2015 Nissan Qashqai 1.6 DIG-T – Test / Fahrbericht / Kritik

Der Nissan Qashqai ist ein fünftüriges SUV der Mittelklasse und obwohl ich diese SUV-Fahrzeuge eigentlich gar nicht mag, hat mir der neue Qashqai bereits bei der erste Begegnung besonders gut gefallen. Wer sich noch einmal kurz einlesen möchte: Den ersten Eindruck vom Nissan Qashqai kann man hier nachlesen: Nissan Qashqai 1.2 DIG-T.

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Der Grundpreis des Nissan Qashqai liegt bei knapp unter 20.000 Euro, geht man in die örtlichen Verkaufshäuser, dann wird man feststellen, dass man Tageszulassungen mit einem ansprechenden Nachlass kaufen kann. Dafür bekommt man dann ein SUV in der Mittelklasse, welches über eine hohe Sicherheitsausstattung und einigen Extras verfügt. Wer mehr will, muss mehr bezahlen. Das Assistenzpaket was es nun gibt, gibt es nicht in der Basis-Ausstattung, aber so richtig ins Geld geht das dann trotzdem nicht.

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Das der Nissan Qashqai ein gutes Auto ist, wird vermutlich keiner bestreiten. Nun hat Nissan im Januar 2015 noch einen neuen Motor unter die Haube gebracht. Ich bin den 163 PS starken 1.6 Liter Benziner für 14 Tage gefahren und habe Grund zur Freude: Der Nissan Qashqai 1.6 DIG-T ist richtig gut! Den Motor würde ich mir genau so im Nissan Pulsar wünschen, dort kommt er sogar – dann allerdings mit 190 PS! Während ich bei dem 1.2 Liter Benziner noch bemängelt hatte, dass man den (natürlich) nicht schaltfaul fahren kann, lässt der 1.6 DIG-T das zu.

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Den NEFZ Verbrauch von 5,8 Liter auf 100 km kann man tatsächlich schaffen! Auf der anderen Seite kann man aber auch mal richtig flott von A nach B kommen, dann steigt der Verbrauch natürlich. Innerhalb von 9,1 Sekunde beschleunigt der Nissan Qashqai 1.6 DIG-T von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 200, laut Tacho sogar ein paar km/h mehr. 240 Nm, darüber können Diesel-Piloten nur lachen, aber das Drehmoment reicht aus. Der Motor passt zum Nissan Qashqai und zeigt sich elastisch, man kann ihn sogar schaltfaul fahren, nur wer mal zum Überholvorgang ansetzen möchte, der muss herunterschalten, denn für den Zwischensprint muss man den Drehzahlkeller schon mal verlassen.

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Egal ob Tempo 100 oder 200, das Fahrwerk zeigt sich komfortabel abgestimmt und nur auf ausgewaschenen Autobahnen sollte man die Höchstgeschwindigkeitsfahrten vermeiden, denn dann wird er irgendwann etwas instabil. Die Lenkung könnte etwas direkter sein, aber nicht vergessen: Wir sitzen in einem SUV. Die höhere Sitzposition ist toll, der Qashqai zeigt sich übersichtlich und nur beim Schulterblick bin ich froh die Rückfahrkamera zu haben. Optional gibt es auch den Around View Monitor (Vogelperspektive) den man sich meiner Meinung nach aber auch sparen kann.

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Preislich gesehen startet der derzeitig stärkste Qashqai bei 25.450 Tausend Euro. Kein Schnäppchen, ohne Frage, aber schaut euch doch mal die Mitbewerber an. Als wirkliche Konkurrenten würde ich den Ford Kuga, den Hyundai ix35, den KIA Sportage, den Mitsubishi ASX oder aber auch den VW Tiguan sehen.

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Der Nissan Qashqai überzeugt durch guten Fahrkomfort, durch viel Platz im Innenraum und auch durch einen großen Kofferraum (zwischen 430 und 1.585 Liter). Der Fahrer hat die Wahl: ebener Ladeboden oder doch mehr Stauraum.

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Die Ladekante ist ca. 75 cm hoch, da ist dann der Nach- (oder Vorteil, je nach dem wie man es sehen möchte) von so einem höherem Fahrzeug zu finden. Viel Platz gibt es aber auch im Fond. Was mich als Familienvater stört: Kein Einklemmschutz für die elektrischen Fensterheber und hinten passen nur zwei Kindersitze hin.

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Im Innenraum fühlt man sich direkt wohl, nur die Schalter um die „teilweise nervigen Assistenzsysteme“ abzustellen sind etwas deplatziert. Die Instrumente lassen sich gut ablesen und auch die Bedienung von Infotainment-System sollte keinen Autofahrer vor Probleme stellen. Gut funktioniert die Lenkradfernbedienung und die Kopplung von Smartphones mit dem Nissan Qashqai. Die Freisprechfunktion hat eine gute Qualität und natürlich lässt sich so auch die eigene Musik ins Auto bringen.

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Unser Testfahrzeug war mit dem digitalen Radio „DAB“ ausgestattet, so hatte ich stets gute Musik im Ohr. Bis zu dem Zeitpunkt, wenn man dann doch merkt, dass man auf der Autobahn nicht in einem schnitten Sportwagen sondern in einem SUV sitzt, denn irgendwann werden die Windgeräusche dann doch etwas lauter.

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Konsequent: Den 1.6 DIG-T gibt es weder mit dem Gummiband-Getriebe (CVT) noch mit dem Allrad-Antrieb. Vermisst man in dem Großstadt-SUV auch nicht, bei allen anderen Motorisierungen hat man die Wahl zwischen CVT und Allrad, eine Kombination gibt es nicht und beim stärksten Benziner hat man die Wahlmöglichkeit gleich weggelassen. Das 6-Gang Getriebe hat einen lang übersetzten letzten Gang und gibt keinen Grund zur Kritik.

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Unterm Strich: Der Nissan Qashai ist ein richtig gutes Fahrzeug – und der Motor? Ein Traum! Als überzeugter Diesel-Fahrer sage ich es ungern, aber ich würde den Benziner bevorzugen. Laufruhig und mit einer hohen Elastizität, das ganze gepaart mit einem skalierbaren Verbrauch (abhängig von der Gaspedalstellung und dem eigenen Fahrverhalten).

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Was schreiben die anderen Blogger über den Nissan Qashqai?

Trendlupe.de: „Dass Nissan beim Qashqai ein gutes Händchen bewiesen hat, zeigen eindeutig die Verkaufszahlen im Segment der SUVs. Mit einem Verkaufsanstieg von 20 Prozent und meistverkaufter SUV im Monat Januar 2015, hat sich der Qashqai zu einem echten Erfolgsmodell gemausert. Auch in Sachen Sicherheit ist der Nissan Qashqai ganz vorne mit dabei und brachte es auf beachtliche fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest.“ [weiterlesen]

ILoveCars: [Video ansehen]

AutoAid.de: „Über poltriges Alt-Berliner Kopfsteinpflaster huscht der Nissan Qashqai gut gedämpft und unaufgeregt hinüber, lässt mich als Fahrer aber zum Glück noch spüren, wie der Untergrund beschaffen ist.“ [weiterlesen]

NewCarz: „Die zweite Modellgeneration des japanischen Bestsellers weiß zu gefallen. Weder beim Platzangebot noch bei der Technik müssen Kunden Abstiche machen. Ein raffiniertes Kofferraum-Konzept trifft auf einen – besonders für diese Klasse – überraschend hochwertigen und klaren Innenraum, der den Vergleich mit der so genannten „Premium“-Konkurrenz nicht zu scheuen braucht.“ [weiterlesen]

Mein-Auto-Blog.de: „Ausstattung: Tekna natürlich. Denn an der höchsten Ausstattungslinie Tekna führt eigentlich kein Weg vorbei. Nur diese Variante bietet den großen Komfort und den leichten Luxus, den man sich im Segment eines solchen Crossover doch auch wünscht. Von den Voll-LED Scheinwerfern an der Front über die getönten Scheiben bis hin zum Nissan Connect Navigationssystem mit 360° Kamera-Blick. Die Teilleder-Sitze und das große Panorama-Dach machen den Luxus des Mittelstandes komplett. Dazu gehören dann aber auch die 19-Zoll Felgen. Sie sehen gut aus, schmälern aber den Fahrkomfort.“ [weiterlesen]

1300ccm.de: „Der erste Nissan Qashqai zog seinen Reiz auch daraus, das Crossover-Segment zu begründen. Mit dem Neuen hat Nissan eine überzeugende Lösung dafür gefunden, ein Erfolgsmodell nach sieben Jahren zu aktualisieren. Die zahlreichen angebotenen Fahrerassistenzsysteme sprechen bevorzugt sicherheitsorientierte Kunden an. Auch mit der Basismotorisierung ist der SUV ausreichend motorisiert. Die Neuauflage hat alle Anlagen, um die Erfolgsgeschichte Nissan Qashqai fortzusetzen. “ [weiterlesen]

auto-geil.de: „Mehr geht immer. Aber gerade unter Berücksichtigung des Kaufpreises empfiehlt sich der neue 2014 Nissan Qashqai für alle Personen, die eine Anschaffung eines Crossovers oder SUVs planen. Gerade mit dem neuen Interieur und den nun zahlreichen Assistenz-Systemen ist der neue Qashqai ein Auto, an dem man in dem Segment nicht so schnell vorbeikommt.“ [weiterlesen]

motorreport.de: „Bei einem nahezu gleichen (angegebenen) Verbrauch wie der kleinste Benziner bringt der 1.6er im Alltag zahlreiche Vorteile mit sich: Man ist nicht nur dynamischer unterwegs, mit 163 PS und der gut abgestuften Schaltung lässt es sich einfach auch “schaltfauler” fahren.“ [weiterlesen]

der-auto-blogger.de: „Der neue Nissan Qashqai erscheint rein äußerlich sportlicher als seine Vorgänger und versucht mit einem hochwertigen Interieur, mehr Platz und neuen Motoren zu überzeugen.“ [weiterlesen]

Falls ihr euch für den Nissan Qashqai interessiert, könnt ihr hier schauen, wie hoch der Versicherungsbeitrag ist:

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