NAIAS 2016 Exoten

Letzter Teil der NAIAS 2016 Berichterstattung, nach den Visionen 2016 und den Serienfahrzeugen, die wir bald in Deutschland erwarten (Teil 1 / Teil 2), kommen wir nun zu ein paar Exoten. Einige werden (leider?) nie den Sprung über den großen Teich schaffen, andere werden wir aber vermutlich wiedersehen. Bei einigen bin ich froh, dass diese Monster auf Rädern nicht die Straßen und Parkhäuser versperren und bei anderen bin ich schon fast traurig, würden sie doch auch unser Straßenbild verschönern.

Darf ich vorstellen: Die NAIAS 2016 Exoten:

Lexus LC 500

In den USA gibt es viele „unvernünftige“ Fahrzeuge zu sehen, dazu gehört sicherlich auch der Lexus LC 500. Aber macht es nicht manchmal Spaß, das Engelchen von der Schulter zu werfen und dem Teufelchen zu folgen, wenn der einem „Gib Gas!“ ins Ohr flüstert? Gas geben können wird man mit dem Lexus LC 500.

NAIAS 2016 Exoten: Lexus LC 500

Unter der Haube ein 5,0 Liter – haltet euch fest – Saug-Motor! Die Kraft geht über eine 10-Gang Automatik auf die Hinterachse. 527 Nm bzw. 437 Pferdestärken lassen das Geschoss innerhalb von 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h schnellen.

NAIAS 2016 Exoten: Lexus LC 500

In Deutschland wird man das Fahrzeug vor 2017 wohl nicht auf der Straße sehen; Preise und weitere Werte gibt es derzeitig noch nicht. Ihr wollt einen Lexus-Fahrbericht? Damit können wir hier natürlich dienen, wie wäre es mit dem aktuellen Lexus GS-F?

NAIAS 2016 Exoten: Lexus LC 500

Infiniti Q60

Der zweitürige Infiniti Q60 ist der Nachfolger vom G37 Coupé. Als Einstiegsmotor kommt der, inzwischen schon bekannte, 2.0 Liter 4-Zylinder Turbo-Benziner mit 211 PS.

NAIAS 2016 Exoten: Infiniti Q60

Die Kraft geht über die Hinterräder auf die Straße. Es darf etwas mehr sein? Da gäbe es dann noch einen 3.0 Liter V6 Benziner, der dank Turbo-Aufladung 405 PS realisiert und dank Allradantrieb keinerlei Traktionsprobleme haben dürfte.

Es gibt bis dato weder Angaben zu weiteren Fahrleistungen noch zu den Preisen und auch dieses Fahrzeug sehe ich nicht vor 2017 auf unseren Straßen.

NAIAS 2016 Exoten: Infiniti Q60

Dodge Viper

Schon fast eine Verabschiedung, denn eigentlich ist das Fahrzeug schon angezählt und wird wohl bald nicht mehr in Handarbeit gebaut.

Unter der Haube? Ein 8,4 Liter V10! 645 Pferdestärken! Schon im Stand ein Geschoss!

NAIAS 2016 Exoten: Dodge Viper

Nissan Titan Warrior Concept

NAIAS 2016 Exoten: Nissan Titan Warrior Concept

Wahnsinn! 8 cm höher, 7,6 cm breiter als der „normale Nissan Titan“, wenn man denn Pickups überhaupt noch normal nennen möchte. Riesige Räder, riesiges Auto und ein Gesicht, welches jederzeit gegen den Terminator antreten könnte, das ist das Nissan Titan Warrior Concept.

NAIAS 2016 Exoten: Nissan Titan Warrior Concept

Unter der Haube? Nun, ein V8 wird es schon sein, die Leistung liegt im höheren dreistelligen Bereich. Auch auf Nachfrage hat man es uns nicht verraten, denn der Warrior soll einfach nur mal zeigen, was so geht.

NAIAS 2016 Exoten: Nissan Titan Warrior Concept

Wusstet ihr eigentlich, dass es zukünftig ein Mercedes-Benz Pickup auf Nissan-Basis geben wird? Ich schätze, dass dieses Fahrzeug dann mit dem Nissan Titan Warrior Concept nicht mehr viel zu tun hat.

Auf der einen Seite vernünftig, auf der anderen Seite doch richtig schade. In den USA könnte es ein Hit werden, Ford hat den Ford Raptor und Dodge zeigt auch ganz klar mit dem Dodge RAM Rebell, dass es für solche Fahrzeuge eine exklusive Zielgruppe gibt.

NAIAS 2016 Exoten: Nissan Titan Warrior Concept

Ford Mondeo Facelift

Auf der NAIAS zeigte Ford den neuen Ford Fusion. Was in den USA als Fusion verkauft wird, ist bei uns als Ford Mondeo bekannt. Diejenigen die sich gerade ein aktuelles Modell gekauft haben, müssen allerdings nicht traurig sein.

NAIAS 2016 Exoten: Ford Mondeo Facelift

Fällt das Facelift doch eher nur auf den zweiten Blick auf. Was mich begeistert hat, ist allerdings die technische Integrierung von Apple CarPlay in das SYNC 3 Infotainment-System. Als (leider fast) rühmliche Ausnahme belegt Ford auch physische Tasten mit CarPlay Dienstleistungen wie Navigation oder Telefon und natürlich bekommt auch Siri eine eigene Taste.

NAIAS 2016 Exoten: Ford Mondeo Facelift

Noch weniger Ablenkung von der eigentlichen Fahraufgabe, das führt zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr und da stehe ich einfach drauf.

Chevrolet Bolt

Der Chevrolet Bolt wird auch nach Deutschland kommen, da bin ich mir ziemlich sicher. Das 1,6 Tonnen schwere Elektrofahrzeug, verfügt über 200 Pferdestärken bzw. über ein Drehmoment von 360 Nm. Damit ist der Sprint von 0 auf 100 km/h innerhalb von 7 Sekunden erledigt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt, zugunsten der Reichweite von maximal 320 km, bei 145 km/h.

Die Fahrwerte überzeugen also schon einmal auf dem Datenblatt und auch der Preis könnte interessant werden. Man munkelt, dass er in den USA für ca. 30.000$ aus dem Showroom rollen könnte, damit wird das Thema Elektromobilität im Kleinwagensegment auch noch mal richtig spannend.

NAIAS 2016 Exoten: Chevrolet Bolt

Bei den Batterien sind es 96 Lithium-Ionen Blöcke bestehend aus insgesamt 288 Zellen. Alleine dieser Akku wiegt 435 Kilogramm und bringt es auf eine Kapazität von 60 kWh. Hat man Starkstrom zur Verfügung, dann soll eine 80%-Ladung innerhalb von einer Stunde erledigt sein, am normalen Stromnetz muss der Chevrolet Bolt aber schon eine ganze Nacht an der Steckdose hängen.

Das wäre – zum jetzigen Zeitpunkt – der einzige Kritikpunkt, den ich auf den ersten Blick finde, denn optisch finde ich dieses Elektrofahrzeug richtig gelungen, da es nicht gewollt „ökologisch korrekt“ bzw. „einfach anders“ aussieht so wie BMW i3 oder Nissan Leaf.

Ausblick 2016

Zu Silvester nimmt man sich ja immer etwas „Gutes“ vor, ich wollte in diesem Jahr mehr Sport wagen. Nun, hat fast geklappt, Sportwagen sind es geworden.

In den kommenden Wochen geht es also richtig sportlich zur Sache hier im drive Blog. Freut euch auf einen Fahrbericht zum neuen Porsche 911 Turbo S und zum Aston Martin, geländegängiger werden wir mit dem neuen VW Tiguan, oder aber auch mit der kultigen Mercedes-Benz G-Klasse (als G63 AMG), mit dem es durch die Wüste und durch den Schnee ging. Es bleibt also spannend, versprochen.

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