Die Zukunft der Post

Es tut sich was bei der Zustellung von Briefen und Paketen! Letztens hatte Jens schon über die Lieferung ins Auto berichtet, und ich bin in dem Kontext über die Elektro-Ambitionen der Deutschen Post gestolpert.

Die Deutsche Post stellt mit ihren gelben Zustellfahrzeugen einen großen Fuhrpark. Diese enorme Anzahl an Autos hat folglich auch enorme Auswirkungen – aktuell mit klassischen Antrieben ausgestattet, tragen die Postautos gezwungenermaßen natürlich auch negativ zum Klimawandel bei. Doch das soll sich ändern!

Deutsche Post setzt auf E-Streetscooter

Die Deutsche Post produziert einen elektrobetriebenen Transporter, den Streetscooter. Dieser ist der Startschuss für eine Kehrtwende im Unternehmen, denn mittelfristig soll die gesamte Flotte auf Elektroautos umgestellt werden – von bis zu 70.000 Fahrzeugen ist die Rede.

Streetscooter der Deutschen Post

Scheinbar war der auf Praktikabilität ausgerichtete Wirtschaftsverkehr für die klassischen Autobauer nicht interessant genug, so dass die Deutsche Post selbst in die Konzeption und Entwicklung des Elektro-Transporter eingestiegen ist. Mittlerweile ist der 1.000 Streetscooter produziert und die Ziele wachsen: Man will in die Serien- und Massenproduktion einsteigen und so Kapazitäten von 10.000 Fahrzeugen pro Jahr stemmen können.

Vor allem bei Zustellfahrzeugen, die viel in urbanen Räumen unterwegs sind, macht der Umstieg auf Elektromobilität Sinn! Umweltministerin Hendricks unterstützt die Elektro-Ambitionen der Post: „Gerade der Wirtschaftsverkehr findet in den Städten statt und wird sich in Zukunft noch ausweiten.“ Das Umweltministerium unterstützt das Vorhaben übrigens mit 9,5 Millionen Euro.

Streetscooter der Deutschen Post

Schweizer Modellversuch: selbstfahrende Lieferroboter

Einen Schritt weiter ist die Schweizer Post: Sie setzt in einem Testfeld ab September auf Zustellungen durch selbstfahrende Roboter.

Die kleinen Roboterfahrzeuge werden im Modellversuch von Menschen begleitet, sind im Schritttempo unterwegs und schaffen Distanzen von sechs Kilometern und Lasten von zehn Kilogramm. Auf Grund des eingeschränkten Radius fokussiert sich die Schweizer Post im Modellversuch auf typische Anwendungsbeispiele aus dem Rahmen same-day bzw. same-hour delivery wie beispielsweise Lebensmittel oder Medikamente.

selbstfahrender Lieferroboter der Schweizer Post

Dabei ist der Roboter mit verschiedenen Kameras und Ortungssignalen ausgestattet, um sicher zu navigieren. Wenn es doch mal heikel werden sollte, kann stets über einen Remote-Zugriff eingegriffen und „geholfen“ werden. Da er jedoch bei jeder Fahrt dazu lernt, sollte das nicht lange notwendig sein.

Ziel ist es, die Eignung von Robotern bei der finalen Zustellung zu überprüfen und dann im besten Fall eine Ergänzung im Bereich der Zustelllogistik gefunden zu haben.

Was haltet ihr von den Weiterentwicklungen der Deutschen und der Schweizer Post?

Ich muss sagen, den Einsatz von Elektro-Transportern finde ich eine richtig gute Idee! Wie oft steht der gelbe Post-Bulli mit laufendem Motor vor dem Haus, während der Postbote durch die Gegend flitzt, um alle Briefe und Pakete zuzustellen? Da ist mit Sicherheit einiges an CO2-Einsparungen drin!

Die Roboterzustellung finde ich spannend und würde das gerne mal testen! Aber nun zu euch: Was sagt ihr zu den Neuerungen?

selbstfahrender Lieferroboter der Schweizer Post

Bildquellen:
Streetscooter Deutsche Post: StreetScooter / Deutsche Post DHL Group
Lieferroboter Schweizer Post: DIE POST

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