Neuwagen der Woche: Jaguar F-Pace! Fahrbericht inkl. Video!

Jaguar bringt endlich seinen ersten SUV auf den Markt und wir durften ihn schon fahren, den Jaguar F-Pace.

Ganz im Gegensatz zu den vielen Käufern, die sich ganz ohne ihn zu fahren, schon für ihn entschieden haben, weltweit sind das mehr als 12.000 Kaufverträge, 1.000 davon in Deutschland. Das dürfte von einem hohen Maß an Vertrauen zeugen und ich denke, die Kunden werden nicht enttäuscht werden, denn wir waren vom Jaguar und seiner Alltagstauglichkeit schon ziemlich angetan.

Das Exterieur-Design des F-Pace ist sportlich und gut proportioniert mit kurzen Überhängen, in den Radhäusern ist Platz für Räder bis 22 Zoll. Die Alu-Plattform wurde vom Jaguar XE übernommen, die Technik aus dem Sportwagen. Mit einer Bodenfreiheit von 21 cm und einer Wattiefe von über 52 cm ist das SUV eindeutig fürs Gelände geeignet, aber irgendwie fühlt es sich „zu schade“ dafür an.

jaguar-f-pace-fahrbericht-test-drive-check-review-video-2

Als Zugmaschine darf man den F-Pace auch verwenden, er kann je nach Getriebe zwischen 2.000 und 2.400 kg ziehen. Der Kofferraum lässt sich per Fußbewegung öffnen, hier ist dann Platz für 650 Liter Gepäck.

Laut Jaguar bietet der F-Pace mehr nutzbare Fläche als ein BMW X5, bei umgeklappter Rücksitzbank sind es bis zu 1.740 Liter, wobei sich die Lehne per Fernbedienung vom Laderaum aus umlegen lässt. Der Laderaum ist dann ganz eben, 1m breit und 1,80 m tief.

Doch nicht nur das Gepäck hat genügend Platz, sondern auch die Passagiere. Der F-Pace ist 4,73 m lang und bietet ein großzügiges Raumgefühl mit ausreichend Beinfreiheit und einer guten Sitzposition in bequemen Sitzen, sowohl vorne als auch hinten. Hier lässt sich die Rückenlehne in der Neigung verstellen. Das virtuelle Cockpit lässt sich im begrenzten Rahmen frei gestalten.

jaguar-f-pace-fahrbericht-test-drive-check-review-video-5

Die Instrumente sind übersichtlich platziert und lassen sich gut und intuitiv bedienen. Einzig die Schalter für die elektrischen Fensterheber sind ungünstig platziert, denn sie liegen viel zu weit oben und vorne auf der Türverkleidung, so dass man nicht unbedingt gut herankommt.

Im Bereich Infotainment bietet Jaguar im neuen F-Pace optional das Multimedia-System Incontrol Touch Pro mit 12,3 Zoll großem Display.

R+V24 Drive-Check des Jaguar F-Pace:

Einstiegsmotorisierung ist der kleine Vierzylinder-Diesel, der eine komplette Eigenentwicklung von Jaguar ist. Der 2.0 d leistet im F-Pace 180 PS und fährt sich sehr handlich, weil er auf der Vorderachse weniger Gewicht mit sich herumträgt.

Interessant für Flottenbetreiber und Dienstwagenfahrer dürfte sein, dass sein Verbrauch bei nur 4,9 Litern auf 100 Kilometer liegen soll, was einem CO2-Ausstoß von 129 Gramm pro Kilometer entspricht.

jaguar-f-pace-fahrbericht-test-drive-check-review-video-6

Gefahren sind wir den 3.0 Liter Diesel mit 300 PS und einem maximalen Drehmoment von 700 Nm. Er braucht für den Spurt auf 100 km/h nur knapp 6,2 Sekunden. Er fährt sich in Kombination mit der 8-Gang-Automatik wirklich absolut kraftvoll und harmonisch und zusammen mit dem Klang ist das ein echter Genuss. Er soll laut NEFZ nur 6 Liter Diesel-Kraftstoff auf 100 km verbrauchen, was aber sicher utopisch ist.

Jaguar F-Pace Fotos:

 

Die größte Motorisierung übernimmt der F-Pace vom Sportwagen F-Type. Den 3.0 Liter-V6-Kompressormotor gibt es mit 340 oder 380 PS, diese bringen den F-Pace in nur 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Trotz seiner höheren Leistung ist er nicht so geschmeidig unterwegs wie der V6-Diesel und braucht hohe Drehzahlen, um genau so fix auf Touren zu kommen.

Zum Fahrverhalten des F-Pace kann ich nur sagen: Klasse!

Er lässt sich handlich fahren, wobei die Lenkung direkt ist und die nötige Rückmeldung gibt. Das Fahrwerk lässt sich in der Härte verstellen, wobei mir der Dynamic-Modus schon recht hart geraten ist. Geschaltet wird über eine 8-Gang Automatik von ZF, die einwandfrei funktioniert und die Kräfte automatisch in Millisekunden an alle vier Räder oder, je nach Fahrsituation, auch nur nach hinten abgibt.

jaguar-f-pace-fahrbericht-test-drive-check-review-video-11

Meine einzige Kritik gilt den Preisen. Mal abgesehen davon, was die Briten sich alles an Ausstattung extra bezahlen lassen, ist der Basis-F-Pace ab 42.390 Euro zu haben. Dies ist dann der 2.0 Liter Diesel mit 6-Gang Handschltung, Heckantrieb und Stoffsitzbezügen, was sicher nicht die begehrteste Variante sein dürfte.

Darf es also etwas mehr sein? Der V6 Diesel steht ab 57.690 Euro in der Liste und kostet damit schon fast soviel wie der Porsche Macan.

Mit rund 20.000 Euro extra sollte man es schaffen, den Jaguar F-Pace so auszustattetn, dass er wirklich auf Premium-Niveau vorfährt. Die First Edition kostet ab 80.040 Euro, als V6-Benziner sogar 84.350 Euro, wobei diese schon fast ausverkauft ist. Unser Testwagen kostete, so wie er dastand, über 80.000 Euro.

Also, wer es sich finanziell leisten kann, wird den Jaguar F-Pace kaufen und lieben. Ich kann mir gut vorstellen, dass er eines der oder sogar das beliebteste Fahrzeug im Hause Jaguar werden kann.

Tags:

Das könnte Sie auch interessieren: