Hüte dich vor einer leeren Autobatterie!

Meine Kollegin Verena hat bereits von einiger Zeit von ihrer freundlichen Hilfsaktion bei einem Kollegen berichtet. Bei ihm war die Batterie leer und sie konnte mit einem Überbrückungskabel schnell für Hilfe sorgen. Wie lässt sich eine leere Autobatterie verhindern?

Leider ist nicht immer ein Überbrückungskabel und ein Spenderauto in Reichweite.

Für mich ist die Batterie des Autos ein kleines Mysterium: Wie lange hält sie? Was, wenn ich sehr viel Kurzstrecke fahre? Wenn sie leer ist, ist sie dann kaputt und eine neue muss her?

Leere Batterie aufladen oder austauschen?

So ging es mir nämlich nachdem der Wagen fünf Wochen nicht bewegt worden war. Keinerlei Aktion beim Drehen des Schlüssels im Zündschloss. Der herbeigerufene ADAC bestätigte die Annahme, dass die Batterie komplett leer war.

Zusätzlich zur Überbrückung wollte mir der gelbe Engel auch gleich eine neue Batterie verkaufen, die alte sei wegen der langen Zeit ohne Ladung nicht mehr zu gebrauchen. „Leider“ hatte er im Auto keine dabei. Etwas skeptisch über die gut 80 Euro, die er mir abverlangt hätte, fragte ich bei einem Autoteileladen um die Ecke nach: Geht auch für 50.

Trotzdem lieh ich mir das Ladegerät von meinem Vater und lies die Batterie mit niedriger Leistung über Nacht langsam laden. Es hat geklappt: Seit über 1,5 Jahren tut die Batterie weiterhin ihren Dienst.

Vielleicht hatte ich auch nur Glück. Fakt ist, dass eine Batterie ziemlich lange leben kann. Die Leistung und Lebensdauer ist vor allem davon abhängig, welche Strecken man fährt:

Auf Langstrecken mit konstant hohe Geschwindigkeit wie auf der Autobahn wird die Batterie geladen. Kurzstrecken reichen nicht, um die Batterie ausreichend zu laden.

Hinzu kommt auch die Temperatur: Ist es kalt, sinkt die Leistung der Batterie. Besonders anschaulich ist das bei den Batterien der Elektroautos, da schrumpft die Reichweite im Winter bei Minustemperaturen sehr schnell.

Wie verhindert man aber eine leere Autobatterie?

Viele Möglichkeiten bieten sich da leider nicht!

Eine einfache Lösung ist das Abklemmen: Wenn ein Pol von der Autobatterie gelockert und abgezogen wird, erhält kein Verbraucher mehr Strom.

Das klingt einfach und plausibel, ist aber mit Vorsicht zu genießen: Dass beim Anklemmen der Batterie die Uhr im Auto neu gestellt werden muss, ist vermutlich das geringste Problem. Komplizierter könnte es bei dem Diebstahlschutz des Radios werden. Denn der springt oft an, wenn der Strom getrennt wurde.

Also am besten sucht man den Sicherheitscode, bevor man den Saft abdreht. Bei modernen Autos mit umfangreichen Entertainment-Systemen ist unbedingt vorher zu prüfen, ob eventuell persönliche Einstellungen, das Telefonbuch oder Navigationsdaten gelöscht werden!

Eine andere Lösung ist ein sogenannter Batteriewächter. Ein kleines Bauteil, das man in verschiedenen Ausführungen für nicht allzu viel Geld (max. 20 Euro) kaufen kann. Es wird zwischen Batterie und Verbraucher geschaltet. Eine einfache Variante kann z.B. über farbige LEDs den Zustand der Batterie anzeigen: Von „Alles OK“ bis „Unbedingt laden“.

Eine clevere Variante des Batteriewächters hat ein weiteres Gimmick an Bord: Es trennt die Verbraucher, bevor nicht mehr ausreichend Leistung der Batterie vorhanden ist, um das Auto noch ein- oder zweimal zu starten. Dann hat man vermutlich auch ein Problem z. B. mit dem plötzlich stummen Radio, aber man kann immerhin noch fahren und über die Fahrt die Batterie aufladen.

 

Bildquelle:
Autobatterie mit Überbrückungskabel: Joe Belanger/iStock/Thinkstock

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