Fahrbericht / Test: Der neue Mitsubishi Outlander (2015)

Der Mitsubishi Outlander bekam nun für die dritte Generation ein umfassendes Facelift und dieses kann sich wahrlich sehen lassen!

Es verdient den Namen, denn es gibt ein komplett neues Gesicht, wahlweise LED Scheinwerfer und am Heck gibt es nun ebenfalls attraktive LED Leuchten. Neue Stoßstangen vorne und hinten und in Wagenfarbe lackierte Seitenschweller. Rein optisch betrachtet, gefällt mir das Design sehr gut und man darf sich wirklich die Frage stellen: Warum nicht gleich so?

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Ich bin den direkten Vorgänger auch gefahren und kann daher gut vergleichen: Der neue Mitsubishi Outlander überzeugt mich auch im Innenraum.

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Gefahren bin ich nun den Siebensitzer, die hinteren beiden Sitze kann man allerdings getrost als Notsitze bewerten. Auf den restlichen 5 Sitzplätzen hat man ausreichend Platz.

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Die nun verarbeiteten Materialien sehen hochwertiger aus und fühlen sich auch so an. Ausreichend Ablagen, ausreichend Getränkehalterungen und dank dem verstellbaren Lederlenkrad habe ich auch schnell eine ideale Sitzposition gefunden.

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Was ich nicht auf Anhieb gefunden hättte, das sind die Einstellmöglichkeit des Bordcomputers gewesen. Ich wusste, dass es dafür bei Mitsubishi eine Taste am Armaturenbrett gibt, gesucht hätte ich allerdings eher auf dem Lenkrad oder an einem der Lenkstockschalter.

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Etwas versteckt sind auch die Taster für die zweistufige Sitzheizung. Der Hebel für die Tankklappe sitzt etwas ungewohnt neben dem Fahrersitz auf dem Türeinstiegsholm, aber ich denke wenn man das Fahrzeug etwas länger fährt, dann fällt dieses gar nicht mehr negativ auf.

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Richtig positiv überrascht war ich von der Qualität der Rückfahrkamera, etwas enttäuscht von der automatisch öffnenden Heckklappe, denn bis diese sich per Tastendruck geöffnet hat, vergeht meiner Meinung nach zu viel Zeit.

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Mein 2016 Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4WD (GF0), ist 4,69 m lang, 1,68 m hoch und ohne Außenspiegel 1,81 m breit. Der Radstand wird mit 2,67 m angegeben. Die Bodenfreiheit liegt bei 19 cm und der Wendekreis überzeugt durch 10,6 Meter.

Mit dem 2,2 Liter Diesel und der Automatik bringt der Mitsubishi Outlander leer 1.781 kg auf die Waage. Die maximale Zuladung wird mit 524 kg angegeben und da kommen wir auch direkt schon zum Kofferraum:

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Nutzt man alle 7 Sitze, dann verbleibt ein Kofferräumchen von 145 Litern; legt man alle Sitze um, steht das komplette Volumen von 1.625 Litern zur Verfügung. Die Ladekante liegt übrigens auf einer Höhe von 73 cm.

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Reicht das Platzangebot nicht aus? Dann könnte man noch 80 kg auf das Dach packen oder einen 2 Tonnen Anhänger ziehen.

Der 2,2 Liter 4-Zylinder Turbodiesel mit Ladeluftkühler und variabler Turboladergeometrie verfügt immer noch über 150 PS (110 kW) und leistet ein Drehmoment von 360 Nm. Der NEFZ-Wert wird mit 5,8 Liter angegeben.

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Schon beim Vorgänger habe ich es geschafft den NEFZ-Wert (teilweise zu unterbieten) und das ist mir auch in diesem Testfall geglückt. Durchschnittlich lag mein Verbrauch dann aber zwischen sehr guten 6-7 Liter.

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Klar, ein Rennwagen ist der SUV nicht, innerhalb von 11,6 Sekunden beschleunigt er von 0 auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 km/h. Dann wird er natürlich auch etwas lauter auf der Autobahn.

Das Navigationssystem von Mitsubishi ist nicht ganz mein Fall, die Sprecherstimme hat einen fragenden Unterton, als ob das Navi selbst nicht genau den Weg wüsste. Die Bedienicons sind auch zu klein, während der Fahrt eine Adresse einzustellen fällt nicht so leicht. Das DAB Radio hingegen hat mich überzeugt, ebenso die Empfangsqualität.

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Loben möchte ich die Rückfahrkamera. In Verbindung mit den großen Außenspiegeln wird das Einparken zum Kinderspiel! Der Einparkwarner / Piepser übernimmt dann noch die restliche Arbeit.

An sich muss ich sagen, dass sich der neue Mitsubishi Outlander sehr gut in den normalen Straßenverkehr integriert. Ausreichend Platz im Innenraum, die erhöhte Sitzposition und somit einen guten Überblick auf die Straße.

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Der Fahrer greift zum belederten Multifunktionslenkrad, dahinter sitzen die hochwertigen Schaltwippen, dich ich persönlich aber kaum genutzt habe. Die Automatik hat mir die lästige Schaltarbeit abgenommen.

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Im 4WD Eco Modus lässt sich der Outlander, wie inzwischen bei jedem intelligenten Allrad-System, von der Vorderachse ziehen. Erst bei einem erkannten Bedarf bekommt die Hinterachse etwas von der Leistung bzw. etwas Drehmoment ab. Traktionsprobleme? Kennt der Mitsubishi Outlander vermutlich nur auf Glatteis.

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Den Vorgänger fand ich rein optisch betrachtet „langweilig“, den Neuen hingegen mag ich von der Optik und auch von der Haptik bin ich angetan. Der Innenraum zeigt sich, vor allem für das Preisgefüge, sehr hochwertig. Die Sitze sind bequem und auch das Fahrverhalten ist genau so wie ich es erwartet hätte.

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Natürlich gibt es komfortablere Fahrzeuge, natürlich gibt es auch Modelle mit einer direkteren Lenkung, aber da muss man einfach mal die Preise vergleichen.

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Sterne gibt man dem Mitsubishi nicht, eher Diamanten. Bezahlen kann man ihn aber mit Euros: Der Basispreis vom Mitsubishi Outlander liegt nun bei 23.990 Euro, der Basispreis mit der von mir gefahrenen Motor- und Getriebekombination liegt bei 35.290 Euro.

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