Fahrbericht – Kaufberatung: Skoda Rapid Spaceback

Skoda steht für gute, bezahlbare Autos mit einem attraktiven Design, simply cleveren Lösungen und bewährter Konzern-Technologie. Keine Frage, das war nicht immer so, aber mit dem aktuellen Line-Up muss sich das Unternehmen, welches zum VW-Konzern gehört, definitiv nicht verstecken.

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Nicht verstecken muss sich auch der Skoda Rapid Spaceback, den wir in der Emotion Plus Variante gefahren sind. Wer übrigens glaubt, dass dieser „Kombi“ nun mehr Platz bietet als die Limousine, der irrt sich gewaltig, doch dazu kommen wir gleich.

Wir hatten hier im Drive-Blog ja damals schon den Skoda Rapid Spaceback in der abgespeckten Greenline, heute darf es etwas mehr sein.

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Unter der Motorhaube versteckt sich ein 1.6 Liter Turbodieselmotor mit Start-Stopp-Automatik und Rekuperation. Der Motor verfügt über eine Common-Rail Einspritzung und eine variable Lader-Geometrie. Heraus kommen dann 116 Pferdchen oder ein maximales Drehmoment von 250 Nm. In unserem Testfahrzeug konnten wir den Motor per Tasten-Druck starten. Innerhalb von 9,9 Sekunden geht es im besten Fall von 0 auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 198 km/h.

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Damit ist der Spaceback flotter als so mancher Kleinwagen mit ähnlichen Motorleistungen. Geschaltet wird über ein 5-Gang Schaltgetriebe, das funktioniert tadellos und auch die anderen Komponenten wie Lenkung, Bremsanlage oder Fahrwerk zeigen sich gut eingestellt.

Im Innenraum dürfte sich jeder schnell zurecht finden, das Armaturenbrett zeigt sich aufgeräumt, die Instrumente sind klar strukturiert und lassen sich auch bei Dunkelheit sehr gut ablesen. Das Lenkrad lässt sich axial und vertikal verstellen, die Gurthöhe ist ebenfalls einstellbar. Ich bin 1,75 m groß und konnte bequem vorne, aber auch bequem hinter „mir“ sitzen. Der Radstand von 2,60 m kommt definitiv den Insassen zu Gute.

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Beim Infotainment spielt Skoda nun auch die komplette Konnektivitäts-Klaviatur: Android Auto, Apple Car Play und Mirror-Link stellen auf Wunsch die Verbindung zum eigenen Smartphone her. Das funktioniert gut und loben möchte ich auch den Ort der USB- bzw. Aux-In-Anschlüsse. Dahinter befindet sich noch Platz für das Smartphone und somit liegt es nicht im Weg.

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Im Weg ist höchstens mal eine kleine Getränkeflasche. Die beiden Getränkehalter vor dem Gangwahlhebel sind deplatziert und nehmen nur kleine Gefäße auf. Da lobe ich mir schon eher das großzüge Platzangebot in den Türtaschen.

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Auf den hinteren Plätzen können Kindersitze ohne Probleme montiert werden. Dank des Einklemmschutzes an allen vier Fenstern wurde auch an die Kindersicherheit gedacht und die elektrischen Fensterheber kann man vom Fahrersitz aus sperren.

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Kommen wir zum Kofferraum: Die Bezeichnung „Spaceback“ verspricht ja eigentlich, dass man nun mehr Platz im Kofferraum hat, oder? Stimmt nicht, aber der Platz ist meiner Meinung nach besser nutzbar. Während man z.B. in den Kofferraum der Limousine keinen Hund unterbringen sollte, so ist das auf Grund der Bauhöhe im Skoda Rapid Spaceback gar kein Problem.

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Vergleichen wir den Kofferraum von der Skoda Rapid Limousine mit dem Spaceback, so bietet die Limousine 550 Liter und der Spaceback nur 415 Liter. Immer noch ausreichend für den Familieneinkauf. Klappt man die Rücksitze um, dann steht hier ein Fassungsvermögen von 1.380 Liter zur Verfügung.

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Im direkten Duell gewinnt auch hier die Limousine, denn die bietet dann 1.490 Liter. Dennoch, der Kofferraum vom Spaceback ist praktisch. Er bietet eine niedrige Ladekante und ausreichend Ablageflächen gibt es in dem Fahrzeug auch.

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Meine Empfehlung: Das große Panorama-Glasdach bestellen! Das macht den Innenraum so richtig luftig. Die Rundumsicht ist vollkommen in Ordnung und beim Einparken hilft der Parkwarner bzw. die leichtgängige Servolenkung.

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Loben kann man also definitiv die Preisgestaltung, das Platzangebot (für vier Personen), den Motor, den gut gestalteten Innenraum und das Infotainment-System. Der Skoda Rapid Spaceback eignet sich natürlich auch für die Fahrt in den Urlaub, hierbei muss man aber beachten, dass er nur Anhänger bis maximal 1,2 Tonnen ziehen darf. Die Zuladung liegt bei 535 kg, davon dürfen 75 kg auf das Dach.

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Preislich geht es los ab 15.990 Euro, unser gefahrenes Testfahrzeug hatte einen Basispreis von 19.550 Euro, dafür bietet es aber auch eigentlich alles, was man so haben muss. Sogar noch etwas mehr, denn Ausstattungs-Features wie z.B. Nebelscheinwerfer mit integriertem Abbiegelicht und LED-Tagfahrlicht, Apple-kompatibler USB-Anschluss, Xenonscheinwerfer, Parksensoren hinten, Tempomat, das von mir gelobte Panoramaglasdach, die Klimaanlage und das Infotainmensystem Bolero sind dann schon an Bord.

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Das Fahrzeug dreht sich dann auch auf optisch ansprechenden 17″ Alufelgen, die Stoßstangen sind in Wagenfarbe lackiert und abgedunkelte Rückleuchten runden das Bild ab.

Meine Empfehlung geht ohne Frage also zur EmotionPlus Ausstattung. Wenn man dann unseren Motor wählt, also den 1.6 Liter TDI mit 116 PS, dann landet man bei 23.100 Euro, mit ein paar Extras ist man dann bei knapp 25.000 Euro.

Klar, dann ist der Skoda Rapid Spaceback kein Schnäppchen mehr, aber ein richtig gutes Auto mit vielen Annehmlichkeiten, die die tägliche Fahrt versüßen könnten.

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