Kopf hoch – das Handy kann warten!

Vor ein paar Wochen hat Matthias schon mit seinem Artikel „Am Steuer: Handy weg!“ eindringlich vor der Handynutzung während der Autofahrt gewarnt – zu hoch ist die Abelnkung und damit das Unfallrisiko. Einen noch nachdrücklicheren Aufruf startet nun der Radiosender NJOY mit seiner Aktion Kopf hoch!

2015 ist die Unfallstatistik leider erneut gestiegen. Nachdem sie 2013 ihren Tiefstand mit 3.339 Verkehrsunfalltoten erreicht hatte, ist sie nun im zweiten Jahr in Folge wieder angestiegen: 2015 sind 3.475 Menschen Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls gewesen.

Gründe für Verkehrsunfälle sind vielfältig: Witterung, Straßenverhältnisse, Technik, Wildtiere, menschliches Fehlverhalten etc. Das falsche Verhalten von uns Fahrern ist dabei eindeutig trauriger Spitzenreiter unter den Unfallursachen: Neun von zehn Unfällen sind auf Verhaltensweisen wie zu schnelles oder rücksichtsloses Fahren, Fahren unter Alkoholeinfluss, Unaufmerksamkeit, Ablenkung o.ä. zurückzuführen.

Aktion "Kopf hoch" vom Radiosender NJOY

Ablenkung wird immer bedeutsamer

Ich weiß noch wie aufgeregt ich vor meiner 1. Fahrstunde war: Kuppeln, Schalten, Lenken, Blinken, auf das Fahrgeschehen achten, keine Fußgänger oder Radfahrer übersehen… das sollte alles parallel klappen?! Nach kurzer Zeit war das natürlich Routine und ich habe nicht mehr darüber nachgedacht.

Dennoch sollte man sich klarmachen, dass das Autofahren wirklich viele zeitgleiche Handlungen erfordert und da kann man keine Ablenkung gebrauchen!

Senderwechsel beim Radio, Benutzung vom Navigationssystem oder das Telefonieren über die Freisprechanlage… all das machen viele von uns während des Autofahrens. Aber je nachdem wo das Radio bzw. das Navi platziert ist, werden wir dadurch stärker abgelenkt als wir denken. Und wie sehr lenkt erst das Handy in der Hand ab?! Obwohl eindeutig in der StVO geklärt, ignorieren viele das Handyverbot am Steuer.

Leider werden aktuell für Deutschland kaum statistisch relevante Daten über Handynutzung bei der Autofahrt erhoben. Es mangelt bei uns buchstäblich an Aufmerksamkeit für die Gefahren der Ablenkung, sie sind nicht greifbar.

Und hier kommt die Kampagne von NJOY ins Spiel, denn sie macht die Risiken sehr anschaulich:

  • Wer nur 2 Sekunden auf das Handydisplay schaut, legt bei Tempo 50 einen Blindflug von 30 Metern hin – die Länge eines Tennisplatzes
  • Bei 5 Sekunden sind es schon 75 Meter – die Breite eines Fußballfeldes -, die wir nicht auf die Straße schauen
  • Das Schreiben einer SMS dauert im Schnitt 36 Sekunden
  • Für die Eingabe einer Telefonnummer benötigen wir 13 Sekunden
  • Beim Texten ist die Aufmerksamkeit etwa vergleichbar wie unter 1,1 Promille Alkohol

Es wird klar, dass bereits ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit weitreichende Konsequenzen haben kann!

Deswegen schließen wir uns nochmal dem Aufruf an. Für eure eigene Sicherheit und für die Sicherheit der anderen: Finger weg vom Handy am Steuer!

 

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