IAA Rundgang 2015 – Teil 1: Was gibt es bei Borgward, Bugatti und BMW zu sehen?

In den nächsten zwei Wochen dreht sich hier im Drive-Blog alles um die IAA 2015. Bei dem virtuellen IAA Rundgang 2015 möchte ich euch meine subjektiven Highlights zeigen. Dazwischen werde ich hin und wieder auch Fahrzeuge zeigen, die ich persönlich lieber nicht auf unserer Straße sehen möchte. Dazu gehört (leider) auch der erste Kandidat:

Borgward BX 7

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Ich bin enttäuscht. Dabei weiß ich gar nicht, ob meine Wünsche zu groß waren, oder ob die Vorabinformationen einfach zu zu hohen Erwartungen geführt haben. Auch im Gespräch mit zahlreichen Kollegen aus Print, Online und TV konnte man raushören, dass der neue Borgward BX 7 eine Enttäuschung ist.

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Der 4,70 Meter lange SUV hat zwar Platz für 5 bzw. 7 Personen, bietet interessante Antriebs-Ideen wie z.B. einen Hybrid und in Sachen Konnektivität ist er auch gut aufgestellt. Ich habe eher ein Problem mit der Optik. Ulrich Walker (Markenchef von Borgward) beschreibt den neuen Borgward BX 7 mit den Worten „accessible premium“.

Das was ich da allerdings sehe, ist eine Melange aus allen anderen SUV-Modellen, die sich derzeitig auf dem Markt befinden, die für sich alleine sicherlich attraktiv sind, zusammengewürfelt allerdings meiner Meinung nach bescheiden aussehen.

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Etwas Audi, etwas Kia, etwas Porsche – fertig ist der Borgward BX 7 – und damit möchte man ein Comeback der Marke (die es von 1919-1961 gab) einleiten? Eine Marke, die in Deutschland komplett in Vergessenheit geraten ist und nur noch in den Köpfen von Oldtimer-Fans existiert? Dann mit einem SUV-Modell, bei dem der einzige gemeinsame Nenner das Borgward Logo ist?

Ich wünsche dem Team viel Glück, die Ziele sind ambitioniert. Meiner Meinung nach sollte man die normale Version direkt einstampfen und mit der Borgward BX7 TS Version weitermachen was das Design betrifft.

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Die Borgward Ziele sind ambitioniert!

Weltweit sollen mehr als 500.000 Fahrzeuge abgesetzt werden, die Premium-Akzente zum günstigen Preis bieten soll. Auf den Markt soll der Borgward BX 7 zunächst in Fernost kommen, ob er dann 2017/2018 wirklich nach Deutschland kommt – das steht für mich derzeitig noch in den Sternen und ich bezweifle auch, dass das Fahrzeug in China gut ankommt, denn die Chinesen stehen zwar auf Marken aus Deutschland, lieben aber auch attraktive Fahrzeuge und vor allem Luxus.

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Geld aus China, entwickelt in Europa, hoffen wir mal das Beste für die Mitarbeiter, wie gesagt – der Antrieb scheint durchdacht: Ein 2 Liter Turbo-Benziner (225 PS) wird durch einen Elektromotor unterstützt, die Systemleistung soll knapp 400 PS betragen und maximal 650 Nm sollen das Fahrzeug hier nach vorne schieben. Die 13,2 Kilowattstunden große Batterie soll für eine rein elektrische Reichweite von 55 Kilometer sorgen und der NEFZ-Verbrauch wird mit 2,26 Liter auf 100 km angegeben.

Dennoch, für mich persönlich ist der Borgward BX 7 die Enttäuschung / der Flop der IAA 2015. Meine Erwartungen waren dann wohl doch zu hoch, eventuell bin ich auch zu romantisch was die Marke betrifft, denn ich mag durchaus die Borgward Isabella.

Bugatti Vision Grand Turismo

Die Marke Bugatti gibt es eigentlich nur noch, weil VW-Patriarch Ferdinand Piech es damals so wollte. Dennoch stellt die Marke automobile Träume auf die Straße, die sicherlich auch heute noch als Poster in zahlreichen Kinderzimmern hängen. Wie? Kinder hängen sich keine Poster mehr ins Zimmer? Na, dann erreichen wir die automobile Kunden der Zukunft halt über die PlayStation.

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Bugatti zeigt auf der IAA 2015 den Bugatti Vision Gran Turismo, auf dem IAA Rundgang 2015 bleibt man hier definitiv stehen! Das Design des virtuellen Rennwagens soll an die Renngeschichte der Marke Bugatti erinnern und zeigt sich somit in der blauen Lackierung eines Siegerfahrzeuges aus den 30er Jahren, auch den Hufeisen-Kühlergrill mag man wiedererkennen.

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Dieses Fahrzeug könnte einen Ausblick auf den zukünftigen Supersportwagen von Bugatti geben, der soll selbstverständlich besser und schneller werden als der Bugatti Veyron (der inzwischen ausverkauft ist) – der Name? Bugatti Chiron?

Man munkelt übrigens, dass der Antrieb durchaus eine Mischung sein könnte aus Audi- und Porsche-Komponenten, denn da gibt es inzwischen ja einige attraktive, technische Lösungen im Regal. Elektrische Turbolader, viel Hubraum, viel Leistung?

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Wir werden es sehen, vor allem werden wir sehen, wie viel von der Studie es dann auch auf die richtige Straße schafft. Bis dahin können wir ja alle sehr kostengünstig mit dem Bugatti Vision Gran Turismo ein paar virtuelle Runden drehen.

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BMW 7er

Auf die Straße schafft es definitiv der neue 7er BMW, bzw. er ist schon da. Einige Kollegen konnten ihn schon fahren und sich von der Qualität und den technischen Entwicklungen überzeugen, aber auch von der Gewichtsreduktion konnte man viel lesen. Wie BMW das gemacht hat, kann man auf der IAA 2015 auch sehen:

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Bis zu 130 Kilogramm hat der neue 7er BMW im Vergleich zum eigenen/direkten Vorgänger abgespeckt. Realisiert wurde das durch den Einsatz von Karbon-Bauteilen, hier hat BMW ja nicht nur Dank dem BMW i8 / BMW i3 Erfahrungen sammeln dürfen.

Preislich gesehen startet der neue BMW 7er ab 81.900 Euro.

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Das Premium-Fahrzeug gibt es in zwei Varianten (kurz oder lang) und unter der Motorhaube gibt es eine Leistungsrange zwischen 265 und 450 PS. Die kurze Version ist bereits 5,10 Meter lang, die lange Version bietet noch einmal 14 cm mehr Platz für die Passagiere.

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Technisch betrachtet, ist der 7er BMW eine Meisterleistung. Das was einige Unternehmen noch auf der CES in Las Vegas präsentiert hatten, kommt hier in Serie!

So z.B. die Gestensteuerung, das automatische Einparken (wenn der Fahrer neben dem Fahrzeug steht) oder ein teilautonomer Lenk- und Spurhalteassistent für die Autobahn. Optional gibt es für den 7er BMW auch noch eine Massagefunktion, damit wird er zur Luxus-Lounge auf Rädern, vor allem wenn das adaptive Fahrwerk mit der Luftfederung das hält, was es verspricht.

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Ihr wollt mehr News von der IAA 2015? Dann schaut Freitag wieder rein hier im Drive-Blog!

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