Fahrbericht / Drive Check: Opel Astra K (2015) – inkl. Video

Wow! Das war das Erste was ich gesagt habe, als ich nun zum ersten Mal in den Opel Astra K eingestiegen bin. Ein aufgeräumter Innenraum. Die Klaviatur des Todes (unzählige Tasten) wurde entfernt, der Innenraum zeigt sich gecleant und gefällt mir so ausgesprochen gut.

Im Umland von Bratislava war ich mit dem 136 PS starken 1.6 CDTI unterwegs und auch wenn Diesel-Fahrer derzeitig wie die Umwelt-Sau durchs Dorf getrieben werden, schwöre ich immer noch auf den Antrieb.

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Der Motor hat Drehmoment (320 Nm) und auch die Verbrauchswerte halten sich in Grenzen. Dieses Mal gebe ich sogar gerne meinen Verbrauch an, NEFZ sagt 3,9 – ich sage 4,4 – und das trotz Kurvenjagd und Autobahn-Anteil fern ab vom NEFZ-Fahrzyklus. Das verdient meinen Respekt.

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Respektabel ist aber nicht nur der Innenraum, sondern auch die technischen Highlights. Hier möchte ich kurz die Sitze ansprechen, die optional sogar über eine Massagefunktion verfügen.

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Dann gibt es einen bunten Strauß an Assistenzsystemen. Über die Frontkamera wird z.B. der Spurhalte-Assistent mit Informationen gefüttert. Auf der anderen Seite nimmt die Frontkamera auch die Verkehrszeichen auf.

Doch bevor ich nun noch mehr erzähle, schaut euch doch mal lieber schnell das R+V24 Drive Check Video zum Opel Astra K an:

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Kleiner Kritikpunkt: Während andere Fahrzeuge mit aktivem Spurhalte-Assitenten versuchen, die Fahrbahnmitte zu halten, spielt der Astra K „Ping Pong“ und fährt von Linie zu Linie.

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Ein (noch?) fehlendes Radar-System lässt einen adaptiven Tempomaten vermissen, allerdings warnt der Opel vor Kollissionen. Gelungen finde ich das neue Dashboard und den bis zu 8″ großen Touchscreen. Der Opel Astra K spielt – wie selbstverständlich – mit dem iPhone via Apple CarPlay und auch Android Auto soll einziehen. Das konnte ich vor Ort leider nicht testen.

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Fahrwerk, Bremsen, Lenkung und Getriebe – alles frei von Kritikpunkten. Wenn ich nun wirklich nach der Nadel im Heuhaufen suche, dann stört mich der fehlende Direkteinstieg in das NAVI-Menü beim Infotainment-System – aber ihr merkt schon, ich werde kleinlich.

Begeistert bin ich vom LED Licht!

Während andere Hersteller in der Klasse auf normale LED Scheinwerfer setzen, so schwört Opel auf das Matrix-Licht. Sprich einzelne Segmente können ausgeschaltet werden, um den Gegenverkehr, aber auch vorrausfahrende Fahrzeuge nicht zu blenden. Opel nennt seine LED-Matrix Scheinwerfer übrigens Intelli-Lux!

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Ein Pflichtkauf für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Ihr selber seht mehr, die anderen werden weniger geblendet. Win-Win für gerade einmal 1.150 Euro Aufpreis.

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Gefahren bin ich aber auch ganz kurz den Opel Astra K Sport 1.6T MT-6. Der verfügt über 200 Pferdestärken (147 kW) und einem maximalen Drehmoment von 280 Nm (Overboost: 300 Nm), welches zwischen 1.650 und 3.500 Umdrehungen pro Minute an der Kurbelwelle anliegt.

Was bringt uns das?

Damit beschleunigt der Opel Astra K innerhalb von 7,8 Sekunden von 0-100 km/h und die Höchtgeschwindigkeit liegt bei Tempo 235. Zugegeben, damit wird er nicht zur Rakete, aber für den Alltag ist er damit mehr als nur ausreichend motorisiert und der Blick auf den Tacho lässt vermuten, dass Opel durchaus auch noch die OPC Version nachschieben wird.

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Gefühlt war das Fahrwerk in der Sport-Version auch etwas „sportlicher“ ausgelegt, eventuell war es aber auch der kariöse Fahrbahnbelag, der mich nun zu dieser Aussage nötigt.

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Opel gibt den kombinierten NEFZ-Verbrauch bei der 200 PS Version (ist übrigens ein Benziner) mit 5,9 Liter auf 100 km an. Super Plus verlangt der aufgeladene 1.6 Liter Benziner dann aber doch. Die maximale Zuladung vom Opel Astra K liegt übrigens bei 542 kg, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 1.820 kg. Die Dachlast wird vom Hersteller mit 75 kg angegeben.

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In den Kofferraum vom neuen Opel Astra K passt ein Ladevolumen von 370 Liter. Bei umgeklappter Rückbank sind es 1.210 Liter. Hier möchte ich kritisieren, dass der Verbandskasten und das Warndreieck unter dem Ladegut positioniert wurden.

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Machen wir es kurz: Dieser Opel Astra K verfügt über komplett neue Motoren, ein sehr gutes Konnektivitätssystem und ist nah dran an der Premium-Klasse – und das zum Kompaktwagen Preis, denn los geht es bereits ab 17.260 Euro.

Was schreiben die anderen Onliner über den Opel Astra K?

Daniel vom automobil-blog.de: „Der Speck ist weg! Weniger Tasten im Innenraum, schlankes Außendesign und geringeres Fahrzeuggewicht – der neue Astra hat an den richtigen Stellen trainiert. Mein Technik-Highlight im neuen Astra: Die neuen IntelliLux Matrix-LED-Scheinwerfer! Helle Straßen machen das Fahren nicht nur sicher sondern auch entspannter.“

Fabian von autophorie.de: „Wow Opel, da geht was. Der Sprung über die Oberklasse ist vielleicht etwas hoch gegriffen, doch wenn ich so drüber nachdenke ist der Astra nun vom ewigen Mitläufer zum ernst zunehmenden Gegner herangewachsen. Klar, kleine Makel bleiben, doch haben wir die nicht alle? Kurz gesagt der wohl beste und wichtigste Opel seit der Erfindung des Rades.“

Stefan vom mein-auto-blog.de: „Mit einem Einstiegspreis von € 17.260 setzt der neue Opel Astra ein klares Zeichen, dass Fahrzeuge der Kompaktklasse mit Innovationen der Oberklasse zu moderaten Preisen erhältlich sind.“

Camillo Pfeil von IMAEDIA.de: „Der neue Opel Astra zeigt, was in der Kompaktklasse möglich ist. Besonders überzeugt haben mich das helle Matrix LED Licht sowie das nun aufgeräumte und übersichtliche Cockpit mit einem reaktionsschnellen Infotainmentsystem. Ein besonders Schmankerl. Die beheizten und belüfteten Massagesitze. Die Frage ist nur, ob man sie wirklich braucht?“

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