Aston Martin Vantage GT Roadster Fahrbericht

Mit dem Aston Martin Vantage GT Roadster durch Hollywood. Ein etwas anderer Fahrbericht!

Mit meinen grauen Haaren fühle ich mich wie eine Mischung aus Richard Gere und George Clooney, allerdings nur bei der Haarfarbe. Inzwischen ist ein ordentlicher Bauch vorhanden, aber das steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. In dem einem Moment, da fühlte ich mich als Star. Vor allem als ich in einem sündhaft teurem Roadster über den Rodeo-Drive in Beverly Hills flanieren durfte.

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Unter der Motorhaube versteckt sich ein 4,7 Liter V8 mit einer maximalen Leistung von 436 PS und egal wie mein Gasfuß auch juckt, ich habe das Gaspedal nur ganz sachte gestreichelt. Zum einen, muss man mit so einem Fahrzeug nicht schnell fahren, um aufzufallen und zum anderen, wollte ich mich – aus guten Gründen – definitiv an die Höchstgeschwindigkeiten in den USA halten.

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Nach nur 4,6 Sekunden wäre ich vermutlich im Knast gewesen und hätte ich es auch nur einmal gewagt, die Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h auszufahren, ich wäre vermutlich nie wieder rausgekommen.

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Der in Alloro Grün lackierte und durch gelbe Design-Elemente veredelte Aston Martin Vantage GT Roadster fällt auf. Sogar in einer Stadt wie Los Angeles, besser gesagt in einem Gebiet der Reichen und Schönen. In Beverly Hills!

Vom Rodeo-Drive ging es zum Santa Monica Pier, vorher noch vorbei am legendären Beverly Hills Schriftzug und ich habe die Ausfahrt genossen. Der lauwarme Wind, die wärmende Sonne von oben und das Gefühl, kein Allerwelts-Auto zu fahren.

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Ein paar Paparazzis erhofften sich wohl ein paar Kröten, denn sie lichteten Reiter und Ross bei der Probefahrt ebenfalls ab. Tja, Pech gehabt, dieses Mal habt ihr keinen Star erwischt.

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Optisch betrachtet ist der Aston Martin Vantage GT als Roadster eine Meisterleistung, der Klang vom Motor und von der Abgasanlage kommt einer Symphonie gleich, die Lenkung ist wunderbar direkt und gibt eine sehr gute Rückmeldung und die 19″ Räder haben keinerlei Probleme, die Kraft auf die Straße zu bringen.

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Das Fahrwerk? Nun, ich würde es als sportlich bezeichnen. Die Bremsanlage zeigt sich natürlich ausreichend groß dimensioniert, wurde bei meiner Probefahrt allerdings nicht gefordert.

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Das elektrische Verdeck durfte ein paar Mal den Öffnungs- und Schließvorgang vornehmen und somit die Form, aber auch die Geräuschentwicklung im Innenraum verändern.

Mit geschlossenem Verdeck wird es im Aston Martin Vantage GT angenehm ruhig, das ändert sich natürlich schlagartig, wenn man das Verdeck per Tastendruck verstaut und die Fensterscheiben herunterfährt. Dann wird es windig und wenn man mag, per Fußdruck, sogar stürmisch. Das Dach lässt sich in 18 Sekunden, bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h öffnen oder schließen.

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Ich will euch gar nicht belügen, natürlich habe ich das Gaspedal auch ein paar Mal durchgetreten, vermutlich war ich auch ein, zwei Mal etwas zu schnell unterwegs, aber das dürfte wohl in den besten Familien passieren.

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Mit einem Aston Martin Vantage GT fällt man sogar in Beverly Hills auf, dort wo es Luxus-Geschäfte ohne Ende gibt und man vermutlich mehr Luxus-Fahrzeuge in einer Stunde sieht, als in Deutschland im ganzen Jahr.

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In den USA zeigt man gerne, wenn man es geschafft hat, dass man es geschafft hat. Neid ist in den USA eher eine Form der Anerkennung, da klatscht der Nachbar noch, wenn man sich einen sündhaft teuren Sportwagen kaufen kann.

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Kritikpunkte habe ich natürlich auch gefunden: Das Infotainmentsystem verdient das Prädikat „vorhanden“.

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Die Automatik würde ich mit der alten Kopf-Nicker-Automatik vom smart vergleichen wollen, beim Aston Martin Vantage GT also unbedingt den Handschalter wählen, denn sonst wird aus viel Fahrspaß vermutlich schnell viel Schaltfrust und der Kofferraum ist auch nur groß genug, um in Beverly Hills auf dem Rodeo Drive shoppen zu gehen.

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Egal, die Geschäfte vor Ort liefern auch nach Hause und solange die Kreditkarte noch nicht verglüht ist, kann man auch noch einmal nachtanken.

Der 4,7 Liter V8 zeigt sich durstig und das selbst bei gemäßigter Fahrweise. Laut NEFZ soll der Verbrauch zwischen 12,8 und 13,8 Liter liegen. Ich glaube, den Wert haben wir knapp verdoppelt.

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Das maximale Drehmoment wurde auf 490 Nm geschraubt, die Höchstgeschwindigkeit liegt wie schon erwähnt bei Tempo 305 km/h und von 0 auf 100 km/h geht es innerhalb von 4,8 Sekunden.

Das automatische Getriebe verfügt über einen Sport-Modus, dann wird schneller zurückgeschaltet, die Gänge werden länger ausgefahren und der Schaltvorgang selbst geht gefühlt auch etwas schneller, wenn gleich es dennoch zu Wankbewegungen vom Fahrerkopf wie beim guten alten smart kommt.

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In der Preisklasse rund um die 100.000 Euro darf man da doch noch etwas mehr verlangen, oder?

Der Schlüssel – der übrigens gleichzeitig auch als Startknopf fungiert – sieht zwar wunderschön aus, ist aber dennoch sehr globig und kann nicht an den Schlüsselbund.

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Nun hab ich genügend Gründe gefunden, um mir den Aston Martin Vantage GT selber wieder madig zu machen, denn eigentlich hat er mir so gut gefallen, vor allem in Hollywood, vor allem auf dem Rodeo-Drive und vor allem offen.

Selten so ein elegantes Fahrzeug gesehen, gefahren, bewegt.

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Bjoern Habegger hat nicht nur den Testwagen besorgt, sondern auch einige der Fotos hier beigesteuert. Hier ist sein kurzes Fazit zum Aston Martin Vantage GT Roadster, den kompletten Bericht von Bjoern lest ihr im mein-auto-blog.de:

„Aston Martin, die Hausmarke von James Bond. Mit dem offenen Vantage V8 durch Hollywood? Man fühlt sich unsicher in der eigenen Rolle. Cool wie James Bond? Oder overdressed wie Vivian Ward in Pretty Woman. Der Aston Martin Vantage kann seine Wurzeln als reiner Sportwagen nur mühsam verstecken. Es ist eine Wohltat in Zeiten von EU-Geräusch-emissions-Vorlagen dem puren Sound seines 437 PS V8-Motors zu lauschen. Wer in East Hollywood auffallen will, der greift zum brillanten Briten.“

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