Die moderne Seite des Museums Autovision

Wie versprochen, der Folgeartikel zum Museum Autovision in Altlußheim bei Speyer! Ein Museum bei „Trends“, wo wir hier doch sonst in die Zukunft gerichtete Themen beschreiben?

Klar doch, denn im Museum Autovision werden Geschichte und Zukunft wunderbar miteinander verbunden.

Auf der einen Seite die Oldtimer, auf der anderen Seite die Darstellung des Standes der Technik und der Forschung, was individuelle Mobilität der Zukunft angeht. Ziel ist es hier nämlich, insbesondere junge Menschen für alte und moderne Technik zu begeistern!

Schon von außen sieht man dem Museum an, dass hier etwas anders ist – direkt neben dem Eingang steht nämlich eine Solartankstelle für Stromer!

Museum Autovision: Opel Ampera an der Stromertankstelle

Im Eingangsbereich findet sich ein Exemplar des ersten PKW mit Verbrennungsmotor, der Benz Patent-Motorwagen aus dem Jahre 1886, zuerst gefahren von Berta Benz… neben einem Ayrton & Perry, einem Elektroauto aus dem Jahr 1881.

Da mag Daimler-Benz die Fahne des Erfinders des PKW noch so groß wehen lassen – ein solches Elektroauto war schon 5 Jahre vorher auf den Straßen unterwegs.

Museum Autovision: Ayrton & Perry 1881

Sehr schön, schauen wir weiter, rechts und links Bugattis, NSU, Wankel, und das blenden wir nun alles mal aus.

Denn nun zum Thema Modernität und Technik zum Anfassen!

In der „Technologie-Arena“ können sich Kinder und Erwachsene über Infotafeln und zahlreiche Demonstrationsobjekte (Anfassen nicht nur erlaubt, sondern zum Verständnis unerläßlich!) mit technischen Themen beschäftigen:

Wie funktioniert ein Getriebe, eine Lenkung, wie arbeiten andere Motorkonzepte als die hinlänglich bekannten Diesel und Otto-Zwei- und Viertakter, wie hat sich das Fahrrad entwickelt, was gibt es zu Einstein zu lernen?

Museum Autovision: Motoren werden erklärt

Museum Autovision: Motor-Typen

Eine Rallye stellt dazu 17 Erfinder mit ihren Beiträgen zum Thema aus dem Bereich der Mobilität auf großen Tafeln anschaulich dar. Es bleibt spannend, wenn man ins Untergeschoss gelangt:

Hier wird der Stand der Forschung für moderne, alternative Antriebe gezeigt, und das kurzweilig:

Der aktuelle Stand der Wasserstoffantriebs, z.B. von Opel (Wasserstoff-Zafira) und BMW steht neben frühen Hybriden, wie dem Honda Insight von 2001.

Museum Autovision: Wasserstoff-Zafira und Elektro-Pöhlmann

Museum Autovision: Honda Insight

Teilweise sind schräge, aber durchaus clever gebaute Gefährte zu sehen, die einem in den letzten Jahren auf der Straße nur sehr selten in den Blick kamen.

Museum Autovision: Hotzenblitz und CityEL

Diese Ausstellung zur Moderne geschieht stets auch mit dem Rückbezug in die PKW-Geschichte, denn eine Replika des Rekordfahrzeugs „ la jamais Contente“ von 1899 steht einträchtig neben dem Großserienmodell des Detroit Electric aus den 20ern und beiden gegenüber ein Opel Ampera.

Museum Autovision: la jamais Contente und DElectric

Museum Autovision: Opel Ampera

Wie schon die kleine, aber überaus feine Oldtimerausstellung ist auch diese Sammlung an Exponaten erlesen. Meinen Glückwunsch an Herrn Schultz, der dieses Konzept entwickelt und in die Realität umgesetzt hat!

Somit ist dieses Haus nicht nur das Richtige für Menschen, die gerne „schöne alte Autos und Motorräder“ sehen möchten, sondern auch für die, die gerne Technik verstehen und neue Wege in die Zukunft weitergehen wollen.

P.S.
Es handelt sich hier um ein kleineres Museum – der Empfang war überaus herzlich; mit Sachkenntnis wurde ich direkt zu Beginn über das Museum, seine Hintergründe und Exponate informiert. Nochmal von hier aus großes Lob und herzlichen Dank!

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