Sicherheit im Automobilbau – Folge 4 – Crashtest!

Am 10. September 1959 hat der erste Crashtest in der Geschichte von Mercedes-Benz stattgefunden – auf einer Freifläche in der Nachbarschaft des Werkes Sindelfingen. Damals wurde ein Versuchswagen frontal gegen ein feststehendes Hindernis gesteuert.

Bleibt es in den ersten Jahren noch bei überschaubaren Unfallversuchen, welche teilweise sogar mit Menschen getestet wurden, etablierte sich das Crashtest-Verfahren seit den 1960er Jahren als zuverlässiges Werkzeug zur Optimierung und Prüfung der Fahrzeugsicherheit. Die erste Crashanlage unter einem Dach weihte das Unternehmen im Jahre 1973 ein.

Heute sind die Crashtests etwas technischer, aber nicht minder wichtiger geworden.

Zum einen für die Zertifizierung, allerdings auch für den Abgleich zwischen Simulation und Realität. Bevor ein neues Serienfahrzeug auf die Straße kommt, wird von der Entwicklung bis zur Serienreife zirka 15.000 Mal im Simulator gecrasht, davon über 150 Mal „richtig“.

Dazu zählen außer den rund 40 verschiedenen Aufprallkonfigurationen, welche für Ratings und die weltweite Zulassung eines Fahrzeugs vorgeschrieben sind, auch besonders anspruchsvolle Crashversuche wie der Dachfalltest, die das Unternehmen zusätzlich durchführt.

Ein Auto darf bei einem Unfall kaputt gehen, denn im Notfall hat es eh nur noch eine Aufgabe: Leib und Leben zu schützen!

Wie das geht, wie man das überprüft und was passiert, wenn David gegen Goliath, also ein smart gegen die aktuelle Mercedes-Benz S-Klasse antritt, das sieht man sehr eindrucksvoll in dem nachfolgenden Crashtest Video.

Im 4. Teil unserer Sicherheits-Reihe „Sicherheit im Automobil-Bau“ gibt uns Matthias Struck (Passive Sicherheit, Daimler AG) die Antworten auf unsere Fragen:

…und das Thema Sicherheit wird auch weiterhin groß gespielt, nicht nur bei uns, sondern auch bei Mercedes-Benz. 2016 soll dort die neue Testanlage eröffnet werden, noch größer, noch besser mit noch mehr Testmöglichkeiten. Dafür hat das Unternehmen einen dreistelligen Millionenbetrag investiert. Gut investiert, denn schließlich reden wir hier über die Sicherheit.

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