Mercedes-AMG GT R – Weltpremiere + Goodwood Festival of Speed

2016 ist definitiv kein gutes Jahr für Festivals, denn viele sind sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Auch beim inzwischen schon legendären Goodwood Festival of Speed hat es Regen gegeben. Mit dem Mercedes-AMG GT R zum Beispiel aber auch viele Highlights!

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Festival of Speed

Goodwood? Festival of Speed? Seit 1993 veranstaltet Lord March das Rennen auf seiner privaten Auffahrt. Das sogenannte Goodwood Festival of Speed zieht inzwischen ca. 200.000 Besucher an nur einem Wochenende an. Kein Wunder also, dass fast alle Hersteller sich dort präsentieren und einige haben auch etwas neues im Gepäck.

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Der Hillclimb

Der Goodwood Hillclimb ist inzwischen berühmt und berüchtigt, man fährt nur in eine Richtung, es ist kein Kreis, überholt wird auch nicht, denn man fährt nicht gegen andere Rennfahrer im direkten Duell sondern ausschließlich gegen die Zeit. Regnet es? Dann hat man Pech gehabt, vor allem wenn man noch auf Slicks unterwegs ist.

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Hach, der 1,86 km lange Hillclimb ist vermutlich auch deswegen so besonders, weil man dort gebündelt Fahrzeuge sieht, die man sonst vermutlich nicht in einem Jahr gesehen hätte. Ich stand, gut gegen Regen geschützt, kurz hinter dem Start – und ich kann euch versprechen und es sogar belegen, dass ich mehr als nur einmal eine Gänsehaut hatte.

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Zwischen den Rennfahrzeugen (übrigens aus fast allen Epochen) mischen sich seit einigen Jahren auch neue Fahrzeuge der Automobil-Industrie und manch Hersteller nutzt die Chance auch gleich für eine Weltpremiere.

Hulk war auch da: Mercedes-AMG GT R

Zum Beispiel Mercedes-AMG, die zeigten – wie passend – einen Sportwagen. Den Mercedes-AMG GT hatten wir hier im Drive-Blog ja bereits vorgestellt. Der Mercedes-AMG GT ist quasi Dr. Bruce Banner. Kennt ihr nicht? Gleich werdet ihr ihn kennen, denn wenn er wütend ist, dann wird er zum Hulk. Dann zereißt er sein Hemd, er wird grün, breiter und natürlich auch stärker.

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Das passt auch zum neuen Mercedes-AMG GT R, denn der ist nicht nur um 75 PS stärker geworden, sondern auch in der Spur um bis zu 56 mm breiter. In die Radkästen passen nun 12×20″ Felgen auf der angetriebenen Hinterachse und dort kümmern sich 325er Reifen darum, dass die Kraft von 575 PS bzw. 700 Nm nicht in Rauch aufgehen.

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Quartett-Karten-Daten

Innerhalb von 3,6 Sekunden von 0-100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 318 km/h, damit dürfte dieser, übrigens für die Straße zugelassene, Rennwagen in einigen Quartett-Spielen der Trumpf werden. Unter der Motorhaube schlummert der 4,0 Liter V8 bis zu dem Moment, an dem man ihn per Tastendruck anlässt. Dann darf der Fahrer noch schnell ein paar Einstellungen vornehmen und lossprinten.

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Der Mercedes-AMG GT R zeigt sich aber auch ansonsten innovativ, denn Mercedes-Benz bzw. Mercedes-AMG hat scheinbar alles getan, um das Fahrzeug performant zu machen:

Intelligente Luftleitsysteme, ein verstellbarer Heckspoiler, Lüftungsöffnungen, die sich bei Bedarf öffnen und schließen können, ein überarbeitetes Getriebe, Sportprogramme für die Rennstrecken-Kennlinien und dann natürlich die Modifikationen am Motor, denn schließlich wurde hier dank eines Ladedrucks von 1,35 bar und weiteren technischen Veränderungen die Mehrleistung aus dem inzwischen schon bekannten Aggregat gekitzelt.

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Aus der grünen Hölle auf die Straße

Die Farbe: „Green Hell magno“ ist übrigens ein Hinweis auf die Abstimmung des Fahrzeuges, während der Entwicklung wurde viel auf der legendären Nordschleife getestet, doch das Fahrzeug macht natürlich auch allen Renn- und Teststrecken der Welt eine gute Figur, so z.B. auch auf dem Bilster Berg in Bad Driburg oder eben auf dem Hillclimb vom Festival of Speed in Goodwood.

Detailverliebte Änderungen zum zivileren Bruder: Ein Traum aus Alu, Stahl und Carbon. Die Kotflügel und das Dach z.B. bestehen aus dem Werkstoff aus dem Rennsportwagen-Träume gebaut werden.

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Im direkten Vergleich zum Mercedes-AMG GT / Mercedes-AMG GT S kommen hier schwarze Scheinwerfer zum Einsatz. Das steht dem Fahrzeug ausgesprochen gut und ich könnte mir vorstellen, dass nun einige GT- / GT S-Besitzer die ebenfalls montiert haben wollen.

Veränderungen gibt es natürlich auch an der Front, hier gibt es einen Streben-Kühlergrill, der entfernt an den Panamericana-Mercedes bzw. an den Mercedes-AMG GT3 erinnern dürfte. Darunter große Lufteinlässe und am Heck dominiert, neben dem großen Heckspoiler, der in Verbindung mit dem Luftleitsystem bis zu 40 kg Abtrieb erzeugen kann, die neue Abgasanlage.

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Gänsehaut-Sound!

Die Auspuffanlage besteht, auch aus Gewichtsgründen, aus Titan. Öffnet man die Klappensteuerung, dann blubbert der V8 aus drei Rohren die Symphonie der Kraftstoffvernichtung. Ach, so viel soll der GT R ja gar nicht verbrauchen, laut NEFZ (HUST, HUST, HUST) sind es nur 11,4 Liter. Wer das glaubt, der wird seelig.

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Der Preis ist vermutlich auch heiß!

Kommen wir nun zum vermutlich ärgerlichsten Teil was den Mercedes-AMG GT R betrifft: Marktstart ist im November 2016, in den Handel kommt er erst im März 2017 und der Preis? Der wird – so verrät es mir meine Glaskugel und das ist definitiv nicht bestätigt – um die 175.000 Euro liegen. Autsch!

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FoS Goodwood 2016 Bilder

Weil ich genau weiß, dass unser Fritz von der R+V24 so ein großer Goodwood-Fan ist, werde ich ihm und natürlich auch euch am Freitag noch mal von dem Hillclimb berichten und vermutlich den Beitrag mit der größten Bilder-Galerie hier im Drive-Blog erstellen, denn zu sehen gab es in Goodwood definitiv zu viel, um das einfach nicht zu zeigen. Am Freitag sprechen wir dann auch über den neuen Porsche Panamera, der fuhr in Goodwood nur noch leicht getarnt, kein Wunder, feierte er ja gestern (am 28.06.2016) seine Weltpremiere in Berlin.

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