Nutzfahrzeug IAA 2016: Das zeigen Mercedes-Benz, Nissan und ZF!

Am Freitag hatten wir hier schon ein paar Nutzfahrzeug IAA 2016-Highlights präsentiert, nämlich den e-Crafter von Volkswagen, dazu den Amarok und den VW Multivan PanAmericana.

Heute dreht sich alles um Nissan und Mercedes-Benz, die beiden Hersteller haben ja sowieso eine innige Partnerschaft abgeschlossen – doch dazu später mehr.

Am Stand von Nissan ging es heiß her, zwei Fahrzeuge drehten sich auf den Drehtellern und man wusste nun gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Auf der einen Seite eine beeindruckende Pick-Up Studie, auf der anderen Seite der Nissan NV300, der Nachfolger vom Primastar, der perfekt die Lücke zwischen NV200 und NV400 schließen wird.

Eine kurze Sitzprobe konnte ich mir nicht verkneifen, immerhin schließt der NV300 nicht nur Lücken im Nutzfahrzeug-Bereich, sondern könnte auch ein interessantes Fahrzeug für Großfamilien werden. Nissan selbst sieht das Fahrzeug unter anderem als vielseitiges mobiles Büro, also auch als ideales Geschäftsfahrzeug, wenn man mal wieder etwas mehr Platz benötigt.

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Als Personentransporter ist der NV300 in zwei Längen verfügbar und bietet Platz für bis zu neun Personen. 3,75m oder 4,15m – das bleibt hier die Frage! Und natürlich auch welcher Antrieb unter die Haube wandern darf.

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Unter der Motorhaube des NV300 kommt ein guter, gar nicht mal so alter, Bekannter zum Einsatz. Der 1,6-Liter-Diesel, den wir bereits aus dem Nissan Qashqai und dem Nissan X-Trail kennen. Er wird im NV300 in vier Leistungsstufen angeboten, so hat der Kunde die Wahl zwischen einer Leistungsrange von 70 kW (95 PS) bis 107 kW (145 PS). Geschaltet wird über ein manuelles 6-Gang Getriebe.

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Die erste Sitzprobe auf der Nutzfahrzeug IAA 2016 ist positiv aufgefallen, die verarbeiteten Materialien machen einen guten Eindruck, die verschiedenen Verstaumöglichkeiten machen Lust auf mehr – ich werde den NV300 so schnell es geht auch mal Probe fahren.

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Probe fahren würde ich auch gerne den Pick-Up. Der Nissan Navara wurde von Daimler als Basis für ein eigenen Pick-Up ausgewählt, mehr muss man zu dem Nissan eigentlich schon gar nicht mehr sagen, das ist ja bereits ein großes Lob. Wir sind den Nissan Navara auch schon gefahren, aber das Nissan Navara EnGuard Concept interessierte mich trotzdem.

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Der rollende Lebensretter, alles dabei was man haben muss und dann noch durchaus Offroad-tauglich. 50 mm erhöhte Bodenfreiheit, Spurverbreiterungen vorne und hinten, 16″ Felgen mit Offroad-Reifen der Dimension 285/75 R16 – auch wenn er mir optisch sehr gefällt, hier sind die bauartlichen Veränderungen nicht (ausschließlich) dem Design geschuldet.

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Auch die Bremsen sind neu: An allen Rädern kommen gelochte und belüftete 300mm Scheiben zum Einsatz. Unter der Haube arbeitet ein 2,3 Liter großer Selbstzünder und schafft Höchstleistungen von 140 kW (190 PS). Die Kraft geht anschließend über ein 7-Gang Automatikgetriebe auf alle vier Räder, hier wird die Kraft dann je nach Bedarf verteilt.

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Der Nissan Navara empfiehlt sich natürlich auch als Zugmaschine: bis zu 3,5 Tonnen darf er ziehen und ich bin bei meinem Rundgang auch weitergezogen. Eine Halle weiter befindet sich nämlich das Mercedes-Benz Wunderland und dort findet man wirklich alles von Mercedes-Benz Citan (nun auch in einer leichten Offroad-Variante, mit neuem Motor und Doppelkupplungs-Getriebe) über den Mercedes-Benz Vito (mit Business-Ausstattung und Panorama-Glasdach) bis hin zum LKW der Zukunft, der dann rein elektrisch seine Runden drehen soll. Imposant fand ich allerdings die Zukunft vom Sprinter, Vision Van genannt.

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Bringen wir es auf den Punkt: Im Nutzfahrzeugbereich sind drei Dinge immer wichtiger geworden: Sicherheit, Effizienz bei bestehenden Antriebsarten und die Elektrifizierung. Dabei ist mir aufgefallen, dass es überall nun luxuriöser zugeht, die Innenräume von den neuen LKWs (egal bei welchem Hersteller) sind ja schon traumhaft schöne Arbeitsplätze geworden. Die Zulieferindustrie arbeitet Hand in Hand mit den Herstellern an der Vision 0 und wenn es z.B. nach ZF geht, dann nimmt die Technik uns zukünftig auch den Schrecken vor LKW-Unfällen.

Der Acryl-Truck zeigt sämtliche Bauteile von ZF, schon imposant. Imposanter sind da natürlich die neuen Getriebe und Antriebsachsen. Sparsamer, auf Wunsch als Hybrid oder sogar rein elektrisch lieferbar. Der elektrisch angetriebene Bus, keine große Vision mehr – die Zukunft kann kommen.

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Von einer Messe zur nächsten geht es für mich, denn ich bin derzeitig bereits in Paris und schaue mir dort die neuen PKWs an. Ob die mit den Nutzfahrzeugen mithalten können? Ihr werdet es hier im drive-blog.de erfahren.

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