Technik-Museum Sinsheim

Gerne stelle ich Euch heute das Technik Museum Sinsheim vor. Die Weihnachtsferien bieten sich wunderbar für einen Besuch an!

Seit 1981 wird dort alles Mögliche ausgestellt, womit sich Menschen fortbewegen. Damit ist dies Museum das ältere Pendant des bereits vorgestellten Technik-Museum Speyer, beide haben das gleiche Konzept und decken unterschiedlichste Ansprüche ab – hier mein Bericht.

Vorab: Man nähert sich über die Autobahn und schon von weitem weiß man, das kann spannend werden – und tatsächlich, die bunte Mischung aus Flugzeugen, Booten, Motorrädern, Fahrrädern und Autos ist eindrucksvoll.

Meine Kinder liebten die begehbaren Flugzeuge, in der schräg aufgestellten Tupolev TU-144, der sowjetischen Konkurrenz zur Concorde, konnten sie sich einen Überschallflug gut vorstellen. Die etwas brüchige, abgewohnte und fragil wirkende Eleganz brachte mich bei der Idee, in diesem Geschoß dauerhaft mit mehr als 1.000km/h unterwegs zu sein, jedoch zu heftigstem Stirnrunzeln.

Die ebenfalls ausgestellte Concorde wirkte etwas vertrauenerweckender…

Es gibt eine Präsentation von altem Kriegsgerät, die auch meine StarWars etc. erprobten Söhne etwas beklommen machte; wir mögen das einfach nicht…

Aber keine Trübsal hier, nehmen wir es als Mahnung, oder pflichten wir zumindest teilweise Heraklit bei, dem der Krieg als Vater aller Dinge galt – im 19., 20. Jahrhundert hätte er ihn wahrscheinlich zum Antreiber der Technikgeschichte erklärt.

Zusammengefasst: Es ist sehr interessant, aber auch beängstigend.

Technik-Museum Sinsheim: Martialische-Szenen

Daher nun zu den erfreulicheren Dingen des Lebens. Hier folgen nämlich wieder mal meine Favoriten:

Die Lanz Traktoren wurden in Mannheim, nahe Sinsheim produziert. Könnte mir auch gut gefallen…

Technik-Museum Sinsheim: Lanz

Motorräder satt, satt, satt: Neben Horex, Ardie, Adler, NSU etc etc. werden auch einige seltenere Vögel gezeigt:

Namentlich Böhmerland Motorräder: Hier die dreisitzige Tourenausführung. Diese Motorräder aus Schönlind in Tschechien waren auch in den zwanziger Jahren bereits Exoten, aber hervorragend und stabil gebaut – so etwas wäre ein Scheunenfund nach meinem Geschmack.

Technik-Museum Sinsheim: Böhmerland Tourenmotorrad

Ebenfalls aus Tschechien eine ganz alte Vertreterin der motorisierten Zweiräder: Laurin & Klement

Technik-Museum Sinsheim: Laurin & Klement 1903

2 Stück der seltenen Mars vom Anfang der 20er Jahre

Technik-Museum Sinsheim: Mars

Und eine seltene Harley-Davidson J von 1928, wohl eine der besten Konstruktionen der legendären Firma

Technik-Museum Sinsheim: HD-J 1928

Bei den Autos kam ebenfalls jeder auf seine Kosten.

Die jungen Museums-Tester standen natürlich auf die schrill-bunten Straßenkreuzer.

Technik-Museum Sinsheim: Straßenkreuzer

Der Vater freute sich eines SS100, der auch umgeben von Bugattis keine schlechte Figur machte

Technik-Museum Sinsheim: JaguarSS 100

Außerdem an dem zweitältesten erhaltenen Audi (1913)

Technik-Museum Sinsheim: Audi 1913

und an einem edlen Mercedes Transformationscabriolet von Park-Ward

Technik-Museum Sinsheim: Mercesdes-Benz 1928

und weiter an einem der Porsche Jagdwagen. Hiermit hatte sich Porsche 1953 zur Ausrüstung der Bundeswehr beworben, bekam jedoch nicht den Zuschlag. So wurde nach einer kleinen Serie von 70 Stück die Produktion wieder eingestellt.

Technik-Museum Sinsheim: Porsche Jagdwagen 1957

Das Technik Museum Sinsheim war also mal wieder für alle ein Fest für die Sinne – eine Reise wert!

 

P.S.
Die Preise sind wie im Technik-Museum Speyer – wohl dem, der Mitglied des Fördervereins ist und so „freien“ Zugang genießt…

P.P.S.:
Lieber Leser, zum Jahreswechsel finden ja nicht nur die Oldtimer-Spendenaktionen statt, sondern auch die beiden Oldtimer-Quiz‘ von Prewarcar.Com und Postwarclassic.com.

Zu gewinnen gibt es hier – neben tieferen Kenntnissen über die Geschichte der Schafschur, ganz früher Düsenflugzeuge etc. – Freude beim Miträtseln zum Thema wichtiges Oldie-Wissen und die weltberühmten T-Shirts…. Good Luck!

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