Neuwagen der Woche: Das Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet im Fahrbericht | Test

Trist ist ein Gefühl oder ein Eindruck der Traurigkeit oder Trübseligkeit – Triest ist definitiv nicht trist und auch nicht das Fahrzeug, welches wir heute vorstellen: Das neue Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet im Fahrbericht.

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Triest liegt im Nordosten Italiens am Golf von Triest, wenige Kilometer von der slowenischen Grenze entfernt. Die römische und mittelalterliche Vergangenheit sieht man den Bauwerken an. Die gesamte Altstadt von Triest ist voller eindrucksvoller Bauten, sehr oft im neoklassizistischem Stil. Triest hat eine sehr lange Küstenlinie und ist von Grünland, Wald- und Karstflächen umgeben und wenn man am Hafen steht und einfach nur in die Ferne blickt, dann kann vergisst man auch schon einmal all seine Alltags-Probleme.

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Viele Völker wie die Italiener, Österreicher und Slowenen haben in Triest ihre Spuren hinterlassen. Schlösser, Theater und sogar ein kleines Colosseum erwarten die Besucher von Triest. Wunderschöne Strecken zum Fahren, ein toller Ausblick. Die nördliche Adria, das Blau des Meeres, ein sehr schöner Fleck Erde und somit der richtige Ort, um ein besonderes Fahrzeug vorzustellen.

Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet

Gefahren sind wir das Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet, hier als C 400 4MATIC. Der Autoquartett-Liebhaber wird nun wissen, dass hier ein 3.0 Liter V6 Motor unter der Motorhaube steckt. Dieser verfügt über 333 Pferdestärken und das maximale Drehmoment von 480 Nm liegt im Bereich von 1.600 und 4.000 U/Min an der Kurbelwelle an.

Die Kraft geht, das verrät das 4MATIC, über alle vier Räder auf die Straße und dank dem 333 Pferdchen unter der Motorhaube, dem perfekt arbeitendem Getriebe und dem Allradantrieb sprintet das C-Klasse Cabriolet innerhalb von 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Doch ist das wirklich wichtig? Ist eine andere Zeitangabe hier nicht viel wichtiger? Richtig! Das Stoffverdeck! Das dreilagige Stoffdach öffnet sich voll automatisch per Tastendruck innerhalb von 20 Sekunden. Das funktioniert auch, wenn man Keyless-Go hat, und nah genug am Auto steht, per Schlüsselschalter. Wenn man es etwas eiliger hat, kann man das Dach auch während der Fahrt öffnen und schließen, bis Tempo 50 ist das kein Problem.

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Per Tastendruck kann man auch alle vier Fensterscheiben herunterfahren lassen und genießt das Open-Air Gefühl im viersitzigem Cabriolet. Die obligatorische Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h haben wir in Italien und auch in Slowenien natürlich nicht erreicht, nicht einmal angestrebt. Ich bin derjenige, der im Cabrio sogar langsamer unterwegs ist. Der Weg wird zum Ziel. Einfach mal die Fahrt genießen.

Mercedes-Benz C400 Cabriolet Fotos

Sehr gut gelöst: Das Belüftungssystem im Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet passt sich automatisch an, ist das Dach offen, dann wird es automatisch wärmer. Die automatische Klimaanlage bläst z.B. wärmere Luft zum Lenkrad und Mercedes-Benz konnte sich auch in Sachen „Luftschal“ einigen und darf den Airscarf wieder in Deutschland anbieten. Warme Luft wird so dem Nacken zugeführt, ich kann euch versichern, so macht Cabrio fahren Spaß. Ist es im Sommer zu heiß? Dann freut man sich sicherlich über die belüfteten Sitze und kühlende Luft aus der Klimaanlage.

Der Innenraum zeigt sich hochwertig verarbeitet, das C-Klasse Cabriolet lässt sich intuitiv bedienen, hier gibt es nichts zu meckern.

Die 9G-Tronic, also das Automatik-Getriebe macht einen hervorragenden Job, das gleiche gilt für das Fahrwerk, die Lenkung und die Bremsanlage. Unter uns? Ich hätte es auch gar nicht anders erwartet, denn die neue Mercedes-Benz C-Klasse hat uns ja bereits als Limousine, als T-Modell und auch als Coupé überzeugt.

Wir hatten das brilliantblaue C-Klasse Cabriolet leider nur für einen Nachmittag, daher können wir über die Verbrauchswerte nur mutmaßen. 8 Liter sagt NEFZ, dank den Tempolimits in Italien und Slowenien könnte das sogar hinkommen. Wie immer gilt: Lässt man die Pferde erst einmal los galoppieren, so wird man sie auch schneller zur Tränke führen müssen.

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Das finde ich toll: Ich hatte jahrelang Cabriolets. Das ist einfach ein ganz anderes Lebensgefühl. Diese Entschleunigung, diese Art, das Leben (und den Weg) zu genießen. Das C-Klasse Cabriolet kombiniert das mit einem guten Design, einem hochwertigem Stoffverdeck, einer tollen Innenausstattung, viel Design und einem guten Motor. Vermutlich würde der C 180 mit 156 PS auch reichen, um zu cruisen.

Insgesamt kommen fünf verschiedene Benzin-Motoren in das C-Klasse Cabriolet, dazu zwei Diesel. Ergänzt wird das noch durch das Mercedes-AMG Porfolio. Insgesamt hat man also die Qual der Wahl, ob man nun 156 oder bis zu 510 Pferdchen unter der Haube haben möchte. Am Ende wird sicherlich auch der Geldbeutel entscheiden.

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Wenn ihr mich fragt? Mercedes-AMG C 63 S mit 510 PS, dem genialen AMG Speedshift MCT (7 Gang Sportgetriebe), 700 Nm, einem Klang, welcher bei mir die Nackenhaare aufstellt und einer noch sportlicheren Optik.

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Vernünftiger wäre vermutlich ein kleinerer Benziner oder gar ein Diesel, wobei ich da aus Tradition sagen würde: In ein Cabrio gehört ein Benziner!

Mercedes-AMG C63 S Cabriolet Fotos

Mercedes-Benz spricht von einem alltagstauglichen Cabriolet und da würde ich sogar zustimmen, wenn man nicht viel Gepäck zu transportieren hat. Der Kofferraum zeigt sich natürlich schon etwas eingeschränkt. Insgesamt bietet er ein Volumen zwischen 285 und 360 Liter. Werfen wir da allerdings einen Blick auf die Mitbewerber (BMW 4er Cabriolet, Audi A5 Cabriolet), dann schneiden die in der Disziplin auch nicht wirklich besser ab.

In Sachen Fahrspaß, Sicherheit, Design und Qualität ist das neue Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet State of the Art und es hat in mir definitiv die Lust am Cabrio fahren wieder erweckt. Schade, dass ich andere Anforderungen an ein (Familien)-Fahrzeug habe, denn ansonsten wäre das C-Klasse Cabriolet vermutlich genau mein Auto. Doch ich brauche leider mehr Platz und schiele deswegen nächste Woche zur Präsentation der neuen Mercedes-Benz E-Klasse als T-Modell.

Mein Kritikpunkt?

Der fehlende Taster an der Heckklappe. Die Heckklappe geht über den Schlüsselschalter, über eine Taste in der Tür oder als Sonderausstattung auch per Fußkick auf. Ein einfacher Taster fehlt hier allerdings direkt an der Heckklappe und das ist mir bei der Probefahrt negativ aufgefallen. Ein kleiner Taster, z.B. in der Kennzeichenmulde, hätte mir hier schon gereicht. Mercedes möchte halt die Kundenhände sauber halten, hier hätte ich gerne die Wahlmöglichkeit als Kunde gehabt, von mir aus auch als optionales Feature.

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Fazit

Triest ist eine Reise wert und das C-Klasse Cabriolet definitiv eine Probefahrt! Für das C-Klasse Cabriolet stehen insgesamt (mit AMG) acht Benzin und zwei Dieselaggregate zur Verfügung. Bei einer Leistungsrange zwischen 156 und 510 PS dürfte für jeden der passende Antrieb dabei sein. Hier mal der 510 PS starke 4.0 Liter V8 aus dem C63 S Cabriolet:

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Eine Antriebslosigkeit kann man dem C-Klasse Cabriolet also nicht unterstellen. Der Allradantrieb 4MATIC ist im C400 und im C43 serienmäßig verbaut, im C200 und im C220 d kann dieser optional bestellt werden. Für die anderen Motorisierungen ist der Allradantrieb derzeitig noch nicht vorgesehen.

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