2,2 Liter Diesel mit 150 PS und einem maximalen Drehmoment von 380 Nm bei 1.800 Umdrehungen pro Minute.

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Der kombinierte Kraftstoffverbrauch bei den Benzinern liegt zwischen 5,1 und 5,8 Litern auf 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß zwischen 119 und 135 Gramm pro Kilometer. Der Diesel verbraucht laut NEFZ nur 4,1 Liter (als Schalter) bzw. 4,8 Liter (mit Automatik) auf 100 Kilometer und emittiert 107 bzw. 127 Gramm CO2 pro Kilometer.

Je nach Motorisierung beschleunigt der Japaner innerhalb von 8,1 Sekunden (der 150-PS Diesel als Handschalter) bis 10,8 Sekunden (der 100-PS Benziner) von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit bewegt sich zwischen 182 und 210 km/h. Geschaltet wird per 6-Gang-Schaltgetriebe. Beim 120-PS-Benziner und dem 150-PS-Diesel kann man optional eine 6-Stufen-Automatik bekommen.

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Zu einem Basispreis von 17.490 Euro kann man den neuen Mazda3 SKYACTIV-G 100 Benziner in der „Prime-Line“ mit dem 100 PS starken Motor bekommen, den höchsten Basispreis hat der SKYACTIV-D 150 Automatik-Diesel in der „Sports-Line“ mit 29.490 Euro.

Unser Testwagen hier liegt preislich gesehen irgendwo dazwischen und inzwischen gibt es auch Tageszulassungen, Vorführwagen und junge Gebrauchte – aber das nur mal so am Rande.

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Fahrwerk top, Verarbeitung top, Lenkung top, Sitze top, ich habe wirklich nicht viel zu meckern am Mazda3. Den NEFZ-Verbrauch habe ich nicht geschafft, aber das mag auch daran liegen, dass sich die 150 PS Diesel Version einfach so flott fahren lässt.

Der macht richtig Spaß – wer also auf der Suche ist nach einem Kompaktfahrzeug, der sollte sich den Mazda 3 einmal ansehen.

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