Ab in die Nordpfalz zum Museum Quirnheim

Neulich, an einem der heißesten Tage des Jahres, sind Freund J. und ich aufgebrochen, in der Nähe ein kleines Technikmuseum zu erkunden.

Im Dörfchen Quirnheim, nahe am nördlichen Ende der Deutschen Weinstraße in der Pfalz, hat sich eine Truppe von Enthusiasten in einem Verein zusammengetan und betreibt ein eigenes Motorrad- und Technikmuseum.

Die Exponate sind fast alle Leihgaben von Mitgliedern und es ist für viele etwas Sehenswertes dabei. Der Schwerpunkt liegt erwartungsgemäß bei Zweirädern, Motorräder von den 20ern bis in die 70er.

Sehr gut gefiel mir die 125er Bianchi (1951) aus Mailand und die Sammlungen von Nachkriegsmopeds

Museum Quirnheim: Blechbananen

und Ost-Zweirädern, ein Einzelstück ist diese klasse gut umgebaute Königswellen-Jawa (Basis 500er von 1956) – ein schnelleres Straßenmotorrad dürfte im Ostblock kaum zu finden gewesen sein.

Museum Quirnheim: Königswellenjawa

Von dieser hübschen Hercules W2000 würde sich der Besitzer trennen… ach hätte man doch etwas Platz übrig!

Museum Quirnheim: Hercules W2000

Meine Favoritinnen: die 200er DKWs aus den 20ern – wenn Ihr jemanden kennt, der ein Schaltgestänge übrig hat, bitte in der Redaktion melden!

Museum Quirnheim: DKWs

In Vitrinen gibt es zudem Schreibmaschinen und vieles mehr zu entdecken.

Museum Quirnheim: Wanderer-Schreibmaschine

Freude hatte ich am Lister-Stationärmotor

Museum Quirnheim: Lister Stationärmotor

und an der großen Treibriemenanlage!

Museum Quirnheim: Treibriemenanlage

Seit gestern, 23. August bis 01.11.2015 findet eine Ausstellung zur Geschichte des Fahrrads statt, ein Besuch könnte sich für Interessierte lohnen!

Leute, man kann sich einen Tag lang in den großen Museen bei den Schlümpfen, in Melle oder Speyer verlieren, oder man hat eine vergnügliche Stunde in den kleineren Museen, beides hat seine Reize, und sind die Kleinen nicht das Salz in der Suppe?!

P.S.

Der Empfang im Museum war sehr herzlich, danke an Herrn Bernsteiner und Herrn Benkula, zwei der Macher im Verein!

Von ihnen kam auch die Restaurantempfehlung für danach: Im Landgasthaus Neuhäusel genossen wir einen herrlichen Sauergespritzten und versuchten unseren ersten Pfälzer Saumagen, frisch aus dem Kessel – das kann süchtig machen!

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