Roadster – Eine Liebeserklärung

Ein Roadster ist nach dem Oldtimer-Lexikon von Halwart Schrader ein „Offener, zweisitziger Sportwagen mit Faltverdeck, im klassischen Sinne ohne Kurbelfenster, sondern mit seitlichen Steckscheiben.“

Die Wagen dürfen auch aufsetzbare Dächer haben, diese sollten aber aus Gewichtsgründen einfach gebaut sein. Im Ergebnis hat man also üblicherweise ein Auto, das mehr auf den konzentrierten Fahrbetrieb, als auf Komfort ausgelegt ist, eine Reduktion auf die reine Funktion.

Das ist „Autofahren pur“ ohne Gimmicks, mit echtem Kontakt zur Straße und zur Maschine. Da die Wagen immer relativ bis sehr leicht sind, reichen oft schon sehr überschaubare Motorleistungen, um ein agiles, spritziges Fahrerlebnis zu ermöglichen.

Das gefällt mir gut, echte Roadster gehören für mich (wie für viele andere auch) zu den attraktivsten Oldtimern.

Wunderbare Exemplare gab es aus vielen Ländern – mir gefällt der Ford A Roadster – aber vor allem in Europa.

So zeige ich Euch hier einen seltenen französischen GAR B5 Roadster aus dem Jahr 1930 mit einem 1375ccm 8-Zylinder-ohc-Motor

GAR 1930

und ein Chenard & Walcker „Torpille“ Typ Y7 Roadster Course mit 30 PS aus 1,5 l

Chenard & Walcker „Torpille“ Typ Y7 Roadster Course 1929

und natürlich Bilder aus England, dem Roadster-Land der 30 bis 70er Jahre, Austin Seven

Austin Seven Ulster 1930

die Jaguars  von SS bis XK120

XK120

MGs von J bis TF, über MG A bis zu den Midgets –MG TD von 1949

MG TD , 1949

Sunbeams, Morgans, Lotus, ACs, Daimler

Daimler SP250, 8 Zylinder mit 140 PS, 1959-1964

Triumphs: Hier ein kleiner Spitfire aus dem Road Test der Autocar, 26.08.1966, mit dem Hinweis: Weatherproof (mehr oder weniger…) hood laborious to erect.

Spitfire

und ein Triumph TR3 zusammen mit einem 3 Liter Austin Healey.

TR3 und AH3000

Und es gab so viele mehr!

Von Austin-Healey gab es ja auch die kleinere Sprite-Reihe, von denen wir Euch den Frosch bereits in einem Artikel vorgestellt haben.

Um Euch die Freude am „Roadster“ näher zu vermitteln, präsentieren wir Euch das muntere Fahrzeug gerne auch noch in einem Video … ich sach ma einfach so:

Schauen, freuen, genießen, Kontostand überprüfen.

P.S.
Ein Roadster war mal was Besonderes… und etwas anderes als die Luxuskutschen, denen von Marketing-Helden mit der Bezeichnung „Roadster“ ein ungefiltertes direktes Fahrererlebnis zugesprochen werden soll, da sage ich nur airscarf…

Keine Frage, auch gute Autos, aber leider ganz was anderes, als der Name verspricht!

Genauso absurd übrigens wie die Benennung einer viertürigen Limousine als Coupe (z.B. der Passat CC).

 

Fotoquelle:
GAR und Chenard Walcker: Bruno Grégoire aus Versteigerungskatalog Poulain. Le Fur, Versteigerung 19.02.1994
MG TD: Christoph Hees
Triumph Spitfire: Roadtest – Autocar , 26.08.1966

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