Die Serienfahrzeuge von der NAIAS 2016 – Teil 2

Im letzten NAIAS Beitrag hatten wir euch den neuen Audi A4 Allroad, den neuen BMW M2 und die neue Mercedes-Benz E-Klasse vorgestellt. Nachfolgende Fahrzeuge feierten auf der Autoshow in Detroit ebenfalls die Weltpremiere:

Mercedes-Benz SLC

Wenn wir das smart Cabriolet mal außen vor lassen, dann ist der neue Mercedes-Benz SLC das Einsteiger-Cabrio der Schwaben. Mit seinem neuen Namen, denn aus SLK wurde nun SLC, soll die Familienzugehörigkeit zur C-Klasse ausgedrückt werden.

Der SLC bekam also einen neuen Namen, ein leichtes Facelift und eine angepasste Motorenpalette. Weiterhin bietet der kompakte Roadster viel Luxus, Platz für zwei Passagiere und etwas Gepäck.

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In Detroit hätte man sich sicherlich über die Nackenheizung Airscarf gefreut, doch dank Klapp-Dach (mit Glasdach) und Sitzheizung kann man mit dem SLC durchaus auch durch kältere Gegenden fahren ohne dabei zu frieren.

Verbesserung: Das Dach lässt sich nun bis 40 km/h öffnen oder schließen.

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Ist das Dach geschlossen, dann bietet der SLC immerhin 335 Liter Stauvolumen. 

Etwas kleiner, nämlich vom Hubraum, werden nun die Motoren: Den 5,5 Liter von AMG gibt es nicht mehr, bei einem 3,0 Liter V6 Biturbo ist Schluss mit lustig.

Der SLC 43 ist somit derzeitig die Sperrspitze, mit 367 Pferdestärken muss man sich aber garantiert nicht schämen. Die anderen Motoren haben allesamt vier Zylinder und verfügen über Hubräume von 1,6 Litern (SLC 180) bis 2,1 Litern (SLC 250d). Die Leistungsrange liegt zwischen 156 und 245 PS.

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Unter der Haube gibt es also neue Aggregate, ansonsten sind es behutsame Retuschen geblieben. An der Front gibt es den Diamantgrill, veränderte Scheinwerfer und Rückleuchten runden das Bild ab.

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Die Preise? Die starten ab 34.926 Euro und für den teuersten SLC, das ist dann natürlich der SLC 43 muss man mindestens 59.886 Euro investieren. Dafür beschleunigt dieser allerdings dann auch innerhalb von 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und soll Tempo 250 spielend schaffen.

Porsche 911 Turbo

Machen wir direkt sportlich weiter, denn auch Porsche hat dem 911 ein Facelift verpasst und gleichzeitig auch die Motorleistung angepasst. Der Porsche 911 Turbo und 911 Turbo S bieten nun 20 PS mehr Leistung, bekamen ein nachgeschärftes Design und eine verbesserte Ausstattung.

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Fangen wir mit dem Motor an: 3,8 Liter 6-Zylinder mit BiTurbo-Aufladung. Der Porsche 911 Turbo startet mit 540 PS, gönnt man sich den Porsche 911 Turbo S, stehen wahnsinnige 580 PS im Leistungsbericht.

Schnell noch ein paar Autoquartett-Werte: Von 0 auf 100 km/h geht es im besten Fall, dank PDK und Launch Control innerhalb von 2,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 330 km/h.

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Kommen wir zu den optischen und technischen Veränderungen: Im Innenraum fällt direkt das neue 360 mm Lenkrad auf, daran befindet sich ein Drehschalter für die Fahrmodi. Drückt man den Knopf in der Mitte, dann hat man temporär, genau gesagt für 20 Sekunden, ein geschärftes System.

Ideal z.B. für Überholvorgänge, denn in dem Fall steht das bestmögliche Ansprechverhalten zur Verfügung.

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Bei der Optik haben die Zuffenhausener nur etwas gefeilt. Neue Gitter in der Stoßstange, neue LED Leuchten (Doppelsteg), neue Türgriffe, neue Rückleuchten und neue Felgen.

Im Innenraum werkelt nun das neue PCM (Infotainment-System), welches mit Apple CarPlay ausgestattet wurde und auch über eine Online-Navigation verfügt.

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Ich kann nicht objektiv bleiben, der Porsche 911 ist und bleibt eine Ikone und ein Traumwagen. Zeit also, um ein paar Traumblasen zerplatzen zu lassen. Das Vergnügen startet bei 174.669 Euro für den Turbo, die stärkere Variante rollt ab 202.872 Euro vom Band und wer lieber ein Cabrio haben möchte, der darf hier noch knapp 13.000 Euro hinzuaddieren.

Volvo S90

Der von uns bereits getestete – und für gut befundene – Volvo XC90 wurde auf der NAIAS zum Truck of the Year gewählt. Volvo feierte dies bei einer weiteren Weltpremiere, denn der Volvo S90 wurde im Land der Pick-Ups und SUVs enthüllt, kein Wunder sind Limousinen in den USA doch auch sehr begehrt.

Als Antrieb kommt z.B. ein T8 Twin Engine Plug-in Hybrid unter die Haube. Bis zu 410 PS bei einem NEFZ-Verbrauch von 1,9 Liter. Weitere Motoren werden natürlich folgen, los geht es ab November 2016 und wir freuen uns nicht nur auf die Limousine, sondern auch auf den Kombi, der dann Volvo V90 heißen dürfte. Alle Modelle basieren auf der gleichen Plattform und die möchte mit viel Sicherheit punkten.

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Gemeint ist das IntelliSafe Assist System: Das Paket stellt verschiedene Assistenzsysteme zusammen, die das Fahren nicht nur angenehmer, sondern auch sicherer machen sollen.

Dazu zählt der adaptive Tempomat mit Distanzwarner ebenso wie der halb-autonome Fahrassistent „Pilot Assist“. Dieser hält den Volvo S90 bei Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h mit sanften Lenkeingriffen in der Spur. Dafür braucht der Volvo S90 kein vorausfahrendes Fahrzeug. Der Volvo erkennt, sicherlich in Schweden nicht ganz unerheblich, nun auch Tiere und kann vorwarnen bzw. auch eine autonome Bremsung einleiten.

In Sachen Konnektivität soll er auch ganz groß sein, wir freuen uns auf die erste Probefahrt.

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Probefahren werden wir demnächst übrigens den BMW M2 und auch auf einen Fahrbericht vom neuen Porsche 911 Turbo S können sich unsere Leser freuen. Im nächsten Beitrag werden wir allerdings noch ein paar Exoten von der NAIAS 2016 zeigen, die wir so vermutlich eher selten auf unserer Straße sehen werden.

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