Angetestet: 2015 Skoda Octavia Scout Combi

Am Tegernsee hatte ich neben dem neuen Skoda Superb Combi auch die Möglichkeit den aktuellen Skoda Octavia Scout zu fahren. Hier ein paar technische Informationen und mein kurzes Fazit:

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Unter der Haube des Skoda Octavia Scout findet man entweder einen 1,8 Liter TSI mit 132 kW (180 PS) oder einen 2,0 Liter TDI mit entweder 110 kW (150 PS) oder 135 kW (184 PS). Das maximale Drehmoment des TSI liegt bei 280 Nm zwischen 1.350 und 4.500 Umdrehungen pro Minute, er ist mit einem 6-Gang-DSG kombiniert und beschleunigt innerhalb von 7,8 Sekunden auf 100 km/h. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 216 km/h. Er soll im Schnitt 6,6 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen.

Der TDI mit 110 / 135 kW beschleunigt in 9,1 / 7,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h bis zu seiner Spitzengeschwindigkeit von 207 / 219 km/h. Er hat ein maximales Drehmoment von 340 / 380 Nm, das zwischen 1.700 bis 3000 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung steht. Der Verbrauch liegt zwischen 4,8 und 5,0 Litern Diesel auf 100 Kilometer. Der 110 kW-TDI ist mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe kombiniert, der 135 kW-TDI mit dem 6-Gang-DSG. Die Green tec-Motoren sollen die Grenzwerte der Abgasnorm EU6 erfüllen und daher besonders emissionsarm sein, das wird auch durch die Start-Stopp-Automatik und die Bremsenergierückgewinnung unterstützen.

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Alle Getriebe verteilen die Kraft auf alle vier Räder. Der Antriebsstrang des Allradantriebs ist mit einer Haldex-Kupplung der 5. Generation ausgestattet. Der Skoda Octavia Combi Scout verhält sich eigentlich wie ein normaler Fronttriebler, reagiert aber blitzschnell auf Veränderungen. Dann schaltet sich automatisch der Allradantrieb zu. Die optionale Fahrprofilauswahl, mit oder ohne Offroad-Assistent, gibt dem Fahrer noch mehr Möglichkeiten das Fahrzeug an die gegebenen Bedingungen oder seine Wünsche anzupassen.

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Die Silhouette des Skoda Octavia Scout fließt von der Windschutzscheibe bis zum Heck. Die Seitenlinie ist scharf abgesetzt und wird durch die hohe Tornadolinie hervorgehoben. Die Dachlinie fällt zum Heck hin ab. Die Rückleuchten ziehen sich bis in den seitlichen Heckbereich und schließen so die Tornadolinie ab. Man hat die Wahl zwischen 12 verschiedenen Außenfarben, serienmäßig rollt der Scout auf 17-Zoll-, optional auf 18-Zoll-Rädern. Das Schlechtwegepaket mit auf 171 mm erhöhter Bodenfreiheit, geänderter Dämpferabstimmung, Triebwerk-Unterbodenschutz und Steinschlag-Unterbodenschutz ist serienmäßig. Die Offroad-Variante zeichnet sich außerdem durch die Kunststoffabdeckungen an Schwellern und Radläufen, die robusten Stoßfänger mit Kunststoffbeplankung und die Seitenschutzleisten aus. Scout-spezifische Details sind außerdem der Heckstoßfänger mit Diffusor und die Scout-Logos auf dem Kühlergrill und der Heckklappe.

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Der Skoda Octavia Combi Scout ist 4,69 m lang, 1,53 m hoch und mit Außenspiegeln 2,02 Meter breit. Der Radstand beträgt 2.68 Meter und der Wendekreis liegt bei 11 Metern. Leer wiegt der Scout zwischen 1.522 und 1.559 kg, das zulässige Gesamtgewicht liegt zwischen 2.092 und 2.129 kg.

Der Scout bietet seinen Insassen einen Innenraum von 1,78 cm Länge und hinten 7,3 cm Beinfreiheit, Die Kopffreiheit beträgt vorne 98,3 cm und im Fond 99,5 cm. In den Kofferraum vom neuen Skoda Octavia Combi Scout passen ohne Reserverad 610 Liter, wenn man die Rücksitzlehnen umklappt sind es 1.740 Liter. Klappt man auch noch die Lehne des Beifahrersitzes um, passen Gegenstände von bis zu 2,92 m Länge hinein. Optional bekommt man einen variablen Ladeboden für noch mehr Flexibilität. Für den Scout kann man für 350 Euro die elektrische Heckklappe ordern und auch das schlüssellose Zugangs- und Start-Stopp-System Kessy für weitere 390 Euro. Maximal zugeladen werden dürfen inklusive Fahrer 645 kg, davon 80 kg auf das Dach. Die maximale Anhängelast beträgt je nach Motorisierung 1.600 bis 2.000 kg.

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Das Interieur Native mit schwarz-braunen Sitzbezügen lässt sich noch aufwerten mit der Leder-Alcantara-Ausstattung Scout-Braun oder Scout-Schwarz, inklusive Fußraumbeleuchtung. Kombinieren lässt sich die noch mit elektrischen Sitzen (Fahrersitz mit Memory-Funktion) und elektrischen Spiegeln. Das Scout-Logo ziert Sitze, Infotainmentsystem, das Multifunktionslederlenkrad und Schaltknauf. Diverse praktische Simply Clever Features bieten Ablagen und Verstaumöglichkeiten.

Die Sicherheits- und Komfortausstattung des Skoda Octavia Scout umfasst serienmäßig zum Beispiel den Hydraulischen Bremsassistenten, die Multikollisionsbremse, die Elektromechanische Servolenkung, Nebelscheinwerfer (gegen Aufpreis mit integriertem Abbiegelicht), den Fahrlichtassistenten und den Berganfahrassistenten. Natürlich lässt sich optional noch eine Reihe an Assistenzsystemen hinzukonfigurieren, wie beispielsweise die Müdigkeitserkennung, den Fernlichtassistenten, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit adaptiven Frontscheinwerfern, den Parklenkassistenten, den Abstands- und den Spurhalteassistenten.

Das Musiksystem Swing ist ab Werk verbaut, kann gegen Aufpreis mit Digitalradio bestellt werden, das Soundsystem Canton mit 8 Lautsprechern kostet 470 Euro extra und kann zu einem der vier Infotainment-Pakete hinzubestellt werden. Die Pakete „Bolero“, „Amundsen“, „Columbus“ und „Columbus Traveller“ beinhalten je nach Umfang 6,5″ – 8″-Farbdisplays, Navigation, SmartLink (zur Kopplung des Smartphones mit dem Musiksystem Bolero), WLAN, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, den Spurhalte-, und den Fernlichtassistenten, außerdem die Verkehrszeichenerkennung. SmartGate bietet diverse Apps zu Effizienz und verschiedenen Fahrzeugdaten.

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Die Preisfrage? Los geht es beim 150 PS starken 2.0 Liter TDI, den man ab 30.250 Euro sein Eigen nennen darf, den Benziner bekommt man ab 31.250 Euro und 32.650 Euro zahlt man mindestens für den größeren TDI mit 184 PS.

Mein Fa(hr)zit? Unbestritten, Skoda ist auf dem richtigen Weg. Auch unbestritten, der Skoda Octavia ist ein gutes Fahrzeug und der Scout bietet nun eine etwas robustere Optik, den Allrad-Antrieb und die etwas bessere Bodenfreiheit. In das schwere Gelände kann man mit dem Skoda Octavia Scout natürlich nicht, aber Wald und Wiesenwege stellen nun kein Problem mehr da. Die Verarbeitung ist gut, das Fahrwerk komfortabel, die Lenkung leichtgängig und die Bremsanlage ausreichend groß dimensioniert. Für diejenigen die auf den leichten Offroad-Look stehen, ist der Skoda Octavia Scout sicherlich eine Alternative.

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