Sportwagen Concepte Genf 2016

2016 stehen die SUVs auch in Genf wieder hoch im Kurs, dennoch möchte ich heute drei sportliche Studien beleuchten, denn davon gab es auch einige zu sehen. Hier meine persönliche Top 3 der Sportwagen Concepte.

Platz 3: Mazda RX – Vision

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Bereits im Herbst 2015 präsentierte Mazda diese Studie in Tokio. In Genf berührte Sie zum ersten Mal europäischen Boden. Die Studie ist ein Statement und wurde im Januar (in Paris), neben dem Porsche Missen E, zum schönsten Konzept-Fahrzeug des Jahres 2015 gewählt. Doch nicht nur die Optik ist beeindruckend, sondern auch der Antrieb. Fest steht: Klassisches Konzept! Motor vorne, Antrieb hinten. Doch unter der Fronthaube verbirgt sich ebenfalls ein Statement. Hier werkelt nämlich ein Kreiskolbenmotor. Mazda war damals der einzige Hersteller, der den Kreiskolbenmotor (auch Wankelmotor genannt) in Serie brachte.

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Somit ist die Studie natürlich auch eine Erinnerung an diese Tradition, welche mit dem RX-8 zu Ende ging. Hinter den Kulissen schraubt Mazda aber nicht nur an der Erhöhung des Wirkungsgrades vom normalen Motor, sondern auch an den Kreiskolben-Motoren. Obwohl man diese derzeitig nicht mehr verbaut, wird weiter an der Technik gefeilt. Was da nun allerdings unter der Haube steckt, ist nicht (wirklich) bekannt. Die 4,38 Meter lange und gerade mal 1,16 hohe Studie ist 1,90 Meter breit. Der Radstand beträgt satte 2,70 Meter und in den Radkästen drehen sich 20″ Räder. Zwei Türen, zwei Sitzplätze, eine lange Front, ein nach hinten versetztes Greenhouse, ein sehr kurzes Heck. Kein Wunder, dass in Paris die Wahl auf den Mazda RX Vision fiel, oder?

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Gerüchteküche: Wenn man sich in Genf auf dem Mazda Stand befindet, dann schnappt man natürlich viele Gerüchte auf. Man spricht von einem Skyactiv-R Motor mit einem Hubraum zwischen 1,6 und 2,0 Liter. Der bekommt „natürlich“ eine Turboaufladung, da gibt es die Möglichkeit über einen klassischen Turbolader zu gehen oder aber über einen E-Turbo. Ein elektrisch angetriebener Turbolader, ja das könnte ich mir auch gut vorstellen.

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Bei der Leistung? Tja, da gehen die Orakel auch auseinander von 300 bis über 450 PS kann man vernehmen. Die Realität wird später wohl irgendwo dazuwischen liegen. Eine Seriefertigung ist auf jeden Fall nicht ausgeschlossen und damit hätte Mazda dann endlich den RX-8 Nachfolger, den man von mir aus ruhig Mazda RX-9 nennen könnte.

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Platz 2: Citroen DS E-TENSE

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Wow! Was für ein Hingucker, oder? Ja, das ist wirkliche ein Citroen. Schauen wir zunächst auf die Werte der Studie, welche übrigens ohne Heckscheibe daher kommt. Der sportliche Citroen DS E-TENSE ist 4,72 lang, 2,08 m breit und 1,29 m hoch. Während im Mazda der Wankelmotor kreist, gibt es hier einen Elektroantrieb mit einer Gesamtleistung von 402 PS. Innerhalb von 4,5 Sekunden beschleunigt diese Studie auf 100 km/h und die Reichweite soll bei über 300 km liegen.

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Bei einem maximalen Drehmoment von 516 Nm müssen sich die 20″ Reifen ganz schön mit der Fahrbahnoberfläche verzahnen um die Kraft auch auf die Straße zu bekommen. Im Vergleich zum Opel GT ist der Citroen DS E-TENSE (durch die Akkus) ein ganz schöner Brocken. Das Leergewicht liegt bei 1,8 Tonnen.

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An der Karosserie kann es nicht liegen, denn die besteht aus Carbon. Die Höchstgeschwindigkeit liegt dennoch bei obligatorischen 250 km/h. Ansonsten? Ein Traum aus Carbon und Technik. Kameras, LED-Scheinwerfer, LED Rückleuchten und im Innenraum das feinste Leder in Kombination mit Aluminium. Über 800 Stunden sollen die Citroen Sattler benötigt haben, um das Armaturenbrett zu fertigen.

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Platz 1: Opel GT Concept

Über das Opel GT Concept hatten wir bereits im Vorfeld berichtet und das Fahrzeug wurde auf dem Genfer Automobil-Salon belagert wie ein Popstar. Im Bad der Menge konnte man kaum ein vernünftiges Foto machen, eine kurze Sitzprobe war möglich und schon warteten die anderen. Alle wollten ihn sehen, alle wollten schauen wie er aussieht, wie er sich anfühlt und vor allem, ob er die Vorschuss-Lorbeeren verdient hat.

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Meiner Meinung nach hat er das. Auch wenn ich (natürlich) der Meinung bin, dass die Rüsselheimer dem Opel GT ruhig etwas mehr Leistung spendieren könnten, passt der Volks-Sportwagen genau zu dem Anforderungsprofil der meisten. Sportliche Optik, leichtes Gewicht und vermutlich auch geringe Verbrauchwerte. Die liegen nämlich noch nicht vor, aber ansonsten kann ich euch sagen, dass hier ein 1,0 Liter 3-Zylinder unter der Haube steckt. 145 PS, 205 Nm, damit geht es in 8 Sekunden auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 215. 1000 kg leicht ist das Opel GT Concept. Der Front-Mittelmotor gibt seine Kraft über ein sequenzielles 6-Gang Getriebe an die Hinterachse ab. Dort arbeitet zusätzlich eine mechanische Differentialsperre. Was soll ich sagen? Opel hat seine Hausaufgaben gemacht. Der Opel Astra K wurden zum Car of the Year, (nicht nur) für mich wurde das Opel GT Concept zur Studie der Messe und auch ansonsten stehen die Sterne gut für Opel.

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Ich bin gespannt welche der Techniken aus der Opel GT Studie wir demnächst in der Serie sehen werden. Die Displays? Die Touchscreens? Die Touchpads? Die Künstliche Intelligenz, die selbstlernend die Vorlieben des Fahrers erkennen soll?
Meiner Meinung nach sind es die Scheinwerfer, hier wurde das nächste Intelli-Lux-Licht gezeigt und ihr wisst ja inzwischen auch: Mehr Licht = Mehr Sicht = Mehr Sicherheit.

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Drei Concept-Studien wie sich unterschiedlicher eigentlich nicht sein könnten. Wankelmotor, Elektroantrieb, klassischer Benziner. Vom Design her aber ähnlich. Lange Front, kurzes Heck, nach hinten versetztes Greenhouse und Platz für maximal zwei Personen. Also ich wäre bereit für solche Fahrzeuge, keine Frage. Am interessantesten fände ich allerdings einen kleinen, sportlichen Flitzer den man sich auch leisten kann. Mit flehendem Blick schiele ich daher zu Opel: Bitte baut den Opel GT!

© Opel GT Fotos: Opel

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