Das zeigen die Automobil-Hersteller auf der CES 2016 – Teil 2

Heute nehmen wir uns aber nicht nur, wie im ersten Beitrag, die Automobil-Hersteller, sondern auch die Zulieferer vor. Die zeigen nämlich auch auf der CES 2016 wie es im Auto in der Zukunft aussehen könnte.

Audi

Cockpit

Auf der CES demonstriert Audi ein AMOLED-Display (AMOLED = active-matrix organic light-emitting diode) mit integrierter haptischer Rückmeldung, dazu gibt es noch Touch-Gesten, eine intelligente Vernetzung von Smartphone und Auto und auch eine Gestensteuerung.

Man kann nun z.B. durch einen einfachen Fingerwisch Inhalte vom Smartphone auf das Display schieben. Auch von dem Infotainment-Display auf die Instrumenten-Anzeige funktioniert das. Beindruckende neue Welt und das curved-Display sieht dabei auch noch fantastisch aus.

Mein persönliches Highlight waren aber die neuen OLED-Rückleuchten, die so demnächst beim Audi TT RS in Serie gehen werden, ups – darüber durften wir natürlich noch gar nichts erfahren.

Audi arbeitet übrigens auch noch an einem neuen Laser-Scheinwerfer. Der kann über 480 Millionen Bildpunkte erstellen, damit könnte man z.B. ein Autobahn-Baustellen-Licht erzeugen, welches die Breite vom Fahrzeug anzeigen könnte.

Ideen sind in Ingolstadt vorhanden, gute Leute auch – da brauchen wir uns um die Zukunft keine Sorgen zu machen.

Scott Keogh, President Audi of America.

Neben zahlreichen Serienfahrzeugen steht auf der CES 2016 auch die Konzeptstudie Audi e-tron quattro concept. Ein rein elektrisch angetriebener Sport-SUV mit bis zu 370 kW Gesamtleistung.

Die 95 kWh-Batterie soll mehr als 500 Kilometer Reichweite erreichen und ich könnte mir vorstellen, dass Audi in Detroit noch eine ganz ähnliche Studie präsentieren wird, denn man munkelt, dass wir hier ein zukünftiges Serienmodell sehen werden, welches 2018 auf den Markt kommt. Der Audi Q6!

Bosch

Das Internet soll das Fahren effizienter und sicherer machen, das behauptet Bosch und stellt auf der CES 2016 zahlreiche vernetzte Funktionen vor. Bosch arbeitet vor allem daran, dass der Autofahrer möglichst wenig von seiner eigentlichen Fahraufgabe abgelenkt wird.

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Dafür wurden sie auch ausgezeichnet, denn Bosch stellt ebenfalls einen Touchscreen mit haptischen Feedback aus und ich konnte mich selbst davon überzeugen wie gut das wirklich funktioniert. Man hat tatsächich das Gefühl, dass man richtige Tasten drückt und man kann diese auch noch erfühlen.

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Der Zulieferer zeigt auf der CES in Las Vegas zudem eine Vorschau auf das automatisierte Fahren und natürlich schauen wir in der Zukunft ausschließlich auf Displays.

BMW

BMW i Vision Future Interaction! Kurz? Der BMW i8 Spyder. Dieser zeigt die wichtigesten Fahrerinformationen über ein Head-Up-Display, über das Kombiinstrument mit 3D-Anzeige und über ein 21″ großes Panorama-Display an.

Wie bei fast allen Studien gibt es nun Kameras anstatt Rückspiegel. Ziel? Den toten Winkel eliminieren!

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Delphi

Kommunikation und Vernetzung sind grundliegende Bausteine bei der Weiterentwicklung des automatisierten Fahrens. So sieht es der Zulieferer Delphi und der möchte das autonome Fahren gleich auf mehrere Arten nach vorne treiben.

Im Jahr 2017 soll es im Cadillac CTS bereits eine Komplettlösung geben, wir dürfen also gespannt sein, denn Delphi arbeitet auch an Nachrüstlöstungen für die Fahrzeugvernetzung.

Weitere Highlights? Wie wäre es mit einem berührungslosen Cockpit? Durch Infratot-Kameras wird das Blickfeld vom Fahrer aufgenommen, es gibt eine Gesten- und Sprachsteuerung. Ich bin gespannt was wir davon bald in Serie erleben werden.

Wohin geht der Blick des Fahrers? Die Kamera registriert die Blicke. Für das Messepublikum hat Delphi die Kamera-Technologie vor dem Demo-Fahrzeug auf einem Bildschirm sichtbar gemacht. Kameras erfassen nicht nur die Blickrichtung, sondern können auch Gesten erkennen. Diese und weitere Technologien eröffnen völlig neue Möglichkeiten ein Auto zu steuern. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/52999 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Delphi Deutschland GmbH"

Kia

Andere Hersteller geben derzeitig den Takt an, vor dem Jahre 2030 sehen die Koreaner bei KIA keine Chance für selbstständig fahrende eigene Fahrzeuge. Aus dem Grund steht das Label „Drive Wise“ auch nicht nur für das vollständig autonome Fahren, sondern eher für die eigene automobile Zukunft von KIA.

Der Fokus liegt bei der Entwicklung auf der Entlastung des Fahrers, z.B. durch diverse Assistenten. Dennoch, für den autonom fahrenden Kia Soul hat KIA nun auch ein passendes Kennzeichen bekommen und darf das Fahrzeug im realen Verkehr in den USA testen.

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Mercedes-Benz

Ein Kennzeichen für die autonome E-Klasse hat Mercedes-Benz auch bekommen. Die neue Mercedes-Benz E-Klasse ist sogar das erste Serienfahrzeug weltweit, welches das Kennzeichen für autonomes Fahren im US-Bundesstaat Nevada erhalten hat. Denn sonst sind es nur Versuchsfahrzeuge, die mit solchen Kennzeichen unterwegs sind, doch es gibt noch mehr spannende Dinge zu berichten: Auf dem Stand können sich die Besucher derzeitig von den neuen Displays der E-Klasse überzeugen. Doch auch bei Mercedes-Benz arbeitet man bereits an der Zukunft.

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Prof. Dr. Thomas Weber (Vorstand für Forschung und Entwicklung) hielt bei einem Medien-Frühstück im Rahmen der CES 2016 eine kleine Rede, er sprach über die sportlichen Erfolge von Mercedes-Benz im Rennsport, über die neue E-Klasse und dann überraschte er mit einem kleinen Nebensatz, der allerdings viel Gewicht hat:

Mercedes-Benz wird im Jahr 2017 auf der Basis vom Mercedes-Benz GLC ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle auf den Markt bringen. Nicht als Studie, nicht als Concept sondern als Serienfahrzeug.

Rinspeed

Frank M. Rinderknecht steckt hinter Rinspeed. Ein Unternehmen, welches seit Jahren durch visionäre Studien im Gespräch ist.

Heute im Gespräch? Der Rinspeed Etos: Der Hybrid-Sportwagen, kann alleine fahren, aus dem Grund zieht sich das Lenkrad auch einfach zurück und bietet dem Fahrer dann mehr Platz.

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Im Innenraum wartet ein zentrales Bedienfeld, welches aus zwei 21,5-Zoll Ultra-HD-Breitbild-Monitoren besteht. Sie lassen sich, je nach Wunsch, verschieben und verbinden das Fahrzeug mit der Außenwelt. Schließlich überwachen acht HD-Kameras das Fahrzeugumfeld und wem das noch nicht reicht, der lässt einfach die mitgeführte Drohne aufsteigen. Schöne neue Welt?

Nächster Stopp: North American International Auto Show

Von der CES 2016 geht es für mich nun (fast direkt) nach Detroit zur NAIAS 2016. Dort gibt es  z.B. die neue Mercedes-Benz E-Klasse zu sehen, den neuen Mercedes-Benz SLK, den BMW M2 und viele weitere interessante Modelle.

Ich mache mich im kalten Detroit also auf die Beine und schaue mir die Automobile des Jahres 2016 an, denn während man auf der CES stets immer etwas in die Zukunft schaut, erfährt man auf der NAIAS was der Automobilhersteller nun auch in Serie baut.

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