Fahrbericht / Test: 2015 Skoda Octavia RS – der Pampers-Bomber!

Wer einen Kombi kaufen will, muss sich meistens entscheiden zwischen schickem Design und Alltagstauglichkeit. Der Skoda Octavia Combi RS vereint diese beiden Aspekte perfekt miteinander.

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Das Kompaktmodell, welches aufgrund seiner Maße eher zur Mittelklasse gehört, ist 4,69 m lang, mit Außenspiegeln 2,02 m breit und 1,45 m hoch. Sein Wendekreis beträgt 10,5 m und sein Radstand 2,68 m, was ihm einen großzügigen Innenraum beschert und seinen Insassen viel Platz und Kopffreiheit verschafft. Für mehr Licht im Innenraum kann man das Panorama-Schiebedach ordern – und das sollten Familienväter- und Mütter unbedingt tun.

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Über die 62 cm hohe Ladekante lässt sich der Kofferraum bei aufrecht stehenden Rücksitzlehnen mit 610 Litern, bei umgeklappten Lehnen mit bis zu 1.740 Litern beladen.

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Die Kofferraumklappe lässt sich optional auch elektrisch öffnen. Praktische Features sind beispielsweise der Abfalleimer für die Innentür, der variable Ladeboden, der Eiskratzer im Tankdeckel, die Taschenhaken und die 230 V-Steckdose, die den Octavia Combi RS zum optimalen Freizeitbegleiter machen. In den Kofferraum passen Kinderwagen, auf die Rücksitze zwei Kindersitze – somit haben Kind und Kegel ausreichend Platz! Doch das gilt natürlich für alle Skoda Octavia Modelle, werden wir nun also spezifisch.

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Der Frontschweller des RS ist deutlich weiter nach unten gezogen, kantiger gezeichnet und erhielt als Abschluss eine breite Lippe. Am Heck erhält der sportliche Kombi LED-Leuchten und einen markanten Diffusor mit integrierten Endrohrblenden auf beiden Seiten. Die zwei trapezförmigen Auspuffendrohre sowie das RS-Logo fallen jedem, der besonders nah auffährt, sofort auf. RS steht für Rallye Sport und dieser Kombi verfügt über einige sportliche Attribute: Beim Exterieur sind dies zum Beispiel die schwarz hinterlegten adaptiven Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, die rot lackierten Bremssättel, der markante Stoßfänger und die Lufteintrittsöffnungen, außerdem 18-Zoll-Leichtmetallräder sowie ein Dachkantenspoiler. Optional erhältlich ist das Ausstattungspacket „Black Design“, was schwarz lackierte Außenspiegel, einen schwarzen Kühlergrillrahmen und eine schwarz lackierte Dachreling beinhaltet.

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Das 15mm tiefer gelegte Sportfahrwerk ist sehr komfortabel, die Lenkung ist direkt. Die Kennlinie des Gaspedals, die Schaltpunkte der Automatik, sowie die Härte der Servolenkung lassen sich per Knopfdruck anpassen. Durch einen optionalen Soundgenerator wird übrigens im aktivierten Sportmodus ein satterer Sound in die Kabine gespielt. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Den Kindern wird es vermutlich gefallen, erinnert das Geräusch doch entfernt an die gewohnten Klangkulissen von Spielekonsolen.

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Im Innenraum sitzt man in beheizbaren schwarzen Sportsitzen mit RS-Logo und roten oder grauen Ziernähten (optional in Voll-Leder), die guten Halt geben und auch großen Menschen ausreichend Platz bieten. Die Edelstahl-Pedale, der RS-Schalthebel, die Türeinstiegsleisten mit RS-Logo und das griffige Drei-Speichen-Sport-Multifunktionslenkrad mit perforiertem Leder gehören ebenfalls zur RS-Innenausstattung, des Weiteren finden sich diverse Dekorelemente in Carbon-Optik beispielsweise in den Türen und um den Schalthebel. Der Drehzahlmesser und der Tacho bis 280 km/h haben ein anderes Layout als der normale Octavia. Eine Klimaautomatik, Parksensoren für hinten und eine Geschwindigkeitsregelanlage sind Serie.

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Kommen wir zum Herzstück: dem Motor! Der, aus dem Konzern bekannte, 2,0-Liter-TSI mit 162 kW (220 PS) ist sowohl mit 6-Gang-DSG als auch mit 6-Gang-Handschaltung kombinierbar, das gilt auch für den 2,0-Liter TDI mit 135 kW (184 PS). Gefahren bin ich den RS-Benziner mit Handschaltung. Die 220 PS preschen los, bis Tempo 100 muss man nur mal eben bis 7 zählen. Bei 244 km/h ist dann aber Schluss. Laut NEFZ verbraucht er 6,2 Liter auf 100 Kilometer, bei schnellerer Gangart ist dies aber natürlich nicht zu schaffen, wer das Gaspedal allerdings streichelt und die ECO-Tipps beherzigt (Fenster schließen bei aktivierter Klimaanlage, früh hochschalten, Start-Stopp Automatik an der Ampel etc.) dann kann man den NEFZ-Wert erreichen. Will man aber mal etwas zügiger von A nach B, dann kann man es mit dem RS auch durchaus mal krachen lassen.

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Sicherheit wird beim Skoda Octavia RS groß geschrieben! Der frontgetriebene Skoda Octavia RS ist serienmäßig mit einer umfangreichen Palette an Assistenzsystemen ausgestattet: Neben dem Berganfahrassistenten gibt es noch die Multikollisionsbremse, die elektronische Querdifferenzialsperre XDS, den hydraulischen Bremsassistenten und den Fahrlichtassistenten. Der RS hat auch gegen Aufpreis noch weitere Systeme an Bord: Zwei davon sind der Adaptive Abstandsassistent (ACC) inkl. Frontradarassistent und City-Notbremsfunktion und der Spurhalteassistent. Außerdem erhältlich sind die Müdigkeitserkennung, der Parklenkassistent, die Rückfahrkamera und die Verkehrszeichenerkennung. Die Rückfahrkamera würde ich mir gönnen, die macht bei dem Fahrzeug schon Sinn.

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Das Musiksystem Swing ist ab Werk verbaut, kann gegen Aufpreis mit Digitalradio bestellt werden, das Soundsystem Canton mit 8 Lautsprechern kostet 470 Euro extra und bietet einen tollen Klang. Weitere Pakete beinhalten je nach Umfang 6,5″ – 8″-Farbdisplays, Navigation, SmartLink, WLAN, eine Bluetooth-Komfort-Freisprecheinrichtung und verschiedenen Assistenten. SmartGate bietet diverse Apps zu Effizienz und zu verschiedenen Fahrzeugdaten.

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Kommen wir zur Preisfrage: Wer sich für den Octavia Combi RS interessiert, muss für den 220-PS-Benziner mit Handschaltung mindestens 31.150 Euro auf den Tresen legen, den höchsten Basispreis von 33.750 Euro hat der 184-PS-Diesel mit DSG.

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Damit kommen wir zu meinem Fa(hr)zit: Ich habe meinem besten Freund nicht ohne Grund einen Skoda Octavia RS empfohlen, der ist richtig gut. Punkt!

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