Die schönsten Straßen der Welt: Auf dem Weg zum Cap Formentor auf Mallorca…

Die Sommerferien sind bald vorbei, viele sind mittlerweile wieder im Büroalltag angekommen – was bleibt sind die Erinnerungen: Von traumhaften Landschaften, weißen Stränden, kristallblauem Meer, beeindruckenden Städten – oder auch den „schönsten Straßen der Welt“, die man mit dem Mietwagen erkundet hat.

In diesen Sommerferien verschlug es mich (inklusive aller gängigen Vorurteile) auf die „Lieblingsinsel der Deutschen“: Mallorca.

Bereits im Flugzeug wurden alle uns bekannten Vorurteile bestätigt; was ist es schön, das Denken in Stereotypen! Besonders, wenn diese auch noch bestätigt werden. Grölende („…Malle ist nur einmal im Jahr, ole oleeee….“), angetrunkene Ballermann-Urlauber, käseweiß mit Strohhut und Blumenkette um den Hals. So stellt man sich den Start in den Mallorca-Urlaub vor, oder?!

Am Flughafen in Palma ging es gleich weiter: Deutsche Urlauber soweit das Auge reicht…

Doch bereits im Mietwagen auf dem Weg zur Finca, die in einem etwas abgelegeneren und nicht ganz touristenüberfüllten Örtchen an der Ostküste der Insel lag, wurde es deutlich ruhiger. Hier erlebte man die Balearen-Insel mal von einer ganz anderen Seite.

Bei einem Ausflug entlang der Küste Richtung Norden konnte man die wunderschöne Landschaft bestaunen: Trotz Sommerzeit und wenig Regen (die Besitzerin unserer Finca berichtete uns, dass es im Februar das letzte Mal geregnet hatte) war die Landschaft auffallend grün: verschiedene Kieferarten, Palmen und Steineichen, Feigenbäume, Oleander und Bougainvillea (um nur einige zu nennen) prägen Mallorcas Vegetation und begleiten die Reisenden auf dem Weg zum nordöstlichsten Punkt der Insel, dem Cap de Formentor.

Cap_Formentor_1200x800

Folgte man der Straße MA-2200, die später in die MA-2210 überging, gelangte man durch Port de Pollença auf eine serpentinenartige Straße, die direkt zum Cap führte. Schon auf der Strecke gab es viel zu sehen, man hatte einen wunderschönen Blick auf die Bucht von Pollença und zwischendurch eröffnete sich immer wieder eine atemberaubende Aussicht auf glasklares Wasser und raue Felsklippen.

klares Wasser_1200x800

Die Straßenverhältnisse waren schwierig, die Straße eng und holprig und, wie schon angedeutet, sehr kurvenreich. Für Leute mit schwachem Magen ist diese Strecke also nicht zu empfehlen – wenn man das Cap erreichen will.

Um sich von der turbulenten Autofahrt zu erholen, boten sich versteckte Buchten an – auf jeden Fall Badesachen mitnehmen! Als eine der „schönsten Buchten Mallorcas“ ist der Cala Pi bekannt. Davor gibt es einen großen, gebührenpflichtigen Parkplatz, der bei unserer Ankunft allerdings schon voll war.

Weiterfahren lohnte sich, denn man gelangte nach kurzer Autofahrt an einen nicht ganz so überfüllten Strand, der etwas versteckt lag: die malerische Bucht Cala Figuera. Hier konnte man kostenlos parken, allerdings musste ein Marsch von ca. 20 Min. zurückgelegt werden, um zum Meer zu gelangen. Dafür wurde man aber mit glasklarem, kristallblauem Wasser belohnt!

Cala Figuera 2_1200x800

Nach diesen positiven Eindrücken, die ich von der „Lieblingsinsel der Deutschen“ mitgebracht habe, kann ich sagen, dass Mallorca wirklich eine Reise wert ist. Ich bin mir sicher, dass sie noch viel mehr zu bieten hat, besonders im Frühjahr und zur Mandelblüte.

Bestimmt versteckt sich auf der Insel noch der ein oder andere Kandidat für die „Schönste Straße der Welt“. Vielleicht habt ihr noch Vorschläge?

Tags:

Das könnte Sie auch interessieren: