Neuwagen 2016: Audi A5 Coupé | Ford KA+ | Mercedes E-Klasse T-Modell

Die Automobil-Industrie hat es im Jahr 2016 extrem schwierig ihre ganzen Neuheiten vorzustellen. Es fehlen einfach die großen Messen. So nutzte Nissan z.B. das 24h Rennen am Nürburgring für die Nissan GT-R Nismo Weltpremiere. Andere Hersteller gehen andere Wege.

In diesem Beitrag stelle ich euch drei weitere Neufahrzeuge kurz vor und gebe die wichtigsten Fakten mit auf den Weg.

Audi A5 Coupé

Das neue Audi A5 Coupé feierte seine Premiere in der Nähe vom Stammwerk in Ingolstadt. Das ist keine grundlegend neue Idee, denn so kann man die Pressevertreter auch mal ins Museum oder in die Fertigung einladen. Ich gestehe: Ich mag das!

Deutschland ist so schön, warum nicht also alle mal zu uns einladen und die Fahrzeuge dort präsentieren, wo sie auch gebaut werden. Mit einem schönen Rahmenprogramm, gespickt durch viele Oldtimer, fuhr das Audi A5 Coupé auf und enttäuschte mich auf den ersten Blick.

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Aus privaten Gründen konnte ich die Präsentation nur im Live-Stream verfolgen, aber auf den ersten Blick erspähte ich hier nur ein Facelift. Klar, die Scheinwerfer sind sportlicher gezeichnet, der Kühlergrill ist tiefer gerutscht und während dieser in den letzten Jahren immer größer wurde, zeigt er sich nun bescheidener. Das soll wohl auch für die Motoren gelten, man spricht von bis zu 20% mehr Leistung und bis zu 20% weniger Verbrauch.

Neu beim Audi A5 Coupé ist aber eine ganz andere, sehr interessante Geschichte, die ich nun etwas detailierter beleuchten möchte. Waren früher nocht Motorleistungen von Interesse, so spielt das Thema „Digitalisierung & Konnektivität“ inzwischen eine übergeordnete Rolle.

Das Audi A5 Coupé ist das erste Fahrzeug von Audi, welches mit einer fest installierten SIM-Karte um die Ecke kommt. Keine Angst, die anderen ziehen nach.

Audi A5 Coupé Fotos:

Das Angebot ist das erste Ergebnis der Zusammenarbeit von Audi mit dem irischen Unternehmen Cubic Telecom und ab sofort stattet Audi seine neuen Modelle, die den Modularen Infotainmentbaukasten der zweiten Generation nutzen, mit der sogenannten Audi connect SIM aus.

Damit kann der (Erst-)Kunde die Audi connect Dienste bis zu drei Jahre lang kostenlos nutzen. Auch im Ausland. Das gilt aber nur für die Audi connect Dienste, wer die integrierte SIM-Karte z.B. nutzen möchte, um einen mobilen WLAN Hotspot aufzumachen, der muss – wie jetzt auch schon – zusätzliche Datenpakete dafür buchen. Da sollte man definitiv die Preise im Blick haben, eventuell fährt man hier mit einer alternativen Lösung unterm Strich günstiger.

Das Audi A5 Coupé geht in Deutschland mit fünf Motoren an den Start. Auch wenn die Sterne für die Diesel-Motoren eigentlich schlecht stehen, dominieren diese auch bei diesem Modell, denn es kommen zwei Benziner und drei TDI Aggregate unter die Haube.

Die Leistungsrange liegt zwischen 140 kW (190 PS) und 210 kW (286 PS). Das Fahrwerk soll neu entwickelt worden sein, das gleiche gilt für die elektromechanische Servolenkung und die Karosserie soll leichter geworden sein. Der cw-Wert von 0,25 kann sich auf jeden Fall sehen lassen und der wird, neben der Gewichtsersparnis, auch dafür sorgen, dass der Kraftstoffverbrauch gesunken ist.

Im Innenraum dominiert die technische Revolution, so zieht auch hier optional das Audi virtual cockpit ein, sprich das neue digitale Mäusekino mit einer Auflösung von 1.440 x 540 Pixel auf 12,3″. Schön: Der Kofferraum ist nicht geschrumpft, sondern marginal größer geworden, er bietet ein Volumen von 465 Liter – das ist für ein zweitüriges Coupé ein sehr guter Wert.

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Das Audi A5 Coupé kommt im Herbst 2016 in den Handel und ich freue mich natürlich auf das Sonder-Modell, Verzeihung auf das Audi S5 Coupé. Denn hier gibt es einen Turbo V6 unter der Haube, der das Coupé innerhalb von 4,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen soll.

354 Pferdchen zeigen sich dafür verantwortlich und weil knapp 25% der Käufer sich für ein sportliches Modell entscheiden werden, wird es auch vom neuen Audi A5 Coupé ein RS Modell geben, dafür brauch ich kein Hellseher sein.

Ford KA+

Erinnert ihr euch noch an den ersten Ford KA? Der war schon, ich nenne es mal, auffällig. Eventuell war der KA auch einfach nur anders. Nun wird er gewöhnlicher und kommt als Ford KA+ als 5-Türer auf den Markt und das zu einem günstigen Basis-Preis. Und wenn man fies sein möchte, dann sagt man, dass der neue Ford KA+ eigentlich ein älteres Ford Fiesta Modell ist, sicherlich mit einer frischen Optik und einigen technischen Spielereien.

Ab einem Basis-Preis von 9.990 Euro geht er in Deutschland auf den Markt und mit dem Preis spielt er dann mit gegen den Mitsubishi Space Star, den Opel Karl, den Nissan Note und allen anderen günstigen Kleinstwagen. Mit dem Preis ist er auch richtig gut dabei und hat auch einiges zu bieten:

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Der neue 1,2-Liter-Duratec-Benzinmotor kommt in zwei Leistungsstufen – 70 oder 85 PS, die Leistung geht über ein 5-Gang Schaltgetriebe auf die Vorderachse. Etwas hoch erscheint mir der kombinierte NEFZ-Verbrauch von 5.0 Liter, aber vermutlich ist der etwas näher an der Realität.

Ford KA+ Fotos:

Den Abstand zum Ford Fiesta hält der Ford KA+ z.B. durch die Länge. Der KA+ ist etwas kürzer als der Fiesta, aber 29 Millimeter höher. Der Kofferaum soll 270 Liter Gepäckraum fassen und 21 Ablageflächen im Innenraum warten förmlich nur darauf, entdeckt zu werden.

Optional kann man sich den Ford KA+ richtig gut ausstatten: Klimaautomatik, Lederlenkrad mit Tempomat, beheizbare Vordersitze, DAB-Audiosystem, Parksensoren hinten, getönte Scheiben und 15-Zoll-Leichtmetallräder und dank einem programmierbaren Schlüssel, mit den man die Höchstgeschwinigkeit begrenzen kann, ist der Ford KA+ sicherlich auch ein ideales Fahrzeug für Fahranfänger(innen).

Ein kompaktes Fahrzeug, zu einem günstigen Preis mit aktueller Sicherheitstechnik. Bei dem bin ich definitiv gespannt auf die erste Probefahrt.

Mercedes-Benz E-Klasse T-Modell

Mercedes-Benz macht, meiner Meinung nach, seit einigen Jahren alles richtig. Die neue S-Klasse, die neue V-Klasse, die neue C-Klasse (vor allem als Cabriolet) – alles Fahrzeuge, die man bedenkenlos weiterempfehlen kann und auch was das Design betrifft durchaus wieder meinen Geschmack treffen.

Da gab es ja schon schwierige Zeiten, auch bei der E-Klasse. Die schwierigen Zeiten sind vorbei, denn die neue E-Klasse hat mich technisch und optisch ja schon als Limousine überzeug. Als Familienvater mit erhöhtem Bauchumfang Platzbedarf habe ich mich daher schon sehr auf die E-Klasse als T-Modell gefreut.

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Ebenfalls aus privaten Gründen musste ich die Premiere – die im Rahmen eines Tennis-Turniers stattgefunden hat – nun online verfolgen, kann euch aber versichern, dass ich euch das Fahrzeug so bald es geht ausführlich vorstellen möchte, wohlwissend, dass die E-Klasse nicht der günstigste Kombi werden wird, ist er vermutlich einer der besten, die man für Geld (derzeitig) kaufen kann.

Mit einem Kofferraumvolumen von 670 bis 1.820 Liter zählt der Laderaum des E‑Klasse T-Modells zu den größten im Segment. Neu in der E-Klasse: Die Lehne kann um ca. 10 Grad steiler gestellt werden. Das sorgt für ein zusätzliches Ladevolumen von 30 Litern bei weiterhin voller Nutzbarkeit als Fünfsitzer. Das funktioniert auch andersrum für eine bequemere Sitzposition für die Passagiere in der zweiten Reihe.

Bis zum richtigen AMG-Modell gibt es die Light-Version. Da bin ich übrigens der Tradition verpflichtet: Für mich braucht ein richtiges AMG Modell einen von Hand gefertigten V8 unter der Haube.

Mercedes-Benz E-Klasse T-Modell Fotos:

Aber für den Geldbeutel gibt es natürlich jetzt schon eine sparsamere Version, die ganz und gar nicht langsam ist: Entscheidet ihr euch für das Mercedes-Benz E43 T-Modell, dann katapultiert euch der V6 mit dem Kofferträger innerhalb von 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und wem die Zahl bekannt vorkommt, der kann ja noch einmal kurz nach oben scrollen.

401 PS, 520 Nm und die neue 9-Gang Automatik. Damit kann man vermutlich alle Eventualitäten abdecken, sprich langsam fahren oder es krachen lassen, sparsam unterwegs sein oder mal ganz schnell von A nach B kommen – wenn es die Routen denn auch zulassen.

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Fotos: © Audi, Ford, Mercedes-Benz 2016

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