Nissan Micra und Citroen C3 – Die Kleinwagen vom Pariser Automobilsalon 2016

Paris war die Messe der Elektromobilität und der SUVs, dazu gesellten sich noch ein paar Sportwagen und zwei ganz besondere Kleinfahrzeuge, die ich heute einmal etwas näher beleuchten möchte. Zum einen den neuen Nissan Micra, zum anderen den Citroen C3. Beides Fahrzeuge, die ich mir als Testwagen besorgen werde, da ich beide sehr interessant finde.

Nissan Micra

Nissan hat auf dem Pariser Automobilsalon 2016 den neuen Micra enthüllt und ich kann euch versichern: Die 5. Generation ist ein richtiger Sprung in die richtige Richtung geworden. Breiter und länger als der eigene Vorgänger, dadurch mehr Platz im Innenraum. Unter die Haube kommen neue Motoren und ein neues Fahrwerk soll in der Kombination mit zahlreichen Assistenzsystemen für mehr Sicherheit sorgen.

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„Das Debüt des ersten Micra vor mehr als 30 Jahren war eine Revolution im Kleinwagensegment und schlug ein neues Kapitel in der Nissan Geschichte auf“, sagt Carlos Ghosn, CEO der Nissan Motor Company. „Der neue Micra der fünften Generation ist nicht minder revolutionär. Er wird die Erwartungen der Kunden im Hinblick darauf, was ein Kleinwagen bieten kann und bieten sollte, auf ein neues Niveau heben. Nach markanten Modellen wie dem Qashqai und dem Juke, stärkt der neue Micra die führende Position von Nissan auf dem Gebiet des Automobildesigns. Und er zeigt, dass wir entschlossen sind, an der Spitze des europäischen B-Segments mitzumischen, dem größten und wettbewerbsintensivsten Kleinwagenmarkt der Welt.“

Vor ein paar Monaten erblickte die Studie Sway die große Bühne, mit dem neuen Nissan Micra entfernte man sich vom Design nicht weit von der Studie. Der neue Nissan Micra kommt optisch verfeinert, mit zehn Farben auf den Markt. Wie in dem Kleinwagensegment üblich, kann man sich den Nissan Micra individuell konfigurieren, 125 mögliche Varianten stehen ab Marktstart zur Verfügung.

Die erste Sitzprobe auf dem Pariser Automobil-Salon fiel positiv aus, ausreichend Platz vorne und hinten. Ich bin gespannt, wie Nissan die Assistenzsysteme umgesetzt hat, denn der Nissan Micra bekommt auch einen Spurhalte-Assistent – der nicht nur warnen, sondern auch korrigierend eingreifen soll.

Premium zieht ein! Ich habe mir die Chance nicht entgehen lassen, das Bose Personal Sound-System mit sechs Lautsprechern konnte mich schon überzeugen. Witziges Detail, anstatt mit einem großen Subwoofer den Kofferraum zu verkleinern, verbaut man einfach zwei Lautsprecher in die Kopfstütze.

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Der Klang für den Fahrer ist somit ideal. Die Bedienung erfolgt über ein 7″ Display, über den auch Navigationssystem, Smartphone, Apps sowie über Apple CarPlay die Sprachsteuerung Siri angewählt werden können. Hier macht Nissan meiner Meinung nach alles richtig.

Zum Marktstart stehen ein 0,9-Liter-Turbo-Benziner mit drei Zylindern und ein 1,5-Liter-Diesel zur Auswahl. Die Leistung liegt bei beiden Antrieben bei 90 PS. Später soll noch ein 1.0 Liter Sauger mit 73 PS folgen, wobei ich mir den wahrlich nicht gut vorstellen kann – dann doch lieber den kleinen Turbo, oder?

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Der neue Nissan Micra läuft in Frankreich vom Band – wir bleiben direkt in Frankreich und schauen uns den neuen Citroen C3 an.

Citroen C3

Liebling, sie haben den Citroen Cactus geschrumpft! Der Citroen C3 kann nun auch mit den AirBumbs geordert werden, die in Frankreich sicherlich Sinn ergeben.

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Der Citroen C3 ist die Cashcow von Citroen, der muss erfolgreich sein und er sticht heraus aus der Masse der Kleinwagen auf dem Pariser Automobil-Salon. Wer den Cactus mag, der wird den Citroen C3 lieben, denn er verbindet die netten Gimmicks vom Cactus mit dem technischen Fortschritt. Alles etwas verspielt, alles etwas übertrieben, alles etwas zu bunt… Aber vermutlich ist das alles nur diese französische Romantik, von der ich keine Ahnung habe.

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Ein Kritikpunkt fällt mir direkt bei der ersten Sitzprobe auf: Das Display vom Infotainmentsystem ist mir persönlich zu tief angeordnet. Der Innenraum ist schön aufgeräumt, gar keine Frage, aber ich will den Blick nicht so lange von der Fahrbahn abwenden! Ich glaube aber schon, dass der neue Citroen C3 einigen Käuferinnen den Kopf verdrehen wird.

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Der französische Hersteller des C3 bringt einen Spurhalteassistenten und einem Totwinkel-Warner in den Kleinwagen.

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Bin ich eigentlich der einzige, der bei den Rückleuchten eine Ähnlichkeit zur Mercedes-Benz A-Klasse feststellen kann?

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Das Infotainmentsystem soll dank Apple CarPlay und Android Auto bzw. MirrorLink leicht mit dem Smartphone gekoppelt werden. Unter die Motorhaube kommen zunächst fünf verschiedene Leistungsstufen. Drei Dreizylinder-Benziner mit 68, 82 und 110 PS und zwei Selbstzünder mit 75 bzw. 100 PS. Für diejenigen, die ungern selber schalten: Eine Automatik ist in Vorbereitung.

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Freuen könnt ihr euch auf den Freitag. Freitag wird grandios, denn dann machen wir eine schöne Zeitreise und treffen viele alte Bekannte.

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