Das Classic-Race Museum beim Nürburgring

Classic-Race Museum: Versammelte Pracht

Heute stelle ich Euch das Classic-Race Museum von Frithjof Erpelding vor. Frithjof Erpelding ist ein Rheinländer, der sich in Jammelshofen in der Eifel niedergelassen hat.

Er war in Nachkriegsdeutschland ein bekannter Rennfahrer und fuhr in ganz Europa zwischen den 50er und den 70er Jahren vor allem Motorradrennen, außerdem war er im Tourenwagen-und Auto-Formelsport erfolgreich.

Frithjof Erpelding kann aber auch Metalle umformen und so beispielsweise aus einer Weltklasse-Zweizylinder-Rennmaschine eine Weltklasse-Dreizylinderrennmaschine machen, indem er die Kurbelwelle verlängert und einen Zylinder an der Seite dransetzt….

Und da er Gott und die Welt kennt, hat er in vielen Jahren eine beachtliche Sammlung von Renn- und Sportmotorrädern (Solo- und Gespannmaschinen) und einigen seltenen Rennautos zusammengestellt, die ich heute vorstelle.

Denn eigentlich soll es ja um das Museum gehen…

Von außen eine unscheinbare Halle, versteckt hinter der freiwilligen Feuerwehr – aber wenn man eintritt, ja dann – war ich erstaunt, und bin auch jetzt, einige Tage nach dem Besuch schwer beeindruckt.

Zur rechten ein Peraves Monotracer, vor einem viele, viele Rennmotorräder, Schwerpunkt Nachkriegsgefährte.

Classic-Race Museum: Monotracer

Ein kurzer Blick über die Sammlung zeigt zum einen die breite Spanne, zum anderen die erlesene Qualität der Objekte, man sieht sowohl Werksmaschinen als auch Eigenbauten, die mit viel Können und Hingabe zur Konkurrenzfähigkeit entwickelt wurden. Beeindruckend auch die große Anzahl kleiner Marken oder von Maschinen aus dem früheren Ostblock. Bei vielen wurde die Verkleidung entfernt, damit man die Technik besser sehen kann.

Wir zeigen Euch einfach mal einige Fotos:

Eine DKW ORE neben einer Matchless G50

Classic-Race Museum: Eine DKW ORE neben einer Matchless G50

Hier exemplarisch für die große Spanne der ausgestellten Maschinen eine MZ neben AJS und einer scharfgemachten DKWR125

Classic-Race Museum: Eine MZ neben AJS und einer scharfgemachten DKWR125

Natürlich: Norton Manx

Classic-Race Museum: Norton Manx

Eine Ex Eddie-Lawson-Kawasaki

Classic-Race Museum: Eine Ex Eddie-Lawson-Kawasaki

Ganz beeindruckend: Wohl nirgendwo auf der Welt gibt es mehr der König-Rennmaschinen (Vierzylinder-2Takt-Boxer) aus den frühen Siebziger zu sehen: 7 Gespanne und 7 Solomaschinen!

Classic-Race Museum: König-Gespanne

Italienische hochkomplexe Viertakttechnik: Die MV Augusta

Classic-Race Museum: MV Agusta, 125cc, 20 PS, Baujahr 1953

neben Ostblock High-Tech: MZ

Classic-Race Museum: MZ

Schnelle 50er von Kreidler (und viele, viele mehr) neben Brummern von Triumph (T100)

Classic-Race Museum: Schnelle Fuffziger

Ja, das hat mir gut gefallen…

Aber das war ja noch nicht alles, in einem Seitenraum stehen mehrere Wagen der Formel 3 (mit Zwei- und Viertaktmotor) und dazu Formel V im Renntransporter.

Classic-Race Museum: Formel-Renner

Weiter Tourenwagen und ein Dragster, außerdem ein Filmfahrzeug von Tom Cruise aus „Days of Thunder“ …

Classic-Race Museum: Filmfahrzeug von Tom Cruise aus „Days of Thunder“

Zusammen mit dem munteren Museumschef und seiner ebenso munteren Frau ein Gesamtkunstwerk.

Frithjof Erpelding kann herrliche Dönnekes erzählen, so mag sich auch ein kurz geplanter Besuch im Museum ziemlich in die Länge ziehen. Nun weiß ich auch, welchen Hollywood-Weltstar Frithjof Erpelding eigenhändig aus seinem Museum warf… einmal dürft ihr raten!

Fazit: Hinfahren!!

Hier gibt es weitere Infos zum Classic-Race Museum.

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