Parkgebühren im Ausland – das erwartet mich in NYC, Down Under und Co.

Mit dem Mietwagen im Ausland unterwegs sein – eigentlich eine schöne Sache: Man ist flexibel, kann seine individuelle Route festlegen, ist nicht an Abfahrtzeiten oder öffentliche Verkehrsmittel gebunden. Eigentlich, wenn nicht das leidige Thema „Parken“ wäre.

Als wäre es nicht schlimm genug, sich in einer fremden Großstadt, vielleicht sogar mit anderer Sprache und anderer Verkehrsführung zurechtzufinden, muss man bei seinen Ausflügen auch noch Ausschau nach einem geeigneten Parkplatz halten. Das Stresspotential ist dabei oft seeehr hoch!

Um den „Stresslevel“ möglichst gering zu halten, kann ich nur empfehlen, sich schon vor der Abfahrt um Parkmöglichkeiten am Zielort zu kümmern. Wer ein Navi an Bord hat, umso besser. Ein entspannter Beifahrer mit Grundkenntnissen im Kartenlesen tut´s natürlich auch 🙂 .

Doch nicht nur um den Weg hin zum Parkplatz oder Parkhaus sollte man sich Gedanken machen, sondern auch um die anfallenden Kosten. Die können nämlich von Parkhaus zu Parkhaus stark variieren und man zahlt schnell das Doppelte oder Dreifache, wenn man sich vorab nicht ausreichend informiert hat.

Wie findet man das richtige Parkhaus?

Wie findet man das richtige Parkhaus?

Ich kann ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern: Bei der Rundreise durch Kalifornien im letzten Sommer, musste ich mich häufiger mit der Parksituation in Städten wie San Francisco, Las Vegas oder Los Angeles auseinandersetzen. In Kleinstädten gab es weniger Probleme (Parkhäuser gab es meist gar nicht), man fand leicht ein Plätzchen in einer Seitenstraße. Dabei sollte man aber immer darauf achten, ob man dort überhaupt parken darf – wenn nicht, kann solch ein Irrtum richtig teuer werden.

In den Großstädten ist das Parken leider sehr teuer. Was mir bei der Auswahl der Parkmöglichkeiten wirklich geholfen hat, war die Homepage von Bestparking: Hier kann man die Preise verschiedener Parkhäuser in vielen Städten der USA und Kanada vergleichen. Außerdem bekommt man direkt auf einer Straßenkarte angezeigt, wo sich die Parkhäuser befinden.

Auch die App Parkopedia hat mir meine Parkplatzsuche wesentlich erleichtert. Dort gibt es eine riesen Auswahl unterschiedlicher Städte weltweit und die dort vorhandenen Parkmöglichkeiten. Angegeben werden auch die Preise. Das mach die Parkplatzsuche super easy…

Man sollte sich allerdings nicht zu 100 % auf die Preise verlassen: Ich habe schon kleine Abweichungen festgestellt, die sich aber in Grenzen hielten. Zumindest hat man mit diesen Angeboten eine grobe Orientierung und kann davon ausgehen, dass ein als günstig angegebenes Parkhaus nicht plötzlich eines der teuersten sein wird.

Parkkosten in den USA

In Kalifornien lagen die Preise zwischen 25 und 55+ USD Tagessatz. Die Parkgaragen der Hotels waren hier natürlich am teuersten, mit etwa 50 USD aufwärts.

In New York kann man sogar mit noch höheren Preisen rechnen. Der Tagessatz beginnt hier bei 40 USD und steigt auf 85 + USD an. Dabei kann schon eine halbe Stunde um die 20 USD kosten – wenn man denn überhaupt einen Parkplatz findet. Das ist in NYC nämlich gar nicht so einfach. Die New Yorker Parkplätze sind dank spärlicher Freiflächen in dieser Millionenmetropole zu „Hochregallagern“ für Autos geworden. Zu diesem Thema habe ich einen sehr interessanten Artikel gefunden.

NYCs Hochregallager

in NYC werden Autos einfach übereinander gestapelt 🙂

Parken in Australien

Matthias, der vor einiger Zeit mit dem Wohnmobil in Down Under unterwegs war, beschwerte sich auch über die überteuerten Parkgebühren: In Sydney kostet die erste halbe Stunde zwischen 9 und 25 AUD, besonders teuer wird es ab der zweiten Stunde, diese kostet nämlich nicht selten um die 50 bis 70 AUD.

Parken in Europa

Im weltweiten Vergleich, ist Parken in europäischen Großstädten gar nicht mal sooo teuer:

In Rom beginnt die Stunde schon bei 2 €, der ganze Tag liegt so bei etwa 25 – 40 €. Nur eine kleine Anmerkung am Rande: Man muss verrückt und/oder lebensmüde sein, um in Rom selbst Auto zu fahren!!!

Ganz ähnlich sieht es auch in Paris, London und Wien aus.

Schaut man sich deutsche Großstädte wie Berlin, Hamburg, Frankfurt oder Köln an, so muss man für die Stunde mit 2 € rechnen – in München beginnt es bei 3 €. Das ist doch mal wirklich günstig im internationalen Vergleich!

Mich überrascht das ein wenig, denn ich hatte bisher immer das Gefühl, viel zu hohe Parkgebühren zu zahlen…

 

Fotoquelle:
Parkhausfassade: Artem Portnoy/iStock/Thinkstock
Parkhaus mit Autos: Charles Masters/iStock/Thinkstock

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