Die Drive-Checks des Jahres 2015 und der Opel Karl!

Mein letzter Beitrag im Jahre 2015 und somit a) eine gute Gelegenheit auch mal Danke zu sagen, b) eine noch bessere Gelegenheit einmal zurück zu blicken und c) die beste Gelegenheit euch einen guten Rutsch zu wünschen.

In diesem Beitrag schauen wir auf die Drive-Checks, bzw. auf eure beliebtesten Videos in unserem YouTube-Kanal und dann stelle ich euch auch noch (m)ein Highlight 2015 vor.

Dieser Beitrag wird heute etwas persönlicher als sonst, ich hoffe das ist okay, ich erzähle auch etwas über mich bzw. von den Fahrveranstaltungen.

In unserem YouTube Kanal findet ihr neben weiteren nützlichen Videos auch die sogenannten Drive-Checks. In den Videos stelle ich euch Neuwagen vor, gebe eine erste Einschätzung ab und ihr seht das Fahrzeug nicht nur statisch, sondern auch bewegt.

In der Regel entstehen diese Videos bei internationalen oder nationalen Fahrveranstaltungen, sprich man ist in der Zeit stark limitiert, doch was hat euch 2015 am besten gefallen, was wurde 2015 am meisten angeklickt?

Sieben auf einem Streich? Erst seit 2 Monaten online und schon auf dem siebten Platz: Der neue Opel Astra K, direkt hinter dem Skoda Superb als Combi. Auf Platz fünf ist der Audi TT als Roadster, mit dem ging es damals über die wunderschönen Straßen von Mallorca.

Auf dem vierten Platz landete der Nissan Qashqai. Unbestritten ein richtig guter Wagen zu einem sehr guten Preis-Leistungs Verhältnis. Wir waren damals relativ schnell online, von daher wundert mich auch nicht, dass der Qashqai sich so gut platziert hat.

Das Video ist inzwischen auch schon fast zwei Jahre alt und damals hatten wir noch eine weibliche Sprecherin. Inzwischen spreche ich die Texte selber ein, ob das wirklich besser klingt, könnt ihr nun selbst beurteilen.

Platz drei für den Audi RS3. Erst mit dem RS3 durch das Hinterland, ein paar Kurven räubern, anschließend auf die Rennstrecke. Das war eine tolle Fahrveranstaltung, an die ich auch noch gerne zurückdenke.

Der Fünfzylinder ist unbestritten ein 1A Motor, von der Kraftentfaltung und natürlich auch vom Klang. Schade, dass er zu einer aussterbenden Rasse gehört:

Auf dem zweiten Platz rangiert die neue Mercedes-Benz B-Klasse und das macht mich wirklich stolz, denn da habe ich mich dazu entschlossen, mal etwas auszuprobieren:

Viele andere Meinungen und Stimmen vor die Kamera, von Mercedes-Benz, von der Presse, von anderen Onlinern. Daraus wurde ein Video, welches über 20 Minuten lang wurde.

Unter uns: Es waren mal Videoclips zwischen 90 und 180 Sekunden im Gespräch für den Drive-Check. Spätestens nach den ersten Clips ist diese Barriere aber gefallen und ich darf selbst entscheiden, wie lang ein Video wird.

Bei der B-Klasse habe ich mich scheinbar richtig entschieden und ich verspreche: 2016 werden ähnliche Videos folgen:

…für mich überraschend, aber vollkommen okay: Auf dem ersten Platz rangiert der VW Polo GTI. Die Fahrveranstaltung war wirklich klasse, wir hatten eine Rennstrecke, konnten auf der Rennstrecke drehen und fotografieren.

Ich bewege im öffentlichen Straßenverkehr nie ein Auto im Grenzbereich, auf einer Rennstrecke hingegen kann man sich und das Fahrzeug dann schon eher mal ausprobieren, denn da gibt es keinen Gegenverkehr und in der Regel auch Auslaufzonen.

Lustige Anekdote zur Fahrveranstaltung: Wir waren via Funk mit den anderen TV-Teams in Kontakt, das funktioniert im Normalfall super und so hat jedes Team auf der Rennstrecke seine Bereiche. Blöd ist nur, wenn ein Team dreht – das Funkgerät nicht mitgenommen hat – und es einen Wechsel der Drehorte gibt.

So kann es dann sein, dass man einmal komplett den Dreh durcheinander bringt, nämlich dann, wenn man auf einmal fast mit einem entgegenkommenden Polo zusammenstößt. Nun, wir machen das ja schon ein paar Jahre und am Ende ist natürlich immer alles gut gegangen, eine Schrecksekunde war das trotzdem, denn mit entgegenkommenden Fahrzeugen rechnet man auf einer Rennstrecke – auf der man die Ideallinie nur ungern verlässt – natürlich nicht.

Ansonsten laufen die Fahrveranstaltungen, in der Regel, immer gleich ab. Man kommt an einem bestimmten Ort an, übernimmt das Fahrzeug, sammelt ein paar Fahreindrücke, bekommt bei einer Pressekonferenz noch ein paar Key-Features mit auf dem Weg, fährt erneut und erstellt während der Fahrten sein Foto bzw. Filmmaterial.

Ist die Zeit zu knapp nutze ich sogenanntes Footage-Material, welches ich entweder von Kollegen oder von den Herstellern bekomme, um meine Beiträge damit lebhafter zu machen.

Anschließend gibt es entweder eine Post-Night in einem Hotel oder man tritt den Rückweg an. Fahrveranstaltungen dauern zwischen einem und drei Tagen, je mehr Zeit, desto besser für mich, aber es gibt natürlich da auch andere Präferenzen in der Automobil-Presse-Welt, man munkelt, dass es da sogar Event-Hopper gibt, die gleich mehrere Fahrveranstaltungen an einem Wochenende, ach was sage ich an einem Tag schaffen.

Das will ich gar nicht, ich will mir die Zeit nehmen für das Auto und das bin ich euch auch schuldig, denn ich möchte euch meinen Eindruck von dem Auto vermitteln und nicht das, was mir vorgesetzt wird, bzw. was ich vom Hörensagen kenne.

Mein automobiles Highlight 2016 war der Mercedes-Benz C63 als Coupé, jedoch muss ich so ehrlich sein, dass ich mir den nicht leisten kann.

Dennoch, träumen ist ja erlaubt und ich bin immerhin in der glücklichen Situation, dass ich solche Fahrzeuge fahren darf. Damit habe ich natürlich einen Traumjob, gar keine Frage.

Ich sehe meinen Beruf eher als Berufung an, denn ich kann mir gar nichts anderes vorstellen und ich hoffe, dass man dieses zwischendurch auch mal in meinen Fahrberichten / Videos spürt – hier ist also mein Video zum Mercedes-Benz C63 Coupé:

Kommen wir nun zum Opel Karl, den hatte ich euch im Drive-Blog bereits vorgestellt und der erste Eindruck hat sich nicht bewahrheitet:

Nach knapp 10 Tagen Probefahrt und über 1100 gefahrenen Kilometern darf ich bestätigen: Der Opel Karl ist ein richtig gutes Auto, vor allem für den Preis.

Im Video seht ihr ein paar Kritikpunkte, weitere wären dann noch die fehlende Innenraumbeleuchtung hinten, die fehlenden Griffe hinten und die mangelnden Ablageflächen hinten, aber ansonsten? Ein richtig gutes Auto!

Was ich natürlich nicht beurteilen kann ist die Wertentwicklung, aber auf den ersten Blick hat Opel hier in Fernost gute Materialien verbaut, auch auf Bestandsbauteile gesetzt, somit kann ich mir nicht vorstellen, dass der Opel Karl in den nächsten Jahren zum Mängel-Riesen wächst.

Opel-Karl-Test-Fahrbericht-Meinung-Kritik-Jens-Stratmann-16

Preislich startet er bei 9.500 Euro, für 15.000 Euro bekommt man einen Opel Karl mit Vollausstattung und der bietet dann mit Sitzheizung, Lenkradheizung, Schiebedach und großartigem Infotainmentsystem wahrlich mehr als man in der Regel benötigt.

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So, das war es für das Jahr 2015, wir lesen uns 2016 wieder.

Direkt zu Anfang aus Las Vegas von der CES 2016, anschließend aus Detroit von der NAIAS, denn da stehen auch wieder viele interessante Fahrzeuge und ich habe auch für die kommenden Wochen und Monate spannende Geschichten geplant.

Jetzt wo ich ja ungefähr weiß, was euch gefällt, werde ich das Angebot natürlich darauf auslegen. Also, kommt gut rein in das Jahr 2016, ich wünsche euch viel Gesundheit und immer eine Handvoll Reifen zwischem dem Auto und der Fahrbahn, euer Jens.

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