Fahrbericht / Test: Skoda Fabia Combi (2015)

Deutschland ist unbestritten ein Kombi-Land, ein guter Grund also auch mal einen günstigen Vertreter dieser Gattung vorzustellen. Für euch gefahren: Den neuen Skoda Fabia Combi.

Der neue Skoda Fabia Combi ist im Vergleich zur Limousine 27 cm länger, und im Vergleich zum Vorgänger 9 cm breiter geworden (jetzt 1,73 m), was sich beim Platzangebot ordentlich bemerkbar macht.

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Vorne ist ausreichend Platz und auch hinten können zwei Passagiere bequem sitzen. Der Dritte auf der Rückbank geht auch noch rein, dann wird es aber schon etwas enger.

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Der 4,26 m lange Tscheche ist 1,47 m hoch und bietet Fahrer und Beifahrer mehr Kopffreiheit. Der Kofferraum ist der Größte seiner Klasse und fasst regulär schon 530 Liter. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen passen sogar 1.395 Liter hinein und Gegenstände von bis zu 1,55 m Länge.

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Der optionale variable doppelte Ladeboden soll die Handhabung noch flexibler werden lassen. Mit dem Volumen stellt er so manchen Premium-Kombi in den Schatten. Diese haben dafür die stärkeren Motoren und natürlich auch in Sachen Ausstattungsmöglichkeiten die Nase vorne.

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Bis auf den Basis-Benzinmotor mit 60 PS, der für den Fabia Combi nicht angeboten wird, entspricht das Motorenprogramm dem der Limousine. Beim Fabia Combi kann man aus sieben verschiedenen Motor-Getriebe-Kombinationen wählen. Der Basis-Benziner ist hier ein Einliter-Dreizylinder mit 75 PS und 5-Gang-Handschaltung, den 1,2 Liter-Vierzylinder-Turbo kann man sowohl mit 90 PS als auch mit 110 PS bekommen.

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Die 90-PS-Variante hat auch das 5-Gang-Getriebe, mit 110 PS hat man die Wahl zwischen 6-Gang-Handschaltung und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Den 1,4-Liter-Dreizylinder-Diesel kann man mit 90 PS und 105 PS bestellen, hier hat man bei der 90-PS-Variante die Wahl zwischen 5-Gang-Handschaltung und 7-Gang-DSG, der 105 PS starke Diesel ist nur als Handschalter mit 5 Gängen erhältlich.

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Der 110 PS starke 1.2 Liter TSI Motor besitzt ein maximales Drehmoment von 175 Nm bei 1400 bis 4000 Umdrehungen pro Minute. Betankt werden sollte diese Maschine mit Super Benzin, wovon durchschnittlich 4,8 Liter auf 100 km verbraucht werden sollen. Zusätzlich zum geringen Verbrauch sollen alle neuen Fabia-Motoren die Grenzwerte der Abgasnorm EU6 erfüllen und daher besonders emissionsarm sein, dieses unterstützt unter anderem die serienmäßige Start-Stopp-Automatik und die Gewichtsreduzierung von bis zu 61 kg, sein Leergewicht beträgt 1.153 kg. Das ist ein sehr guter Wert und daher beschleunigt der Fabia Combi mit dem 110 PS starken TSI innerhalb von 9,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 199 km/h. Im Test hatte ich einen Verbrauchswert von 6,1 Liter und lag damit etwas über den NEFZ-Wert.

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Angetrieben wird der Kleinwagen-Kombi über die Vorderachse, das serienmäßige Fahrwerk ist komfortabel, obwohl man kleine Unebenheiten und Kopfsteinpflaster schon recht bewusst wahrnimmt. Das manuelle Sechsganggetriebe ist gut abgestimmt und die elektromechanische Servolenkung spricht direkt an. Die serienmäßige elektronische Differenzialsperre XDS+ gleicht in schneller gefahrenen Kurven durch gezielte Bremseingriffe die typische Tendenz von Fronttrieblern zum Untersteuern aus, auf nasser Fahrbahn fängt er an zu trampeln, wenn man es übertreibt.

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Von Außen ist der Fabia Combi wie alle neuen Modelle von Skoda sehr kantig und modern gestaltet. Die sanft nach hinten abfallende Dachlinie sorgt für einen dynamischen Look. Die Front ist stärker betont und von der Seite wirkt das Fahrzeug wie aus einem Guss. Das wird durch die horizontalen Linien hervorgerufen, die sich von den Scheinwerfern über die ganze Breite bis zu den Rückleuchten ziehen. Das Heck ist stark konturiert und ist in der Breite betont.

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Der Innenraum ist klar gegliedert und übersichtlich gestaltet. Die Oberflächen wirken nicht billig und die verschiedenen Ausstattungsvarianten geben noch die Möglichkeit zur Individualisierung. Der Fahrersitz lässt sich in der Höhe verstellen, das gilt auch für den Gurt. Das Lenkrad lässt sich axial und vertikal verstellen. Dahinter blickt man auf klar strukturierte Rundinstrumente die sich meiner Meinung nach sehr gut ablesen lassen.

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Die Style-Ausstattung bietet zum Beispiel serienmäßig beheizbare Vordersitze (zwei Stufen), Nebelscheinwerfer, eine Klimaanlage, und eine Start-Stopp-Taste anstelle des Zündschlosses. Die typischen Simply Clever-Lösungen von Skoda gibt es auch im Combi, dazu gehören der obligatorische Eiskratzer im Tankdeckel, diverse Ablagen, Haken und Netze oder auch der Abfallbehälter. In die Türtaschen passen große Getränkeflaschen, da kann sich manch Premium-Fahrzeug mal eine Scheibe von abschneiden.

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In allen Ausstattungsvarianten des Skoda Fabia Combi gibt es serienmäßig ein umfangreiches Sicherheitspaket mit einigen Assistenzsystemen wie der Multikollisionsbremse oder der elektronischen Differentialsperre. Im Bereich Interieur gibt es eine Palette an Sitzbezügen und auch Sportsitze, aus denen man wählen kann. Außen hat man die Wahl zwischen mehreren Lackierungen und Rad-Reifen-Kombinationen von 15″ bis 17″. Die bei der Limousine optional erhältliche Zweifarblackierung bekommt man beim Combi nicht, dafür aber ein großes Panorama-Glasdach. Außerdem kann man gegen Aufpreis zum Beispiel das schlüssellose Zugangs- und Start-Stopp-System KESSY inklusive Easy Start, Parksensoren, das Infotainmentsystem „Bolero“ oder das Infotainmentsystem „Amundsen“ mit Navigation bekommen. In der Mittelkonsole gibt es ein bis zu 6,5 Zoll großes, hochauflösendes Display. Dank SmartLink, was ab dem Modelljahr 2016 die Standards „MirrorLink“, „Apple CarPlay“ und „Android Auto“ abdeckt, lässt sich das Smartphone über ein USB-Kabel mit dem Fahrzeug verbinden, um Apps und weitere Funktionen des Smartphones über den Touchscreen zu bedienen.

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Der Basispreis vom neuen Skoda Fabia Combi mit dem von uns getesteten 1.2 Liter TSI in der Style-Ausstattung liegt bei 18.470 Euro, das Testfahrzeug liegt mit seiner zusätzlichen Ausstattung bei etwa 20.000 Euro. Der günstigste Skoda Fabia Combi ist ab 13.090 Euro mit dem Basis-Benziner in der Active-Ausstattung zu haben.

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Mein Fa(hr)zit: Viel Kombi für wenig Geld, unbedingt ein Fahrzeug mit MJ 2016 nehmen, denn ansonsten gibt es kein CarPlay und somit dann im günstigsten Fall auch keine Navigation. Der Skoda Fabia Combi ist auch ideal für Familien geeignet. Einklemmschutz vorne und hinten, ausreichend Beleuchtungsmöglichkeiten, ISO-Fix-Halterungen hinten und feste Gurtpeitschen, ja – den Skoda Superb Combi würde ich unbestritten weiterempfehlen.

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