Vorsicht beim Autokorso

Dienstag wars soweit: Deutschland ist mit einem Sieg über Nordirland ins Achtelfinale der Fußball Europameisterschaft eingezogen! Über die Chancenverwertung lässt sich streiten, aber die Freude war überall groß!

Und dann dauert es nie lange: Der Abpfiff ertönt und nur wenige Minuten später hört man Gehupe und Gejohle – einer von vielen Autokorsos schiebt sich durch die Stadt.

In meinen Augen ist der Autokorso einfach ein Zeichen der Begeisterung und Freude, jubelnd feiern die Fans ihr Team. Allerdings hab ich was dagegen, wenn die Autofahrer meinen, sie müssten im Autokorso keine Regeln beachten!

Leider viel zu oft sehe ich, dass sich alle Mitfahrer weit aus den Fenstern hängen, z.T. sogar fahnenschwenkend in den Fenstern sitzen. Bei dem ruckeligen Fahren ist es nicht überraschend, dass dann und wann der Halt verloren und aus dem Auto gestürzt wird. Verkehrszeichen oder Ampeln verlieren scheinbar auch ihre Bedeutung.

Autokorso nur mit Regeln!

Sieg und Autokorso hin oder her, bitte haltet die Regeln ein, um euch – oder schlimmer noch unbeteiligte Dritte – nicht zu gefährden!

  • Ampeln und Verkehrszeichen wie Vorfahrt- oder Stoppschilder gelten, auch wenn dann der Autokorso geteilt wird
  • Kein Einfahren in Fußgängerzonen – Autoverbot gilt weiterhin
  • Kein komplettes Lahmlegen des Verkehrs / „Blockieren“ der Straße
  • Kein Mitnehmen von anderen Fans auf Dach, Ladefläche, Anhänger oder welche vermeintliche Möglichkeit euer Auto noch zu bieten hat
  • Kein Sitzen in den Fenstern

Die Polizei weist regelmäßig auf die Gefahr von großen Fahnen und Glasflaschen hin. Beim Schwenken der Flagge kann im schlimmsten Fall die Sicht stark behindert werden und vor allem beim engen Autokorso ist dann ein Auffahrunfall oder ein Anfahren eines Fußgängers schnell passiert. Auf die Straße gefallene Glasflaschen und ihre Scherben sind ebenfalls ein Risiko für Fußgänger und Autofahrer.

Bitte denkt beim nächsten deutschen Sieg – ich baue mal auf Sonntagabend – dran und bringt nicht leichtsinnig euch und andere in Gefahr!

Fotoquelle:
Wikimedia – Elke Wetzig

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