Automobil-Salon Paris 2016 Highlights: Sportwagen

Nach den elektrischen Highlights aus Paris, möchte ich heute etwas die Sportwagen beleuchten. Keine Angst: SUVs und bezahlbare Kleinwagen folgen auch noch. Zum krönenden Abschluss kommt noch meine Lieblingsgalerie, denn in Paris gab es eine ganz besondere Ausstellung. Doch heute stehen die sportlichen Vertreter auf dem Plan:

Audi
Audi präsentiert auf dem Automobilsalon in Paris 2016 nun auch endlich die Audi RS 3 Limousine. Unter der Haube schlummert ein 400 PS starker 5-Zylinder, der vermutlich jederzeit dazu bereit ist sein maximales Drehmoment von 480 Nm abzugeben. Dann geht es innerhalb von 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und der Vortrieb endet optional erst bei Tempo 280. Der Fahrspaß soll noch einmal durch den unverwechselbaren 5-Zylinder Klang verstärkt werden. Ich kann es kaum erwarten, die sportliche Audi A3 Limousine – die auch in Fernost unter dem Label Audi Sport vertrieben wird – zu fahren.

Mercedes-AMG
Achtung: Dieses Fahrzeug feiert seine Publikums-Premiere erst auf der L.A. Autoshow in Los Angeles – da ich aber am Vorabend zugegen war, gibt es jetzt schon mal exklusive Einblicke. Traumwagen-Alarm: Das ist der Mercedes-AMG GT Roadster! Schon als ich den Mercedes-AMG GT das erste Mal gesehen hatte, wusste ich: Der würde als Roadster / als Cabrio gut aussehen.

Das hatte ich damals auch direkt angesprochen, doch Gordon Wagener (Chef-Designer von Daimler) schmunzelte nur milde. Klar, er durfte auch nicht sagen, was viele von uns längst vermutet hatten: Der Roadster war damals schon beschlossene Sache.

Mein Traumwagen-Rezept ist relativ einfach: Wir verbauen eine lange, schön gestaltete Front, ergänzen das Fahrzeug durch breite Backen und schließen es mit einem kurzen Heck ab. Dazwischen ausreichend Platz für zwei Personen. In die Radkästen ziehen große Räder ein und unter die Motorhaube kommt ein emotionaler Motor. So wie hier z.B. ein 4.0 Liter V8. Dann noch etwas Luxus und fertig ist der Traumwagen.

Den Gang zum Schönheitschirurgen kann man sich ersparen, denn erstens sorgt die Beschleunigung für ein temporäres Gesichtslifting und zum anderen sieht jeder in so einem Fahrzeug hervorragend aus.

557 PS Leistung und ein maximales Drehmoment von 680 Nm. Die 100 km/h „Mauer“ durchbricht dieser Roadster, der sein Dach übrigens innerhalb von 11 Sekunden öffnen und schließen kann, nach nur 3,7 Sekunden. Schluss mit der Beschleunigungsorgie ist dann bei Tempo 316 – bzw. dann, wenn der Tank leer ist.

Toyota
Der Toyota GT86 feierte ja bereits in New York seine Weltpremiere, nun stand er auch in Paris. Für mich ist es wahrlich unverständlich, dass hier nicht viel mehr Käufer zugreifen – denn eigentlich ist der Toyota GT86 ein Volkssportwagen.

Der neue Toyota GT86 bekam einen größeren Kühlergrill, überarbeitete LED- und Nebelscheinwerfer sowie eine neue Frontstoßstange. Auch die LED-Rückleuchten und die Leichtmetallfelgen wurden überarbeitet.

Auch im Innenraum wurde Hand angelegt: So gibt es Leder-Alcantara-Sportsitze, eine mit Wildleder ummantelte Instrumententafel und das Sportlenkrad verfügt nun über Audio-Bedientasten. Doch kommen wir nun mal zu den wichtigeren Punkten, nämlich den Fahreigenschaften. Das Fahrwerk wurde neu abgestimmt und das soll nun maximalen Fahrspaß garantieren. Der GT86 ist leicht, sein Leergewicht liegt je nach Ausstattungsvariante zwischen 1219 und 1355 Kilogramm und der 2.0 Liter Boxer-Motor kommt damit sehr gut zurecht. Die Leistung? „Nur“ 200 PS und das Drehmoment liest sich auf dem Datenblatt mit 205 Nm nun auch nicht gerade überzeugend – aber der Toyota GT86 macht Spaß! Er ist ein Kurvenräuber und vermutlich eine ideale – und günstige – Einstiegsdroge für alle, die auch mal etwas flotter unterwegs sein wollen. Motor vorne, Antrieb über die Hinterachse, dazwischen wenig Gewicht – so baut man Sportwagen!

Die Preise starten ab 29.990 Euro, optional gibt es auch eine Automatik – doch hier empfehle ich uneingeschränkt das Schaltgetriebe, damit fühlt man sich noch verbundener. Also mir gefällt das Update!

Porsche
Der Porsche Panamera 4 E-Hybrid feierte in Paris seine Weltpremiere. Der neue Plug-in-Hybrid startet stets rein elektrisch, schafft rein elektrisch 50 km (laut NEFZ) und eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Porsche spricht aber auch gerne vom Sportwagen unter den Luxuslimousinen und begründet das mit durchaus sportlichen Werten: Der Porsche Panamera 4 E-Hybrid erreicht (dank herkömmlichem Antrieb) eine Höchstgeschwindigkeit von 278 km/h. Aus dem Stand steht ein Systemdrehmoment von 700 Nm zur Verfügung. Von 0 auf 100 km/h geht es innerhalb von 4,6 Sekunden und die Ziffer „4“ im Namen verrät es schon: Hier geht die Kraft über alle vier Räder auf die Straße.

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Nicht ganz so flott ist die Ladezeit: Der verbaute Elektromotor wird über eine 14,1 kWh Lithium-Ionen-Batterie versorgt. Wird die Hochvolt-Batterie über einen 230-V-Anschluss mit 10 Ampere (A) geladen, beträgt die Ladezeit 5,8 Stunden. Nutzt man ein 3,6-kW-Ladegerät den optionalen 7,2-kW-On-Board-Lader und einen 230-V-Anschluss mit 32 A, dann klappt der Ladevorgang auch in 3,6 Stunden. Somit empfiehlt es sich, den Panamera einfach abends anzustecken und morgens dann lokal emissionslos aus der Wohngegend zu fahren, um anschließend den Fahrspaß zu maximieren.

Honda
Honda präsentiere in Paris den fünftürigen Civic und stahl sich dabei mit einem ganz besonderen Prototyp selber die Show: Der Honda Civic Type R 2016 – der bei uns im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll. Viele Informationen gibt es noch nicht, aber ich schätze mal, dass dieses Flügeltier mit knapp 300 PS auf die Straße kommen wird. Mich erinnert dieser Honda etwas an die gute alte Zeit, als es noch den Mitsubishi EVO gab.

Renault
Zum krönenden Abschluss noch etwas Zukunftsmusik, eine Vision, ein Ausblick, ein Design-Kunstwerk: Der Renault Trezor. Eine Gran-Turismo Studie mit schwebenden Dach, der Einstieg dürfte sich hier interessant gestalten. Die Autoquartett Werte können aber überzeugen.

Rein elektrisch angetrieben, steht hier eine Leistung von 350 PS und 380 Nm Systemdrehmoment zur Verfügung. 0 auf 100 km/h in unter 4 Sekunden! Die Reichweite? Bis zu 300 km! Klingt wie ein schöner Kindheits-Traum? Wird es vermutlich auch bleiben, eine Serienfertigung ist derzeitig nicht geplant. Aber das OLED-Display im Innenraum, bzw. den komplett aufgeräumten Innenraum, daran können wir uns gewöhnen. Die Zukunft wird aufgeräumter und digitaler, egal ob nun bei den Visionen oder bei den Serienfahrzeugen.

Nach den sportlichen Vertretern geht es am kommenden Freitag um die derzeitig beliebtesten Fahrzeuge der Deutschen: um die SUVS. Ich habe mir ein paar Modelle in Paris etwas genauer angesehen.

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