Augen auf beim Mietwagen

In meinem letzten Beitrag habe ich allgemein über die Qual der Wahl des richtigen Verkehrsmittels geschrieben, heute geht es konkret um Mietwagen. In Kürze brechen wir wieder mal auf, um die Welt ein wenig unsicherer zu machen. Mein Neffe wird in Litauen getauft und wir fliegen nach Riga, um von dort per Leihwagen zum endgültigen Ziel zu fahren.

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Klingt ziemlich unspektakulär, der Teufel liegt aber im Detail: Wir haben uns bisher immer erst vor Ort um einen Leihwagen gekümmert und haben damit keine wirklich schlechten Erfahrungen gemacht. Dieses Mal planen wir etwas weiter im Voraus, da wir direkt vom Flughafen in Riga aufbrechen möchten.

Wo überhaupt anfangen? Im Internet auf jeden Fall. Ich habe zunächst einmal bei ein paar Großen der Branche nachgeschaut: Die Preise kamen mir dann doch recht hoch vor.

Also die Suchmaschine anschmeißen und ein Vergleichsportal oder ähnliches finden. Das ist natürlich kein Problem. Für eine Preisanfrage braucht man nicht viele Angaben: Mietzeitraum und Abholort. Dann erhält man eine endlos lange Liste mit Autos und den dazugehörigen Preise. Wer soll da noch durchblicken?

Niemand! Deswegen sollte man die Liste auch weiter filtern. Allen voran die Größe des gewünschten Automobils. Klein, sehr klein, mittelgroß und so weiter und so fort. Allerdings ist dabei dringend zu beachten: In den seltensten Fällen bekommt man genau das abgebildete Auto. Ausnahmslos alle Anbieter garantieren nur eine gewisse Kategorie. D. h. man weiß nicht, ob man auf einen VW Gold, Ford Focus oder doch ein komplett anderes Auto trifft.

Auf welche Details muss man achten?

Da wären natürlich die Inklusivkilometer. Meine Erfahrung bisher ist allerdings, dass die fast immer unbegrenzt sind.

Auch sehr wichtig: Die Selbstbeteiligung im Schadenfall. Und hier sollte man wirklich genauer nachlesen, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Bei manchem Anbieter kann sich eine Selbstbeteiligung schnell auf 2.500 Euro belaufen.

Beim Thema „Anbieter“ sind auch ein paar Fallstricke versteckt: Man muss unterscheiden zwischen Anbieter und Verleiher vor Ort. D.h. das Auto, das ich miete, wird mir von Firma A zur Verfügung gestellt, ich muss es aber bei Firma B abholen. Ich rate dringend dazu, die Bedingungen beider Anbieter zu lesen, bevor man sich entscheidet.

Notrufsäule

In unserem ganz konkreten Fall müssen wir die Landesgrenze überschreiten und werden mehrere Tage in Litauen unterwegs sein bis wir den Wagen wieder in Riga, Lettland, abgeben. Da gibt es ebenfalls gewaltige Unterschiede: Während manche Anbieter bis zu 20 Euro am Tag verlangen haben wir uns für eine Vermietung entschieden, die das pauschal mit 30 Euro berechnet.

Also ist es im Grunde recht einfach: Das Kleingedruckte lesen!

Es ist nervig und anstrengend aber unerlässlich, wenn man sich vor bösen Überraschungen schützen möchte.

Bildquelle
Kofferraumbeladung: Paffy69/iStock/Thinkstock
Notrufsäule: ollo/iStock/Thinkstock

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