Neuwagen der Woche: Der neue Audi S4 im Fahrbericht

Sportlich geht es durch das Jahr 2016, gerade zur EM 2016 bietet es sich doch an, die Zeit zu nutzen, um auch ein paar sportliche Vertreter vorzustellen. Den Anfang haben wir ja mit dem Peugeot 308 GTI gemacht, machen wir nun weiter mit einem Vertreter(Fahrzeug) aus Deutschland: Das ist der neue Audi S4:

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Den Audi S4 kann man wie üblich als Limousine und als Avant bekommen, aber neben allen optischen Unterschieden verbindet sie eines: Der neu konzipierte 3.0 Liter TFSI mit 354 PS.

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Audi S4 Quartett-Daten

Der Benzindirekteinspritzer mit Turboaufladung beschleunigt die Limousine in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der Avant braucht dafür nur 0,2 Sekunden länger. Bei abgeregelten 250 km/h ist dann Schluss. Das maximale Drehmoment von 500 Nm liegt zwischen 1.370 und 4.500 Umdrehungen pro Minute an der Kurbelwelle an.

Bei den Punkten Leistung und Drehmoment wird der Vorgänger vom neuen Audi S4 überboten, bei Gewicht und Verbrauch soll er ihn jedoch unterbieten. Laut NEFZ soll der knapp 1,7 Tonnen schwere S4 zwischen 7,6 und 7,3 Litern auf 100 km verbrauchen, was aber laut meiner Erfahrung nicht realistisch ist, wenn man auch noch etwas Fahrspaß mit einkalkuliert.

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R+V24 Drive Check – Audi S4 Fahrbericht:

Zum serienmäßigen quattro Allradantrieb kann man optional auch noch ein Sportdifferenzial bekommen, was die Traktion noch weiter verbessern dürfte. Die gute Verzögerung übernimmt eine ausreichend groß dimensionierte Bremsanlage, die 350er Bremsscheiben an der Vorderachse zeigten sich komplett unbeindruckt von meinen Bremsversuchen. Im Vergleich zum Audi A4 ist der S4 um 23mm tiefer gelegt, das Fahrwerk zeigt sich sportlich und kann optional auch mit adaptiver Dämpferverstellung geordert werden.

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Das Fahrdynamiksystem Audi drive select ist im Audi S4 bereits Serie. Mit ihm kann man per Tastendruck die Kennlinien von Motor, Lenkung, Sportdifferenzial, 8-Stufen Automatik (übrigens von ZF) und Fahrwerk (falls das optionale, adaptive Fahrwerk verbaut wurde) verstellen. Hierfür stehen die Modi comfort, auto, efficieny, dynamic oder individual zur Auswahl.

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An technischen Features hat der S4 natürlich noch einiges zu bieten, unter anderem das adaptive cruise control Stop&Go inklusive Stauassistent. Sowas sollte meiner Meinung nach irgendwann jedes Fahrzeug haben, es ist der erste Schritt in Richtung autonomes Fahren, und nimmt dem Fahrer eine lästige Fahraufgabe ab.

Denn unter uns: Wer hat schon Spaß daran, im Stau zu stehen bzw. sich im quälenden Stop & Go Verkehr von A nach B zu bewegen?

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Audi S4 Fahreindruck

Der Fahreindruck vom Audi S4 ist 1A. Der Motor hängt gut am Gas, die Achtstufen-Automatik schaltet zügig rauf und runter und die Lenkung ist wunderbar direkt und gibt ein gutes Feedback. Der Audi S4 liegt perfekt auf der Straße.

Mein einziger Kritikpunkt ist der Motorsound beziehungsweise der der Abgasanlage, aber beim Sound ist es wie bei der Optik: Geschmacksache! Darüber sollte man auch nicht streiten.

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Mit Außenspiegeln ist sowohl der Avant als auch die Limousine 2,02 m breit, in der Länge messen die Modelle 4,74 m und der Radstand beträgt 2,82 m.

Der Audi Experte erkennt von außen schon, das unter der Haube etwas mehr steckt. Die Front- und Heckverkleidungen zeigen sich markanter als beim A4, außerdem bietet der Audi S4 geänderte Lufteinlässe, vier Endrohre, LED Scheinwerfer, vorne sowie hinten das S4-Emblem und V6T-Embleme auf den Kotflügeln.

Witzig: Beim neuen Audi S4 stimmt ja sogar das T auf dem Kotflügel, denn beim Vorgänger gab es zwar den gleichen Aufkleber (V6T) aber einen Kompressor unter der Haube.

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Serienmäßig rollt der S4 auf 18-Zöllern, aber ich finde, hier gehören mindestens 19-Zöller in die Radkästen, damit der S4 ein sportlicheres Auftreten hat.

Der Innenraum zeigt sich Audi-typisch aufgeräumt und hochwertig. Die Sitze sind bequem und gut verstellbar für jede Größe. Die Massage-Funktion ist angenehm. Die Passagiere haben vorne und hinten ausreichend Platz, wobei in der Limousine die Kopffreiheit durch die früher abfallende Seitenlinie etwas eingeschränkt ist.

Es können zwei Kindersitze im Fond befestigt werden, die Kinderhände sind durch einen Einklemmschutz sicher und die Innenraumbeleuchtung macht ihren Job sowohl vorne als auch hinten gut. Ablagen und auch Getränkehalter sind vorhanden.

Die Bedienung erfolgt intuitiv, die Instrumente lassen sich gut ablesen und die Optionen wie Audi virtual cockpit mit 12,3-Zoll-Monitor und S-spezifischem Modus und Head-up-Display sollen einem das Leben bzw. das Fahren nochmal erleichtern.

Das Lenkrad ist griffig und liegt gut in der Hand, die Bedienung des virtuellen Cockpits ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kein Problem mehr. Etwas auf die Ohren bekommt man gegen Aufpreis vom Premium-Soundsystem. Hier möchte ich die gute Konnektivität loben.

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Alltagstauglicher Sportwagen

Das Kofferraumvolumen der Limousine liegt bei 480 Liter, der Avant bietet 505 Liter. Umgeklappt geht selbstverständlich mehr rein; dann sind es für den Avant sogar 1.510 Liter bei dachhoher Beladung. Bei der Limousine hebt man das Gepäck über die 66 cm hohe Ladekante, beim Avant ist diese nur 60 cm hoch.

Was die Ladefläche angeht, hat hier der Avant natürlich Vorteile. Sie ist etwa einen Meter breit und lang und 69 cm hoch, wobei die Limousine nur 98 cm Breite zu bieten hat.

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Der Basispreis der Limousine liegt bei 59.300 Euro, der des Avants bei 61.150 Euro. Natürlich kann man diese Preise locker durch diverse Optionen nach oben schrauben und wem die Leistung noch nicht ausreicht, der wartet einfach auf den neuen Audi RS4, mit dem kann man bestimmt in unbestimmter Zukunft rechnen und der wird seine motortechnische Überlegenheit auch optisch noch einmal untermauern, da bin ich mir ziemlich sicher.

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