VW Amarok 2.0 TDI Canyon – Kein unbekannter Pick-up!

Wahnsinn! Wow! Was für ein Gerät. Der VW Amarok 2.0 TDI Canyon ist so richtig groß und durch die Scheinwerfer auf dem Dach, erinnert er auch noch an die Sendung „Ein unbekannter Stuntman“. Klar, der VW Amarok Canyon ist ein Nutzfahrzeug, aber viele Privatnutzer entscheiden sich inzwischen für den großen Pick-Up.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-1

Unter der Haube vom 2015 Volkswagen Amarok 2.0 TDI Canyon findet man in unserem Testfahrzeug den 2.0 Liter großen 4 Zylinder BiTurbo TDI Motor mit einer Leistung von 180 PS (132 kW). Das maximale Drehmoment liegt bei 420 Nm, welches bei 1.750 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung steht.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-2

Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der 2015 Volkswagen Amarok 2.0 TDI Canyon (mit dem 180 PS starken TDI) innerhalb von 11,3 Sekunden! Der Vortrieb endet bei maximal 179 km/h, somit zeigt er sich sogar Autobahntauglich und bietet dort nicht nur durch sein Äußeres, sondern auch durch die Flutlicht-Scheinwerfer auf dem Dach ausreichend Überholprestige. Die könnten vermutlich auch ein komplettes Fussball-Feld ausleuchten.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-4

Der VW Amarok Canyon ist 5,18 m lang, 1,83 m hoch und von Aussenspiegel zu Aussenspiegel 2,23 Meter breit! Der Radstand vom Amarok beträgt 3,10 m und der Wendekreis liegt bei 13 Metern!

Nein, in der Stadt fühlt er sich nicht gerade wohl, wobei: Dank Rückfahrkamera, ausreichend groß dimensionierten Spiegeln und Einparkwarner ist das Einparken kein großes Problem, eher das mangelnde Platzangebot in der Stadt.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-13

Die maximale Zuladung vom aktuellen Volkswagen Amarok 2.0 TDI liegt bei 939 kg. Das maximale Gesamtgewicht wird mit 2.820 kg angegeben. Die Dachlast wird von VW mit 100 kg beziffert. Wem also die Ladefläche nicht reicht, der kann auch noch was auf das große Dach laden, wenn er denn darauf kommt.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-14

Werfen wir einen Blick auf die Ladefläche vom VW Amarok. Das Platzangebot wird mit mindestens 1.195 Liter angegeben, in unserem Fall haben wir eine Abdeckung darüber und Spannösen darunter. Die Abdeckung darf man nicht beladen.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-12

Anhänger darf der VW Amarok natürlich auch ziehen: Gebremst sind Anhängelasten von bis zu 3.200 kg drin, damit wird der VW Amarok 2.0 TDI Canyon zum Zugtier. Ideal z.B. zum Ziehen von einem Motoryacht-Trailer oder einem Pferdeanhänger.

Volkswagen Nutzfahrzeuge gibt den kombinierten NEFZ-Verbrauch mit 8,5 Liter auf 100 km an. Dank dem 80 Liter großen Tank sind rein theoretisch Reichweiten von 940 Kilometer möglich, ich habe ein paar Liter mehr gebraucht, aber das muss ich hier vermutlich nicht mehr erwähnen.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-5

Der Basispreis vom VW Amarok liegt bei 25.912 Euro, je nach Ausstattung kann man diese Angabe natürlich auch nach oben schrauben. Der Preis von unserer Motor-Getriebe-Kombination liegt bei 44.488 Euro. Der Testwagenpreis? Vermutlich um die 57.050 Euro!

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-9

Wie fährt sich das Fahrzeug?

Durch den 180 PS Diesel und vor allem auch durch die gut funktionierende 8-Gang Automatik fährt er sich wie ein normaler PKW: Die Lenkung ist leichtgängig und das Fahrwerk nicht gerade unkomfortabel.

Wenn man für einen kurzen Moment die Ladefläche vergisst und den Blick im Innenraum schweifen lässt, könnte man auch denken, dass man in einem luxuriösen SUV sitzt. Klimaanlage, Standheizung, Sitzheizung, Navigationssystem samt Rückfahrkamera – nichts muss man vermissen.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-8

Dass er natürlich auch abseits der Straßen eine gute Figur macht, steht außer Frage. Permanenter Allradantrieb, 23 cm Bodenfreiheit, Sperre an der Hinterachse, Unterfahrschutz. Durch die Blattfedern kommen ein paar härtere Stöße schon mal durch, aber nur durch die erhält der VW Amarok ja auch die hohe Zuladung.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-17

Was hat mich begeistert?

Neben der bulligen Optik? Das Fernlicht! Zieht man es, machen die Zusatzscheinwerfer die Nacht zum Tag! Aber Vorsicht! Andere Verkehrsteilnehmer werden geblendet, von daher sollte man hier mit Vorsicht und Rücksicht den Hebel ziehen.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-3

Was hat mich gestört?

Ich bin klein, mit einer Körpergröße von 1,75 muss ich in den VW Amarok hineinklettern und versaue mir an der Karosserie auch gerne mal die Anziehsachen, nun – so muss es wohl sein – im Pick up! Ansonsten hat mich nichts großartig gestört, aber ich persönlich habe für den VW Amarok keinen Anwendungsfall, ich scheide mit 2 Kindern und einem Hund bei der Zielgruppe aus.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-11

2015 Volkswagen Amarok 2.0 TDI Canyon als Familienwagen?

Ausreichend Platz für 4 Personen bietet er, allerdings möchte ich hier nur ungern die Kindersitze montieren bzw. die Kinder anschnallen. Als Zweit- oder Drittfahrzeug, bzw. wenn die Kinder etwas größer sind, kann ich mir den VW Amarok allerdings sehr gut vorstellen, vor allem wenn man Anhänger hat, die bewegt werden müssen.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-10

Mitbewerber gibt es natürlich auch, da wäre z.B. der Nissan Navara, der Mitsubishi L200 (den wir hier auch bald testen werden) und von Mercedes-Benz wird früher oder später auch ein Pick-up kommen. Ob der Platzhirsch dann zittern muss? Das wird die Zukunft zeigen.

2015-vw-amarok-canyon-tdi-jens-stratmann-fahrbericht-test-6

Tags:

Das könnte Sie auch interessieren: