Gestensteuerung – ein notwendiger Trend?

Private Fahrzeuge werden heute immer gleicher. Das Fahrerlebnis, die Ausstattung, die Sicherheit, all das nähert sich einem gewissen Sättigungsgrad und einem gleichartigen Level an. Unterschiede sind kaum noch wirklich zu entdecken und trotzdem bzw. gerade deshalb suchen Automobilhersteller nach Alleinstellungsmerkmalen.

Eines dieser neuen Features, um sich von anderen Mitbewerbern abzuheben, ist der Einsatz von cleverer und zielgruppenspezifischer Technik in diesen Fahrzeugen.

Das Ganze hat schon lange nichts mehr mit den Kernkompetenzen von klassischen Automobilherstellern zu tun, sondern mit der Verknüpfung von automobiler Technik und Hochtechnologie. Der Computer hat das Fahrzeug erobert. Er wird künftig die Steuerung von Fahrzeugen (wenn nicht sogar komplett) übernehmen.

Alles, was heutzutage Technik kann, wird im Auto zur Schlacht um den Kunden eingebaut. Zumeist handelt es sich um sinnvolle Dinge, die die Sicherheit und den Komfort für den Fahrer und die Insassen erhöhen.

Eine der wichtigsten und sinnvollsten Neuerungen ist aus meiner Sicht die sogenannte Gestensteuerung. Dabei handelt es sich um absolute Hightech:

Eine ausgeklügelte Sensorik auf Basis von 3D-Akustik, Infrarot und Optik in Kombination mit bester Software gestatten es, Bewegungsmuster zu erkennen und diese in Befehle für das gesamte Fahrzeug oder einzelne Komponenten zu übersetzen. Gesten von Fahrzeuginsassen lassen sich ebenso auswerten, wie Gesten des aktiven Fahrers.

Display vom Suzuki Jimny Ranger

Aktuell ist die Variante der komponentenbasierten Gestensteuerung im Trend. Einzelne Module (z.B. Multimediasystem inkl. Navigationseinheit) werden mit diesem Merkmal ausgestattet. Insofern der „alte“ Tacho hierin intergriert ist, kommen auch noch dessen Merkmale und Funktionen hinzu.

Cockpit des Audi R8 V10

Cockpit des Audi R8 V10 - Navigation

Der Fahrer muss nicht mehr Knöpfchen drücken oder Hebel bewegen, eine einfache, angelernte Geste des Fahrers in einer bestimmten Position genügt und der Scheibenwischer beginnt mit seiner Tätigkeit, die Klimaanlage regelt auf 21 Grad oder das Display wechselt sein Instrumentarium von Tacho in Soundsystem.

Der Traum, wie von Zauberhand Dinge zu bewegen, wird wahr und real.

Dabei sollte man bedenken, dass hier nicht nur Technik-Freaks und Kellerkinder auf ihre Kosten kommen, sondern der Komfort und die Sicherheit im Fahrzeug erheblich verbessert werden. Selbstverständlich genügt es künftig nicht mehr, sich ins Fahrzeug zu setzen und los zu fahren. Nein, ein Anlernen des Systems ist natürlich Voraussetzung für ein fehlerfreies Funktionieren. Auch die Bedienung der neuesten Technologie will gekonnt sein. Aber ich bin sicher, wer ein Smartphone bedienen kann, kann sich auch in der neuen Hightech-Welt im Auto zurechtfinden.

Wie seht ihr diese neuen Technologien? Ist es für euch eher eine Spielerei oder eine hilfreiche Unterstützung?

Tags:

Das könnte Sie auch interessieren: