Die Highlights der L.A. Autoshow 2015

Die LA AutoShow 2015 ist die letzte, richtig wichtige Auto-Messe des Jahres. Nun kommt in Deutschland eigentlich nur noch die Motorshow in Essen, doch die kann man natürlich nicht mit der LA AutoShow vergleichen, denn im sonnigen Kalifornien feierten über 30 Fahrzeuge ihre Weltpremiere, wir zeigen heute hier eine kleine Auswahl und geben ein paar erste Informationen.

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Starten wir direkt sportlich! Die Zuffenhausener stellten den Porsche Cayman GT4 Clubsport vor, also die Motorsport-Version vom Cayman.

Die Rennversion verfügt über ein angepasstes Sechsgang-Porsche-Doppelkupplungs-Getriebe und einer rennsportspezifischen mechanischen Hinterachs-Quersperre. Die Vorderachse ist eine Leihgabe vom Porsche 911 GT3 Cup, für die Verzögerung sind 380er Bremsscheiben verantwortlich. Das Antiblockiersystem des 1,3 Tonnen schweren Sportwagen, lässt sich in zwölf Stufen einstellen und auch das ESP ist für die Verwendung mit Slickreifen ausgelegt. Der Fahrer sitzt auf einem Rennschalensitz, gesichert durch einen 6-Punkt Gurt und wenn er mag, kann er über die Schaltwippen Eingriff in die Gangauswahl nehmen.

Geiles Geschoss, oder?

GLS 350 d 4MATIC (blue), GLS 63 4MATIC (white)

Mercedes-Benz stellte den Mercedes-Benz GLS vor, quasi die S-Klasse unter den SUV.

Luxuriös, mit viel Platz im Innenraum und vor allem auch mit dem neuen Infotainment-System. Der GLS ist auch groß genug, um nicht von den Amerikanern als „Kleinwagen“ belächelt zu werden, so ist es mir dort vor Ort nämlich mal mit einem BMW X6 passiert.

Damit sich in den Staaten auch keiner untermotorisiert vorkommt, gibt es den GLS natürlich auch in einer äußerst potenten AMG Version. Als Topmodell hat der Mercedes-AMG GLS 63 einen 585 PS starken V8 unter der Haube. Das maximale Drehmoment liegt bei 760 Nm.

Mercedes-Benz auf der Los Angeles Auto Show (LAAS) 2015 Mercedes-Benz at the Los Angeles Auto Show (LAAS) 2015

Neben dem GLS zeigte Mercedes-Benz auch das Facelift vom Mercedes-Benz SL.

Das Cabriolet bekam keinen neuen Namen, dafür aber mehr Leistung und eine neue Front. Die Nasenbär-Zeiten sind nun endlich vorbei und natürlich gibt es auch für den SL die potenten AMG Versionen. Der Mercedes-AMG SL 63 bringt 1.845 Kilogramm auf die Waage und lässt sich durch einen 585 PS starken V8 beschleunigen. Innerhalb von 4,1 Sekunden beschleunigt der 5,5 Liter V8 das Geschoss von 0 auf 100 km/h.

Eine sehr dekadente Art der Obdachlosigkeit, oder? Es darf noch etwas mehr sein? Kein Problem, dann nimmt man „einfach“ den 6.0 Liter V12! Der hat noch ein paar Pferde mehr unter der Haube und gibt maximal 1.000 Nm ab.

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Das Mercedes-Benz SL Cabriolet war natürlich nicht das einzige offene Fahrzeug in Los Angeles. Wir hatten hier ja bereits ausführlich über das Range Rover Evoque Cabrio geschrieben. Außerdem gab es auch noch das Chevrolet Camaro Cabrio.

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Das 2016 Chevrolet Camaro Cabrio profitiert von seiner steiferen und leichteren Struktur. Das Fahrzeuggewicht konnte um knapp 100 kg gesenkt werden, das Verdeck wurde verbessert und lässt sich nun auch während der Fahrt (bei langsamer Geschwindigkeit) öffnen und schließen.

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Ups, fast vergessen. Es gibt nun den VW Beetle Dune. Der Beetle bekommt einen „Offroad-Look“ verpasst, kann man mögen – muss man aber nicht. Ich muss mich outen: Ich mag das Design! Ich mag bei diesem Fahrzeug ausnahmsweise sogar die schwarzen Radlaufkanten.

Der VW Beetle Dune soll an die legendären Baja California Buggys erinnern. Er ist 10 mm höher gelegt, kommt mit 18″ Felgen und die Preise für das Coupé beginnen ab 23.625 Euro. Für das VW Beetle Dune Cabriolet muss man mindestens 27.800 Euro investieren.

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Machen wir direkt offen weiter: BMW zeigte das neue Mini Cabrio. Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue Fahrzeug ca. 10 Zentimeter länger und 4,4 Zentimeter breiter geworden. Etwas mehr Platz also für Passiere und Gepäck, der Laderraum misst nun 215 Liter. Die Preise starten ab 23.950 Euro, los geht es ab dem 05.03.2016 – also passend zur nächsten Cabrio-Saison!

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Über ein Fahrzeug muss man unbedingt reden, das ist der Fiat 124 Spider! Elf Jahre ist es her, da wurde der Fiat Barchetta eingestellt und nun kommt auf der Mazda MX5-Basis ein zweisitziges Roadster. Unter der Haube? Ein 1.4 Liter Turbo mit 140 PS. Der schreit doch förmlich nach einer Probefahrt, oder?

Audi zeigte den 605 PS starken Audi RS6 Performance und weil nicht jeder einen Kombi fahren möchte, gab es passenderweise auch noch den Audi RS7 Performance. Auch dieses Fahrzeug verfügt über 605 PS und beide kitzeln ein maximales Drehmoment von 750 Nm aus den Antrieben.

Auf der L.A. Autoshow gab es natürlich noch viele weitere Premieren, viele davon werden wir hier bei uns aber nie sehen. Von daher habe ich mich in dieser Übersicht bewusst um die Fahrzeuge gekümmert, bei denen die Chance sehr hoch sind, diese auch in Deutschland anzutreffen.

Wenn ihr mich fragt, dann waren das definitiv die Highlights der L.A. Autoshow 2015: Mercedes-Benz SL, Fiat 124 Spider, Porsche Cayman GT4 Clubsport.

In dieser Woche startet übrigens die oben angesprochene Motorshow in Essen, dort wird es auch den ein oder anderen Hersteller geben, der dort noch eine „kleine“ Premiere feiert. Wir sind live vor Ort und werden natürlich berichten.

Fotos: © Porsche, Mercedes, BMW, Audi, Fiat, Chevrolet, Volkswagen, Land Rover

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