2016 DS Automobile DS 3 Fahrbericht inkl. R+V24 Drive Check Video

Der Citroen DS 3 heißt nun DS Automobiles DS 3 – und sonst ändert sich nichts? Doch, sogar eine ganze Menge.

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Äusserlichkeiten

Rein äußerlich hat sich einiges getan seit dem Vorgänger Citroen DS 3: Vorne sind jetzt neue Scheinwerfer und ein sechseckiger Kühlergrill verbaut. Die Silhouette vermittelt eine gewisse Leichtigkeit, denn das Dach scheint durch die vielen (in der „Sport Chic“ Ausstattung teils dunkel getönten) Glasflächen zu schweben.

Was von außen schön und leicht ist, verschlechtert von Innen etwas die Rundumsicht durch die B- und C-Säulen. Wettgemacht wird dies aber von der qualitativ guten Rückfahrkamera, das Bild ist scharf und somit kann man mit dem Fahrzeug auch wirklich gut einparken.

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Innere Werte

Der in Belle ilé Blau und Opal Weiß lackierte DS Automobiles DS 3 PureTech 110, den wir kürzlich in der Ausstattung „Sport Chic“ gefahren sind, ist 3,95 m lang, ohne Außenspiegel 1,71 m breit und 1,46 m hoch. Sein Leergewicht beträgt zwischen 1.165 und 1.254 kg.

Er bietet ein Kofferraumvolumen von 285 Litern, die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 1/3 zu 2/3 umklappen und ermöglichen dann 505 Liter Ladevolumen, aber leider keine ebene Ladefläche. Zugeladen werden dürfen je nach Ausstattung 450 bis 525 kg.

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Als 5-Sitzer angegeben ist er aber meiner Meinung nach nur als 4-Sitzer geeignet. Durch den erschwerten Zugang nach hinten ist das Fahrzeug eher was für Singles oder Paare, die den Fond nicht groß nutzen.

Vorne hat man dafür ordentlich Beinfreiheit und sitzt bequem. Die Sitze geben zudem einen ausgezeichneten Seitenhalt. Mir ist aufgefallen, dass nirgendwo Getränkehalter vorhanden sind, dabei braucht man die doch ständig, oder?

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Der Innenraum ist klar strukturiert und die Instrumente gut ablesbar. Das Lenkrad ist in Höhe und Tiefe verstellbar. Nach ein wenig Rumprobieren hatte ich auch das Infotainment-System im Griff, ich hatte die Tasten für die Lautstärkeregelung erst beim zweiten Hinsehen ganz unten, kurz vor dem Mitteltunnel, entdeckt. Man kann natürlich auch die Lenkradfernbedienung nutzen, aber ihr kennt das, der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

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Der R+V24 DS 3 Drive Check

Technisch betrachtet

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Smartphones können per Mirror-Screen auf den 7″ großen Touchscreen gespiegelt werden, DS Automobile setzt hier auf Apple CarPlay und Mirror Link, was ja auch die meisten Kunden nutzen.

Der USB-Anschluss direkt am Handbremshebel-Griff ist denkbar ungünstig platziert, denn das Kabel stört die ganze Zeit und auch an sonstigen Ablageflächen mangelt es dem ansonst sehr attraktiven Fahrzeug im Innenraum.

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Antriebslos?

Blicken wir unter die Motorhaube! Angetrieben wird unser DS 3 von einem 1,2 Liter Dreizylinder-Benziner mit 110 PS, sein maximales Drehmoment von 205 Nm steht ab 1.500 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung.

Von 0 auf 100 soll er es in 10,6 Sekunden schaffen, in unserem Fall mit Frontantrieb und 6-Gang Automatik. Spitze ist dann bei 188 km/h. Der Verbrauch soll bei 4,6 Litern auf 100 Kilometer liegen. Lässt man die 110 Pferdchen jedoch öfter mal galoppieren, sollte man 1 bis 2 Liter dazurechnen.

Das ist nicht einmal eine Kritik an diesem Motor oder an diesen Hersteller, das ist bei allen Motoren mit wenig Hubraum so. Bewegt man diese ausserhalb des NEFZ, werden sie durstiger.

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Am Fahrverhalten kann ich eigentlich nicht viel herummeckern, denn der DS 3 fährt sich wirklich gut. Für das Gewicht des DS 3 ist der Motor ausreichend groß dimensioniert und zeigt sich nicht überfordert.

Die Automatik schaltet grundsätzlich gut, solange man das Gaspedal nicht durchtritt und auf einen Spurt wartet mit raschen Gangwechseln. Manuell geht das aber auch, indem man entweder den Wahlhebel vor- oder zurückschiebt, um hoch- oder runterzuschalten.

Die leichtgängige Servolenkung gibt eine gute Rückmeldung und die verbaute Scheibenbremsanlage an Vorder- und Hinterachse lässt sich auch fein dosieren, dabei zeigt sie sich auch ausreichend groß dimensioniert.  Antriebslos ist er also nicht der DS Automobile DS 3.

DS 3 Galerie

Bezahlbar?

Zugegeben: Die Serienausstattung ist schon umfangreich beim DS 3, in der Ausstattungslinie „Sport Chic“ kommen noch Ambiente-Beleuchtung, Tempomat, Klimaautomatik, Lederlenkrad mit Alu-Einsätzen und 17″ Leichtmetallfelgen hinzu.

Unser Testwagen hatte zusätzlich noch das Dsire Paket an Bord, welches Mirrorscreen, eine Sitzheizung vorne, eine kleine Mittelarmlehne und eine Einparkhilfe beinhaltet. Als Sahnehäubchen hatte unser Flitzer noch das große Audio-System inklusive digitalem Radioempfang, LED Nebelscheinwerfern und 3D-LED Rückleuchten.

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Preislich startet der DS3 bei 15.890 Euro für den PureTech 82 mit 60 kW und 5-Gang-Handschltung. Den DS3 PureTech 110 bekommt man ab 22.540 Euro, unser Testwagen mit seiner Sonderausstattung liegt bei 26.860 Euro… und damit ist er dann definitiv kein Schnäppchen mehr.

Citroen versucht durch die zweite Marke DS Automobile den Luxus und Lifestyle Charakter mit der neuen Marke zu verbinden. Das mag klappen, aber meiner Meinung nach nicht in Deutschland.

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Die Frauensichtweise

Ich habe meine Verlobte gebeten, sich das Fahrzeug einmal anzusehen. Sie findet es attraktiv, aber unpraktisch. Ihr fehlen Ablageflächen und der Zugang zur zweiten Sitzreihe sei erschwert. Klar, ist ja auch nur ein 2 Türer.

Das Platzangebot im Kofferraum würde ihr reichen, jedoch bemängelt sie die nicht ausreichende Kofferraumbeleuchtung und die hohe Ladekante. Pfiffiges Gimick ist der eingebaute Dufterfrischer, aber er stellt sie auch vor die Frage: „Wer braucht denn so etwas?“

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Frauenauto? Auf die Frage, ob der DS 3 ein Frauenauto wäre, sagte Sie: „Für Singles bestimmt, für Muttis eher nicht!“ – klar, für Muttis gibt es ja den Citroen Berlingo – und der hält wirklich was er verspricht, ist dann aber nicht mehr so chic.

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