Fahrbericht: Opel Corsa E – 1.4 Turbo – 150 PS!

Nach dem Opel Corsa E OPC, den wir euch hier im Drive-Blog bereits vorgestellt hatten, gibt es natürlich auch die zivilere Version. Doch auch unter die Motorhaube vom „normalen“ Opel Corsa E gibt es ausreichend Pferdestärken.

Bevor es zum Testbericht geht, könnt ihr euch hier schon einmal ein Video zum Opel Corsa anschauen:

Die Nomenklatur verrät es bereits, wir fahren nun die fünfte Generation vom Opel Corsa und der zeigt sich technisch überarbeitet und optisch betrachtet aufgehübscht. Das mag sicherlich auch an der Sonderausstattung liegen, denn unser Testfahrzeug verfügt über die sogenannte OPC-Line.

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Dennoch trägt der Opel Corsa E das sogenannte „Happy-Face“, blickt also freundlich rein und soll so natürlich die Kleinwagen-Fahrer-Herzen im Sturm erobern. Im Innenraum geht es aufgeräumt und optional sogar luxuriös zur Sache, da mangelt es weder an einer Sitz- noch an einer Lenkradheizung.

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Die verbauten Materialien sind hochwertig und die Instrumente gut ablesbar. Kleiner Kritikpunkt meinerseits: Das Infotainment-Display ist mir persönlich etwas zu tief angeordnet.

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Das Lenkrad lässt sich axial und vertikal verstellen und dank dem ebenfalls in der Höhe verstellbaren Fahrersitz habe ich schnell eine geeignete Sitzposition gefunden. Die Sitze sind bequem, komfortabel und machen auch bei längeren Fahrten keine Probleme. Der Seitenhalt ist ebenfalls ausgezeichnet.

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Den habe ich teilweise wirklich gebraucht, denn unter der Motorhaube von unserem Opel Corsa E schlummerte der 150 PS starke 1.4 Liter Turbo-Benziner, damit kann man schon etwas flotter durch die Kurven gehen.

Das Fahrwerk zeigt sich allerdings komfortabel abgestimmt und auch die Schaltwege vom manuellen 6-Gang Getriebe sind für die sportlich ambitionierte Fahrweise etwas zu lang. Die Bremsanlage scheint ausreichend groß dimensioniert und die Lenkung ist angenehm direkt.

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Beim Thema Verbrauch zeigt sich der 150 PS Corsa etwas durstiger, den NEFZ-Wert von 5,9 Liter Super auf 100 Kilometer habe ich um ca. 3 Liter überboten. Dank seinem maximalen Drehmoment von 220 Nm schafft er den Sprint von 0 auf 100 innerhalb von 8,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 207 km/h und er bietet einen entscheidenden Vorteil.

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Während man den Opel Corsa E OPC ausschließlich als Dreitürer bestellen kann, so kann man den neuen 1.4 Liter Turbo Benziner auch als Fünftürer bekommen. Die Basispreise liegen bei 17.380 bzw. 18.130 Euro.

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Auch wenn Opel immer wieder behauptet, dass der Opel Corsa E Platz für bis zu fünf Personen bietet, so sehe ich hier nur 4 Personen bequem sitzen, auf längeren Reisen sogar nur zwei. Die haben dann allerdings ausreichend Platz, auch für das Gepäck. Bis zu 1.120 Liter Stauraum stehen zur Verfügung.

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Wie gesagt, wir fuhren den Opel Corsa E in der Color Edition verbunden mit der OPC-Line. Das Fahrzeug unterscheidet sich in dem Fall durch veränderte Front- und Heckschürzen, durch in Wagenfarbe lackierte Seitenschweller und durch einen OPC-Line Dachspoiler. Die Außenspiegel und der Kühlergrill zeigen sich in Carbon-Optik und in den Radkästen drehen sich hier 17″ Felgen.

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Unter uns? Der 150 PS Corsa würde mir reichen, klar – er braucht Drehzahl!

Die 150 Pferde stehen erst bei 5.000 U/Min zur Verfügung und das maximale Drehmoment liegt im Bereich zwischen 3.000-4.500 U/Min an der Kurbelwelle an, aber für die Stadt oder für die Landstraße, da würde mir der flotte Flitzer durchaus reichen.

Mein Kritikpunkt wäre in der Tat das zu tief angeordnete Infotainment-Display, denn wenn man hier – über die optional zu kaufende BringGo-App – navigiert, dann muss man den Blick zu lange von der Straße nehmen. Ansonsten hat Opel hier einen richtig guten Job gemacht.

Nur wer ein Automatik-Getriebe haben will, der schaut in die Röhre, das gibt es nämlich nicht in der Leistungsklasse.

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Was schreiben andere Onliner über den neuen Opel Corsa E?

Holger Majchrzak: „Opel-Marketing Chef Martin Golka nennt den – übrigens 4,02 Meter kurzen – neuen Corsa E ein erwachsenes Auto, soll heißen, dass er schon ein wenig aus dem Kleinwagen-Segment herausragt. Wir sagen, dass der Wagen ein großer Schritt nach vorne ist und Opel sicher weitere Spitzenplätze im Verkauf sichern wird.“

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Camillo Pfeil:  „Der Opel Corsa E ist richtig erwachen geworden und bietet für seine Klasse ein ungewohnt großes Spektrum an Fahrerassistenzsystemen und Komfortmerkmalen. Und das alles für einen zielgruppengerechten Preis. Gut gemacht.“

Matthias Luft:  „Die zweite Option in Sachen Fahrerassistenz (Paket: 700 EUR) beinhaltet einen sehr gut funktionierenden Spurhalteassistent (kein aktiver Lenkeingriff), eine Verkehrszeichenerkennung (auch Überholgebote), einen Fernlichtassistent und einen Frontkollisionswarner. Letzterer warnt den Fahrer bei einem drohenden Aufprall im Gegensatz zum bisherigen System nicht nur akustisch, sondern gibt mit einer Reihe LEDs, die in die Frontscheibe projiziert werden, auch ein nicht übersehbares optisches Feedback.“

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Fabian Messner: „Vom Design her ist der Corsa E gegenüber dem Vorgänger vor allem im Innenraum nicht mehr wiederzuerkennen. Viele Knöpfe wurden durch das IntelliLink verdrängt, wer dieses nicht möchte bekommt immerhin serienmäßig ein einfaches Radio – dann auch wieder mit Knöpfen. IntelliLink selbst spricht immer besser auf die Berührungen an, allerdings bleibt das signifikante Problem der „Smartphone-Überhitzung“ bestehen. Genau wie im ADAM wird hier das GPS-Signal vom Smartphone genutzt, welches bei längerer Benutzung zu deutlich erhöhter Temperatur am Gerät führt.“

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