Automobil-Salon Paris 2016: Elektromobile sind auf dem Vormarsch!

Der Automobil Salon in Paris ist in diesem Jahr nach Genf die zweitwichtigste Automobil-Messe in Europa. Das liegt natürlich auch daran, dass in diesem Jahr keine PKW-IAA in Deutschland stattfindet. In diesem Beitrag möchte ich auf drei Elektro-Fahrzeuge detaillierter eingehen, zwei Studien und ein serienreifes Fahrzeug, welches man so bereits bald bestellen kann.

Das Thema Elektromobilität wird uns in den kommenden Jahren definitiv noch weiter begleiten und dank gestiegenen Reichweiten – und hoffentlich auch bald fallenden Preisen – wird das Elektrofahrzeug auch für immer mehr Käufer spannend. Derzeitig zieht das Förderprogramm vom Staat ja noch nicht so, eventuell werden das die neuen Modelle ändern.

Mercedes-Benz fragt auf dem Automobil-Salon Paris 2016 mit seinem Concept, ob wir „Ready to change“ sind? Sind wir bereit uns zu verändern? Müssen wir uns verändern? Nun, die Autos müssen sauberer werden, durch die Elektromobilität kann das lokal sogar funktionieren. Dennoch möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass die Elektrofahrzeuge nur dann die Umwelt schonen, wenn sie auch mit sauberem Strom betankt und auch sauber hergestellt werden.

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Der größte Kritikpunkt, neben dem Preis, war bis dato immer die Reichweite. Daran haben alle Hersteller gearbeitet, so gibt es den BMW i3 und den VW e-Golf z.B. demnächst auch mit einer NEFZ Reichweite von 300 km. Der Renault ZOE erhöht auf 400km. Der Opel Ampera-e könnte diesen Fahrzeugen nun aber die Show stehlen.

Nicht nur die Reichweite spricht für den Opel Ampera-e, sondern auch die Leistung. 204 PS, 360 Nm. Das sind durchaus sportliche Werte. Laut NEFZ (dem Neuen Europäischen Fahrzyklus) schafft der Messe-Hauptdarsteller von Opel über 400 km ohne einen Zwischenstopp an der Ladesäule. Dabei bietet er noch Platz für fünf Personen, etwas Gepäck und ist ansonsten auch richtig gut ausgestattet. Was noch fehlt ist der Preis – wenn der passt, könnte der Opel Ampera-e zum Game Changer werden.

Volkswagen lässt uns weit in die Zukunft blicken, denn die Studie „Volkswagen I.D.“ soll ab 2020 auf der Straße zu sehen sein. Der I.D. ist der erste Volkswagen der den Grundstein bilden soll für eine komplette Flotte von Elektroautos. Die Studie bietet je nach Leistung und Batteriegröße eine Reichweite zwischen 400 und 600 km und zeigt bereits jetzt in Paris die Vision des vollautomatisierten Fahrmodus (erst ab 2025 erwartet). Dafür zieht sich das Lenkrad ein und gibt Platz frei für den Fahrer.

Auf den ersten Blick ist dieses Fahrzeug als „Zero Emission Vehicle“ zu entdecken, das hatte Volkswagen bis dato beim VW e-Up und dem VW e-Golf nicht gemacht – bzw. nur noch durch veränderte Designelemente zum Ausdruck gebracht.

Der Volkswagen I.D. ist auf den ersten Blick als Elektrofahrzeug zu erkennen. Unter der Haube sitzt ein 125 kW starker Elektroantrieb, der ist gut für eine autobahntaugliche Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Auf der Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens von Volkswagen entsteht hier ein Fahrzeug, welches parallel zum VW Golf an den Start gehen soll. Mir gefallen der sogenannte „Open Space“, also das Platzangebot im Innenraum und durchaus auch der Design-Mix.

Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Der Volkswagen I.D. ist eine Idee, ein Concept, eine Studie – aber er wird kommen. Ob sich das Design in den nächsten vier Jahren noch ändern wird? Vermutlich. Vermutlich sind auch nicht alle Dinge direkt umsetzbar, aber neue Anzeige- und Bedienkonzepte werden wir sehen, neue Elektrofahrzeuge ebenfalls und früher oder später werden wir auch teilautonom unterwegs sein – da bin ich mir ziemlich sicher.

Das Fahrzeug ist interessant gezeichnet, dank einem langen Radstand bietet er viel Platz im Innenraum und dank der Räder, die sich an der Vorderachse stark einlenken lassen, schrumpft der Wendekreis auf nur 9,9 Meter. Der viertürige Volkswagen I.D. ist mit einer Länge von 4,1 m lang und damit etwas kürzer als ein aktueller VW Golf, der Radstand ist aber im Vergleich 13cm länger und liegt damit fast auf VW Passat Niveau.

Mitsubishi zeigt ein „Highend-SUV-Modell mit hochmodernem Plug-in Hybridsystem und „Triple Motor“-Allradkonzept, bestehend aus insgesamt drei Elektromotoren“ – okay, ich sehe hier eher einen Ausblick auf den nächsten Mitsubishi Outlander.

Zurück zu Mercedes: Sehr eindrucksvoll hat Dr. Dieter Zetsche durch die Pressevorstellung geführt, zunächst die elektrisch angetriebenen smart ED Modelle präsentiert. Eine Reichweite von 160 km versprechen die smart ED Modelle. Somit ausreichend für den urbanen Stadtverkehr.

Nach dem elektrisch angetriebenen Stadtflitzer kam dann das neue Concept von Mercedes-Benz, der Anfang der Generation EQ:

Reichweite? Über 500 km, zwei Elektromotoren erzeugen je nach Ausbaustufe eine Leistung von bis zu 300 kW. Damit geht es dank einem maximalen Drehmoment von 700 Nm innerhalb von 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Noch eine Studie, eine Vision – aber in der Zukunft setzt man bei fast allen Herstellern auf die Elektrifizierung.

Ob wir dann in der Zukunft wirklich in einer Art „Clublounge“ sitzen? Ob wir demnächst überall Displays haben? Kapazitive Tastenfelder, Sprach- und Gestensteuerung, elektronische Innenspiegel, Augmented-Reality Head-up-Displays… die Zukunft ist und bleibt spannend, egal ob nun mit oder ohne Elektroantrieb und ich weiß nicht wie es euch ergeht, aber ich freue mich tierisch darauf. Nächsten Mittwoch gibt es weitere News vom Automobil-Salon Paris 2016!

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