NYIAS 2016: Audi R8 Spyder, Mazda MX-5 RF & C63 Cabrio!

Sommer, Sonne, Cabrio! Ich denke, nach den ersten Sonnenstunden zu Ostern kann es nun auch wahrlich mal los gehen mit besserem Wetter, oder?

In New York feierten gleich drei Fahrzeuge für Sonnenanbeter ihre Weltpremiere und Porsche rundete das Ganze dann auch noch mit einer US-Premiere vom Porsche 718 Boxster ab. Wir stellen euch nun die Highlights vor:

Audi

Audi enthüllte seinen neuen offenen Hochleistungssportwagen, den Audi R8 Spyder V10. Der V10-Saugmotor sorgt für den richtigen Klang, röhrend und fauchend und wenn man möchte, verstärkt durch eine Sportabgasanlage mit schwarz glänzenden Endrohrblenden.

Der große 5,2-Liter-Mittelmotor mit dualer Einspritzung und Trockensumpfschmierung hat eine Leistung von 397 kW (540 PS) und 540 Nm Drehmoment bei 6.500 Umdrehungen pro Minute. Das soll für ordentlich Schub sorgen: In nur 3,6 Sekunden soll die 100 km/h-Marke erreicht sein, die 200er in 11,8 Sekunden, Top-Speed ist bei 318 km/h.

Der Verbrauch soll durch Effizienz-Technologien wie dem neuen Freilaufmodus (oder auch Segelmodus), dem System cylinder on demand (COD) und der dualen Einspritzung um 10 Prozent gegenüber dem Vorgänger gesenkt werden, dieser soll nur bei 11,7 Litern auf 100 Kilometer liegen.

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Die Kraft wird von einer schnell schaltenden Siebengang S tronic übertragen, die der Fahrer elektrisch (by wire) steuert. Sie leitet die Kräfte auf einen neuen quattro-Antrieb mit einer elektrohydraulisch betätigten Lamellenkupplung an der Vorderachse. Die wassergekühlte Allradkupplung verteilt die Antriebsmomente je nach Fahrsituation variabel auf Vorder- und/ oder Hinterachse. Dort sorgt ein mechanisches Sperrdifferenzial für ein dynamisches Fahrverhalten.

Die Fahrdynamikregelung des quattro-Antriebs ist in das System Audi drive select integriert, welches die vier Modi comfort, auto, dynamic und individual bietet. Das System bezieht die Kennlinie des Gaspedals, die Lenkung, die S tronic, die Steuerung der Abgasklappen und das optionale adaptive Dämpfungssystem Audi magnetic ride mit ein.

Mit dem optionalen R8-Performance-Lederlenkrad kommen zusätzlich die drei Fahrprogramme dry, wet und snow hinzu. Alu-Dreieckslenker führen die Räder, die elektromechanische Servolenkung soll engen Kontakt mit der Straße vermitteln, alternativ gibt es eine Dynamiklenkung.

Serienmäßig liefert Audi den neuen R8 Spyder mit 19-Zoll-Rädern, optional sind 20-Zoll-Räder montiert. Die Verzögerung erfolgt über groß dimensionierte Bremsen, rundum mit großen, innenbelüfteten und gelochten Scheiben im Wave-Design. Optional gibt es noch besonders standfeste und leichte Bremsscheiben aus kohlefaserverstärkter Keramik.

Das 44 kg leichte Stoffverdeck ist in den Farben schwarz, braun und rot erhältlich. Es läuft in zwei Finnen aus, die den Stoff spannen.

Bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h öffnet und schließt das Verdeck über einen elektrohydraulischen Antrieb innerhalb von 20 Sekunden. Über dem flachen Stauraum für das Verdeck liegt eine große Abdeckklappe mit drei sportlichen Luftschlitzen pro Seite. Die Fahr- und Windgeräusche im Innenraum sollen deutlich geringer als beim Vorgänger ausfallen und ein textiles Windschott soll die Frisur schützen. Zusätzlich lässt sich die Heckscheibe ein- und ausfahren.

Das Trockengewicht des R8 Spyder liegt bei nur 1.612 kg, das Leistungsgewicht beträgt gerade einmal 3,19 kg pro PS.

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Die Bedienung des Audi R8 Spyder ist absolut auf den Fahrer ausgerichtet. Ohne die Hände vom Sport- oder Performance-Lenkrad zu nehmen, kann der Fahrer über die Multifunktions- und Satellitentasten alle wichtigen Funktionen steuern.

Diese werden in aufwändigen 3D-Grafiken im 12,3 Zoll großen, volldigitalen Audi virtual cockpit angezeigt, entweder in der klassischen Ansicht, der Infotainment-Ansicht, oder der Performance-Ansicht mit Angaben zu Drehmoment, Leistung, Öl- und Reifentemperatur, Rundenzeit sowie g-Kräften.

Die MMI Navigation plus mit MMI touch ist Serie genauso wie drei kleine Gurtbandmikrofone, die die natürliche Sprachsteuerung und das Telefonieren noch komfortabler machen sollen.

Der neue Audi R8 Spyder entsteht in einer Manufaktur in Neckarsulm, was spezielle Kundenwünsche möglich macht. Die serienmäßigen Sportsitze sind auf Wunsch in Leder mit Rautensteppung bezogen, als Option erhältlich sind Schalensitze für gesteigerten Seitenhalt. Außerdem kann man beispielsweise Karosserie-Anbauteile wie den Frontspoiler, den Diffusor und die neuen Sideblades in hochglänzendem Carbon bestellen.

Preise gibt es noch nicht, aber man darf davon ausgehen, dass der Audi R8 Spyder – wie auch schon der eigene Vorgänger – kein Schnäppchen sein dürfte.

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Mazda

Der Mazda MX-5 wurde zum World Car of the Year gewählt. Dazu gab es gleich noch einen Designpreis und ganz nebenbei auch noch ein neues Modell in New York.

Der Mazda MX-5 RF ist ein – sorry Porsche – erschwingliches Targa-Modell. Das elektrisch versenkbare Hardtop soll sich während der Schleichfahrt auch noch öffnen lassen.

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10 km/h darf man schnell sein, also doch besser stehen bleiben. Anschließend kann man dann schon die Landstraßen räubern, denn unter der Haube sitzt ein 2.0 Liter Skyactiv G-Motor mit 160 Pferdestärken.

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Gekoppelt ist der Motor an eine manuelle 6-Gang Schaltung oder an eine 6-Stufen-Automatik. Neu ist ansonsten dann noch die Farbe, aber ohne übertreiben zu wollen: Der Mazda MX-5 RF war meine Überraschung auf der NYIAS 2016 und dürfte nun vermutlich noch mehr Männer in Mazda-Verkaufshäuser ziehen als mit dem normalen Roadster.

Das RF steht übrigens für „Retracktable Fastback“, das nur der Vollständigkeit halber – Preise sind auch hier noch nicht bekannt.

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Mercedes-Benz

Der Audi R8 Spyder bietet euch zu wenig Platz? Der Mazda MX-5 RF ist euch nicht Cabrio genug und hat auch nicht die notwendige Leistung? Kein Problem! Auf dem Stand von Mercedes-Benz habe ich die Lösung für fast alle Probleme.

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Mit dem neuen Mercedes-AMG C63 Cabriolet gibt es ein viersitziges Cabriolet, welches dank 4.0 Liter V8 innerhalb von 4,2 Sekunden den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt hat. Entweder massiert der V8 das Trommelfell, oder die Burmester-Premium-Soundanlage macht aus dem Cabrio einen Open-Air Konzertsaal der Premiumklasse.

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Das C63 Cabrio bekam eine eigenständige Optik, überarbeite technische Teile wie z.B. Fahrwerk, Getriebe, Bremsen etc. – hätte ich das notwendige Kleingeld, ich hätte neben dem Mazda MX-5 RF sicherlich auch gleich die anderen Modelle in der Einfahrt stehen.

Porsche

2.0 Liter Hubraum, wassergekühlt und turbogeladen! Der neue Porsche 718 Boxster feierte nun auch in den USA seine Premiere. Es gibt ihn mit 300 PS oder aber 350 P, im zweiten Fall ist es dann ein 2,5 Liter 4-Zylinder, der im Heck vom Porsche 718 Boxster S schlummert.

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Im Vergleich zum Vorgänger passen nun 35 Pferde mehr unter die leicht modifizierte Karosserie, die sich laut Hersteller „umfassend weiterentwickelt“ präsentiert. Ausschließlich der Kofferaumdeckel, die Windschutzscheibe und das Verdeck blieben unverändert, das erkennt man aber vermutlich nur als Porsche-Fan.

Im nächsten Beitrag zeige ich euch die anderen Highlights der NYIAS 2016, die für den europäischen Markt interessant sind und schreibe euch auch von meiner größten Enttäuschung!

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