Neuwagen der Woche: 2015 Seat Ibiza Connect!

Zugegeben, von außen sieht man von dem Seat Ibiza Facelift nicht ganz so viel, aber technisch betrachtet hat sich hier einiges getan. Gefahren bin ich das aktuelle Seat Ibiza Connect Sondermodell und wie der sich fährt, was er verspricht und was er hält? Das erfahrt ihr in diesem Seat Ibiza Fahrbericht.

Der Seat Ibiza zeigt sich nun seit dem Sommer in der zweiten Modellaufwertung. Das seit 2008 gebaute Fahrzeug wurde zum ersten Mal bereits im Jahr 2012 überarbeitet.

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Auf den ersten Blick erkennt man die neue Formgebung der Scheinwerfer, auf den zweiten Blick sieht man hier die LED-Tagfahrleuchten. Reine LED-Scheinwerfer gibt es allerdings noch nicht, im Seat Ibiza leuchten maximal die Xenon-Scheinwerfer den Weg aus.

Bewährte Technik, die gut funktioniert, zukunftsweisender wären die LED Scheinwerfer gewesen, die man z.B. auch im neuen VW Polo bestellen kann.

Wer nun gar nicht mehr viel lesen will, dem empfehle ich das R+V24 Drive-Check Video zum Seat Ibiza Connect:

Unter der Motorhaube von unserem Seat Ibiza Connect werkelt ein 3-Zylinder! Besser gesagt ein 1.0 Liter 3-Zylinder, ein Benziner, ein TSI mit 95 Pferdestärken. Der Motor ist gut für Tempo 187 km/h, der Standartsprint ist innerhalb von 10,4 Sekunden erledigt und dabei soll er laut NEFZ nur 4,2 Liter auf 100 km verbrauchen.

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Das Connect-Sondermodell rollt auf stylischen 16″ Felgen und hält damit die Verbindung zur Fahrbahn, doch das Wort „Connect“ deutet hier natürlich auf die Konnektivitäts- und Assistenzsysteme hin.

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War man früher beim Auto-Quartett noch der Held, wenn man möglichst viel Hubraum oder Pferdestärken hatte, so gewinnt man heute mit einer hohen Anzahl von Optionalitäten den Trumpf.

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Im Seat Ibiza sind neue Assistenzsysteme wie z.B. der Müdigkeitswarner, die Multikollisionsbremse oder aber die wirklich sehr scharfe Rückfahrkamera eingezogen. Meine Freundin meinte zwar, dass sie bei einem Kleinwagen keine Rückfahrkamera benötigt, war aber dennoch angetan von der Qualität des Bildes: „Da können sich manch größere Hersteller aber eine Scheibe von abschneiden!“ – ich stimme ihr zu. Im oben verlinkten Video sieht man das ganz gut.

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Eine Scheibe abschneiden können sich andere Hersteller aber auch was das Thema Haptik betrifft. Die Flächen im Innenraum, die man anfassen muss, fühlen sich gut an. Die Schalter sind ergonomisch angeordnet und das Bedienkonzept ist selbsterklärend. Das gilt auch für das Infotainmentsystem. Mir gefällt hier besonders, dass das Armaturenbrett inkl. Display dem Fahrer etwas zugewandt ist.

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Die Instrumente lassen sich gut ablesen, das Infotainmentsystem lässt sich via „Android Auto“, „Apple CarPlay“ oder „Mirror Link“ ganz einfach mit fast jedem Smartphone koppeln und per Touch bedienen.

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Beim Connect-Sondermodell ist das Multifunktions-Lenkrad ebenfalls verbaut, hier sind die Tasten gut angebracht und der Fahrer muss die Hände noch weniger vom Lenkrad nehmen.

Doch wie fährt er sich?

Für mich keine Überraschung: Gut!

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Den 3-Zylinder hört man zwar hin und wieder raus, aber die Leistung bringt er auf die Straße. Die 5-Gang Getriebe passt zum Motor, die Gangwechsel funktionieren gut. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt und zeigt sich auch bei höheren Kurvengeschwindigkeiten eher unbeeindruckt.

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Die Servolenkung arbeitet präzise und die Bremsen lassen sich ebenfalls fein dosieren. Vorne und hinten sind übrigens Scheibenbremsen verbaut. Das erwähne ich nun explizit, da es hier in der Klasse immer noch Fahrzeuge gibt, bei denen an der Hinterachse noch getrommelt wird. Alles über 75 PS bekommt beim Seat Ibiza Scheibenbremsen an der Vorder- sowie an der Hinterachse.

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Der Seat Ibiza ist 4,06 Meter lang und verfügt über einen Radstand von 2,46 Meter. Vorne können Erwachsene sitzen, hinten eher Kinder.

Vier großgewachsene Menschen werden wohl wenig Spaß im Seat Ibiza haben, ich sehe das Fahrzeug eher für 2 Personen, die hin und wieder mal weitere Passagiere mitnehmen. Das ist nicht einmal ein Kritikpunkt, denn das ist bei allen Fahrzeugen in der Klasse so.

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Zwei Kindersitze können hinten montiert werden, die Fensterheber verfügen über eine Automatik mit Einklemmschutz.

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Der Laderaum verfügt übrigens über 292 Liter. Das Ladevolumen kann man durch das Umlegen der Rücksitzbank auf bis zu 938 Liter vergrößern. Das Umklappen ist im Verhältnis 60:40 möglich und funktioniert ähnlich wie beim guten alten VW Golf 2:

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Sitzbank nach oben und dann nach vorne klappen, Hebel drücken und umlegen. Dafür erhält man dann auch fast eine ebene Ladefläche.

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Nett: Im Kofferraum gibt es neben der Beleuchtung auch noch ein kleines Netz und in dem Fall hier auch einen festen Stammplatz für Verbandskasten und Warndreieck. Unter dem Laderaum befindet sich ein Notrad. In unserem Fall spielt hier dank dem SEAT Sound System aber auch die Musik.

Wie würde ich mir den SEAT Ibiza konfigurieren?

Ich würde in der Tat derzeitig, durch den Preisvorteil, zum Connect Sondermodell greifen, es gibt auch noch eine 110 PS Version, allerdings würde mir die 95 PS Version für die Stadt vollkommen reichen.

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Als Connect-Sondermodell würde das Fahrzeug, mit der Motor-Getriebe-Kombination dann mindestens 17.690 € kosten. Ich würde mir noch für 400 Euro das Navi-System hinzubestellen, für 180 Euro das Soundpaket, für 200 Euro DAB+, für 270 Euro die Rückfahrkamera, für 360 Euro das Winterpaket mit der Sitzheizung und für 185 Euro die elektrischen Fensterheber für hinten.

Somit komme ich auf 19.285 Euro zzgl. Zulassung und Überführung. Klar, kein Schnäppchen, aber ein richtig guter Kleinwagen mit bewährter Technik, einem modernen Auftritt und einem guten Fahrverhalten.

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