Mazda 3 Skyactiv-D 105 – Wie schlägt sich der neue Diesel im Alltag?

Der Mazda 3 und meine Wenigkeit! Eine ganz besondere Verbindung! Noch vor der Weltpremiere sind wir das Fahrzeug damals in Russland gefahren und konnten uns von den Nehmerqualitäten überzeugen.

Jetzt hatten wir das Fahrzeug in Deutschland, um uns von dem neuen Motor und von der Alltagstauglichkeit zu überzeugen. Zu den Mitbewerbern zählen wir alle Fahrzeuge aus der Kompaktklasse. Das wären z.B. der VW Golf, der Opel Astra, Nissan Pulsar, der KIA C’eed, der Hyundai i30, der Ford Focus, der Seat Leon oder auch der Peugeot 308. Ein hart umkämpftes Feld und da muss man sich auch schon behaupten.

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Mazda 3 Design Check

Wir fahren hier das Sondermodell Nakama, welches auf der Center-Line aufbaut. Der Mazda 3 als Schrägheck ist 4.46m lang, 2.05m breit und verfügt über einen Radstand von 2.70m. Drehen sich beim Serienmodell noch 16″ Stahlfelgen in den Radkästen, gibt es ab der Center-Line 16″ Alu-Felgen. Bei unserem Sondermodell drehen sich formschöne 18″ Felgen im Radkasten. Attraktiv finde ich – neben der aufpreispflichtigen Farbe Rubinrot Metallic – die Scheinwerfer und die Rückleuchten vom Mazda 3. An der Front kommen Bi-Xenon-Scheinwerfer zum Einsatz, hinten setzt der Hersteller auf LED-Heckleuchten.

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Mazda 3 Skyactiv-D 105 Motor Check

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Unter der Motorhaube von unserem Mazda 3 sitzt ein 1,5 Liter 4-Zylinder. 105 PS werden bei einer Drehzahl von 4.000 U/min realisiert. Zwischen 1.600 und 2.500 U/min realisiert der kernig klingende Selbstzünder 270 Nm. Den Standartsprint erledigt unser Testwagen innerhalb von 11 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 185 km/h.

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Mazda 3 Sicherheit Check

Bereits in Russland konnten wir uns davon überzeugen, wie sicher man sich in dem Fahrzeug fühlt! Selbst bei den schlechtsten Straßenverhältnissen, die ich je erlebt hatte, hatte ich nie ein unsicheres Gefühl. Der Mazda 3 kommt mit den üblichen Assistenzsystemen. Der Mazda 3 (der übrigens ab 2013 gefertigt wurde) hat sich auch im NCAP Crashtest gegenüber seinem eigenen Vorgänger in allen Kriterien verbessert. 5 Sterne, die Bestnote. Dafür zuträglich war der verbesserte Fußgängerschutz, aber auch die Gurtwarner, das Notbremssystem, die verbauten Airbags und die optionalen Assistenzssysteme.

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Mazda 3 Innenraum Check
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Ausreichend Platz für vier Personen bietet der Mazda 3, vorne würde ich das Platzangebot als großzügig bewerten. Augenfang ist das 7″-Farbdisplay, welches bei stehendem Fahrzeug auch als Touchscreen nutzbar ist. Hinten kann man ohne Probleme zwei Kindersitze montieren, was mir hier fehlt ist der Einklemmschutz für die Fensterheber.

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Mazda 3 Kofferraum Check

Das Kofferraumvolumen wird mit 364 Liter angegeben. Klappt man die Rücksitzlehnen um, steht ein Volumen von 1263 Liter zur Verfügung. Das Dach kann mit 75 kg beladen werden, die maximale Zuladung vom Mazda 3 Schrägheck Skyactiv-D 105 Nakama liegt bei 600 kg. Kritikpunkt? Die Kofferraumbeleuchtung ist mir persönlich nicht ausreichend, die Ladekante ist ca. 70 cm hoch. Die Gepäckstücke muss man über eine 16 cm hohe Stufe heben.

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Mazda 3 Skyactiv-D 105 Verbrauch Check

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Leer wiegt der Mazda 3 mit unserer Skyactiv-D 105 Motor-Getriebe-Kombination 1345 kg, das kommt ihm auch beim Verbrauch zu Gute: In Verbindung mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe soll der kombinierte Verbrauch bei 3,8 Litern je 100 Kilometer (entsprechender CO2-Ausstoß von 99 g/km) liegen, mit der optionalen Sechsstufen-Automatik beläuft sich der Verbrauch auf 4,4 Liter je 100 Kilometer bei CO2-Emissionen von 114 g/km. Wie immer lag mein persönlicher Verbrauch etwas drüber, eventuell sollte ich doch mal einen Sprit-Sparkurs belegen.

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Mazda 3 Fahreindruck Check

Die verbaute 6-Gang Handschaltung überzeugt durch angenehme Schaltwege, das Getriebe würde ich also als knackig beschreiben. Schon in Russland überzeugte das sportlich straffe Fahrwerk durch die Nehmerqualitäten, auch hier in Deutschland überzeugt es auf unseren Straßen. Wer häufig längere Strecken fährt, dem könnte es ggf. auch etwas zu sportlich sein. Die verbaute Bremse spricht gut an und die Dosierbarkeit sowie der aufzuwendende Kraftaufwand gehen auch vollkommen in Ordnung. Bei der Lenkung gefällt mir die Leichtgängigkeit und die Rückmeldung.

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Der neue kleine Diesel-Motor überzeugt durch seinen Durchzug und auch die Fahrwerte sind ansprechend, er klingt rauh und ist akustisch schon präsent, aber nicht störend.

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Mazda 3 Kosten Check

In der Basis-Ausstattung startet der Mazda 3 ab 17.690 Euro, wählt man unsere Motor- und Getriebekombination muss man mindestens 25.190 Euro investieren. Dank einiger Optionaliäten wird unser Mazda3 ca. 26.630 kosten. Die Versicherungsklassen sind: 17 / 23 / 23.

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Mazda 3 Fazit und Zielgruppen-Check

Mazda 3 für für Singles / Paare? Als Einstiegsauto würde ich ggf. eher zum Mazda 2 raten, der ist nämlich auch richtig gut geworden, aber klar: Gegen den Mazda 3 spricht hier nichts, wobei ich mir vorstellen könnte, dass ein 165 PS Benziner hier ggf. etwas mehr Spaß machen könnte.

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Mazda 3 für Familien mit einem Kind? Das klappt! Selbst mit Kindersitz und Kinderwagen (sofern klappbar). Das Platzangebot reicht vollkommen aus für Familien mit einem Kind.

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Mazda 3 für Familien mit zwei Kinder? Hier wird es dann schon etwas enger. Familien mit zwei Kinder und / oder ggf. auch sportlichen Interessen sollten sich eventuell mal den neuen Mazda 6 als Kombi ansehen.

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Mazda 3 für die Best Ager? Da ist das Fahrwerk ggf. doch etwas zu straff, die Sitzposition etwas zu tief. Hier würde ich eher die SUVs von Mazda empfehlen, die bieten eine ähnliche Ausstattung und Optik, glänzen aber durch eine höhere Sitzposition.

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