IAA Rundgang 2015 – Teil 2: Was zeigt Volkswagen / Volkswagen Nutzfahrzeuge?

Auf dem VW-Stand, da hätte ich durchaus einen ganzen Tag verbringen können. Lassen wir das Facelift vom VW Golf 6 Cabriolet einmal weg, gab es immer noch zahlreiche attraktive Fahrzeuge und drei neue Modell-Varianten.

Starten wir direkt mit dem VW-Highlight der Messe, das ist der neue VW Tiguan:

Nach mehr als 2,6 Millionen verkauften Exemplaren der ersten Generation werden nun vier verschiedenen Varianten der zweiten Generation vorgestellt, drei Serienversionen und eine Studie.

Die Serienversionen sind der besonders sportliche Tiguan R-Line, das klassische Onroad-Modell und eine Offroad-Version. Die Studie ist der Tiguan GTE mit einem Plug-In-Hybridantrieb und 160 kW (218 PS) Systemleistung.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-142

Der Bestseller basiert als erstes Volkswagen-SUV auf dem MQB (Modularer Querbaukasten). Somit verbessern sich einige Eigenschaften wie beispielsweise das Gewicht, welches im Vergleich zum Vorgänger um mehr als 50 kg reduziert wurde.

Die Karosserie-Proportionen und das Design des neuen Tiguan sind sehr sportlich, das Platzangebot im Innenraum und das Kofferraumvolumen sind gewachsen. Hier passen regulär bis zu 615 Liter hinein, bei umgeklappten Rücksitzlehnen sind es 1.655 Liter, das ist ein Plus von 145 Litern.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-140

Bei den Motoren stehen acht Aggregate zur Wahl, die zwischen 85 kW (115 PS) und 176 kW (240 PS) leisten. Effizienz steht hier im Vordergrund, die Antriebe wurden zwar stärker, aber trotzdem um bis zu 24 Prozent sparsamer.

Der Allradantrieb lässt sich über die neue 4MOTION Active Control individueller und einfacher an verschiedene Einsatzbedingungen anpassen, er ist für Anhängelasten von bis zu 2.500 kg ausgelegt.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-221

An Assistenzsystemen sind zum Beispiel der Front Assist mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung, der Lane Assist und die Multikollisionsbremse schon serienmäßig an Bord.

Verschiedene Onlinedienste wie die automatische Unfallmeldung, Online-Verkehrs- und Parkplatzinfos und der Fahrzeugzustandsbericht können im neuen Tiguan genutzt werden. „App-Connect“ integriert alle aktuellen Apple- und Android-Smartphones in die Funktionsumfänge der Infotainmentsysteme und mit der App „Media Control“ kann man über das Tablet auf Funktionen wie Navigation oder den Media Player zugreifen.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-144

Meine Meinung? Der Tiguan gefällt mir so richtig gut, ich habe das „den muss ich fahren“-Gefühl und das habe ich wahrlich nicht bei jedem SUV!

Aber auch der VW Golf GTI bekommt nun mehr Leistung unter die Haube

Anfang 2016 soll pünktlich zum 40. Geburtstag des VW Golf GTI ein Jubiläumsmodell auf den Markt kommen, der Golf GTI Clubsport. Auch schon zum 20., 25., 30. und 35. Geburtstag gab es je ein exklusives Sondermodell, dieses wird nun auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt vorgestellt.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-23

Der Turbomotor des Golf GTI gehört zur dritten Generation der Baureihe EA888 und besitzt eine in den Zylinderkopf integrierte wassergekühlte Abgasführung zum Turbolader und eine variable Ventilsteuerung mit doppelter Nockenwellenverstellung.

Die technische Basis für den Golf GTI Clubsport ist die 169 kW / 230 PS starke Performance-Variante dieses Motors. An Bord des Golf GTI Clubsport entwickelt der 2.0-Liter-Turbodirekteinspritzer eine Leistung von 195 kW (265 PS) und damit 35 PS mehr als der bislang stärkste Golf GTI.

Für jeweils 10 Sekunden kann der Fahrer die Leistung des Motors via Boostfunktion um weitere 10 Prozent auf mehr als 290 PS steigern, einfach durch ein Kickdown des Gaspedals.

Das Interieur ist GTI-spezifisch gestaltet, jedoch teilweise in modifizierter Form. Beim Öffnen der Türen fällt der Blick auf die Edelstahleinstiegsleisten mit rotem GTI-Schriftzug.

Man setzt sich statt in Sportsitze in Rennklappschalensitze, die teilweise mit Alcantara bezogen und im Bereich der Rückenlehnen und Sitzflächen mit einem Wabenmuster versehen sind, in die Lehnen ist der GTI-Schriftzug eingearbeitet.

Eine rote Linie veredelt die Sicherheitsgurte. Die neuen Dekorleisten auf der Instrumententafel, der Mittelkonsole und in den Türen sind im Design „Wabe 40″.

Neue sportliche Details sind beispielsweise die Alcantara-Einfassung des Schalthebels, neue Linsen auf dem Schalthebelknauf, das mit Alcantara bezogene Sportlenkrad mit GTI-Emblem, roter Naht und 12-Uhr-Markierung und die individualisierten Fußmatten mit roter Einfassung.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-26

Das Drehmoment steigt von 350 auf 380 Nm. So beschleunigt der Golf GTI Clubsport mit 6-Gang-Schaltgetriebe in 6,0 Sekunden auf 100 km/h, mit dem optionalen 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ist er 0,1 Sekunden schneller.

Die Höchstgeschwindigkeit des Fronttrieblers liegt mit Handschaltung bei 250 km/h, mit DSG bei 249 km/h. Der Kraftstoffverbrauch liegt beim Handschalter bei 6,9 Litern auf 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß bei 160 Gramm pro Kilometer. Mit DSG verbraucht der Clubsport 6,7 Liter auf 100 Kilometer und emittiert 155 Gramm CO2 pro Kilometer.

Aufgrund der hohen Leistung und der verbesserten Abtriebswerte soll der Golf GTI Clubsport mit seiner Fahrdynamik in die Dimensionen des hochklassigen Motorsports vordringen und ein gutes Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten und hohen Kurvengeschwindigkeiten ermöglichen.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-25

Der auf der IAA präsentierte Golf GTI Clubsport ist in „Oryx White“ lackiert mit schwarzem Dach. Das sportliche Design wird geprägt vom neuen Frontstoßfänger, Heckdiffusor und mehrteiligem Dachkantenspoiler, neuen Seitenschwellern und geschmiedeten 18“ Leichtmetallrädern (optional 19“).

Beim Frontstoßfänger wurden die Luftzufuhr zum Motor, die Aerodynamik und der Anpressdruck des Vorderwagens verbessert. Die hochglanzschwarzen Luftleitelemente, führen den Fahrtwind durch sich verengende Luftkanäle (Air Curtains) und damit durch den Stoßfänger hindurch. Der zentrale Kühllufteinlass im GTI-typischen Wabendesign wurde außen um zwei weitere Lufteinlässe erweitert, was die Breite des GTI zusätzlich betont.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-212

Den Abtrieb an der Vorderachse soll ein Frontspoiler als scharf geschnittener Splitter im Stil von Motorsportfahrzeugen verbessern. Er setzt sich im Schwellerbereich und in der Heckpartie, im neu entwickelten Heckdiffusor, fort. Auch er ist in Hochglanzschwarz gehalten und integriert die neu designten und verchromten Endrohre der doppelflutigen Abgasanlage, die im Durchmesser wesentlich größer sind, als bei den bekannten Golf GTI Modellen. In einem dunklem Schwarzrot sind die LED-Rückleuchten, die Außenspielgelkappen sind in Hochgalzschwarz.

In der Seitenansicht fällt der schwarze, breite Zierstreifen auf, der schon die erste Generation aus dem Jahr 1976 kennzeichnete. Er wurde nun in die Seitenpartie des Jubiläumsmodells transferiert und durch den Schriftzug „Clubsport“ ergänzt.

Vorne läuft er direkt in das Luftleitelement. Auch der Dachkantenspoiler ist deutlich größer als das Pendant des aktuellen „GTI“. Er ist in hochglänzendem Schwarz und „Oryx White“ ausgeführt und ragt in der Höhe über die Dachlinie hinaus. Seitlich geht er homogen in die ebenfalls hochglänzend schwarzen Flaps der Heckklappe über.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-213

Meine Meinung: Wurde ja auch mal Zeit, dass der VW Golf GTI mehr Leistung bekommt. Warum aber nicht gleich 290 PS, wie beim Seat Leon Cupra?

VW will den VW Golf R schützen, doch der verfügt doch schon über Allrad. Den Spoiler finde ich klasse und das der VW Golf GTI ein gutes Auto ist, dürfte unbestritten sein.

…und der VW Caddy kommt nun als VW Caddy Alltrack – damit löst er den VW Cross Caddy ab

Die vierte Generation des Caddy fährt jetzt als Caddy Alltrack im Offroad-Look vor. Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigt den Nachfolger des Cross Caddy auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt. Er wird wieder als PKW und als Kastenwagen bestellbar sein.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-15

Der robuste Offroad-Style des neuen Alltrack zeigt sich bei den schwarzen Karosserieabdeckungen der Radhäuser, schwarzen Seitenschwellern und den Unterkanten der Stoßfänger. Der Design-Unterfahrschutz ist schwarz und zusätzlich mit silber abgesetzt.

Dagegen sind Anbauteile wie Stoßfänger, Seitenschutzleisten oder Türgriffe in Wagenfarbe lackiert. Ganz Alltrack-spezifisch sind die lackierten Kühlerschutzgitter mit drei Chromzierleisten und die Silber lackierten Pkw-Außenspiegelgehäuse.

Des Weiteren gehören H7-Doppelhalogenscheinwerfer, Nebelscheinwerfer, abgedunkelte Rückleuchten, Türeinstiegsleisten in silber-matt mit dem Alltrack-Schriftzug, Alltrack-Logos am Frontgrill und am Heck sowie eine silberne Dachreling zum Ausstattungsumfang.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-18

Der Alltrack rollt auf exklusiven 17-Zoll-Leichtmetallfelgen „Quito“ und bietet als neue Farbe die Metallic-Lackierung „Mojavebeige“. Als PKW verfügt der VW Caddy Alltrack über modelleigene Sitzbezüge ‚7Summits‘ sowie Klapptische an den Rückseiten der Vordersitze, im Kastenwagen kommt der robuste Sitzstoff ‚Pilion‘ zum Einsatz. Für beiden Modellvarianten bekommt man ein Lederpaket mit muskat-farbenen Nähten für Lenkrad, Handbremshebel und Schaltstulpe.

Der Pkw bietet zudem weitere Ausstattungsmerkmale wie die verstellbare Mittelarmlehne, eine Pedalerie im Aluminiumlook, Alltrack-Fußmatten mit muskat-farbenen Nähten, eine Dekoreinlage an der Komfortschalttafel in „Carbon Square Dark“ und ein Chrompaket für Lichtdrehschalter, Spiegelverstell-/ Fensterheber-Schalter und Handbremshebelknopf.

Der Caddy Alltrack basiert auf der neuesten Caddy-Generation und ist mit allen Motor-/ Getriebe-Kombinationen aus dem Trendline-Variantenspektrum bestellbar:

Das sind die vier 2,0 Liter-TDI mit 75 bis 150 PS, die drei 1,0 Liter-, 1,2 Liter- und 1,4 Liter-TSI mit 84 bis 125 PS und die 1,4 Liter-TGI-Erdgasmotorisierung mit 110 PS. Je nach Motorisierung stehen 5- und 6-Gang-Schalter sowie 6- und 7-Gang-DSG-Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl. Gegen Aufpreis ist neue Caddy Alltrack zudem mit dem Allradantrieb 4MOTION bestellbar.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-17

Die Serienausstattung beinhaltet immer den Berganfahrassistenten, als PKW hat der Alltrack außerdem eine manuelle Klimaanlage, einen Geschwindigkeitsbegrenzer, das Radio „Composition Colour“ mit 5-Zoll-Touchscreen und das „Licht und Sicht“-Paket mit automatisch abblendbarem Sicherheitsinnenspiegel, automatischer Fahrlichtschaltung, Tagfahrlicht, ‚Leaving home‘-und ‚Coming home‘-Funktion sowie Scheibenwischer-Intervallschaltung mit Regensensor an Bord.

IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-16

Preislich startet der neue Caddy Alltrack mit dem 84 PS starken TSI-Einstiegsmotor bei 19.617,15 Euro für den Kastenwagen und 24.359,30 Euro für den Pkw. Die Markteinführung soll in Europa voraussichtlich ab Jahresende 2015 starten.

Meine Meinung: Sieht optisch gar nicht so schlecht aus, verfügt aber – bei Bestellung des 4MOTION Allradantriebes – über weniger Bodenfreiheit. Der Unterfahrschutz ist nur angedeutet und nicht funktionell, aber das macht nichts, über Forstwege schafft der Caddy es dennoch.

Tags:

Das könnte Sie auch interessieren: