Mazda MX-5 131 oder 160 PS Version? Der 1.800 km Test!

Es gab ein automobiles Leben in den 80er und 90er Jahren, das war geprägt durch geschlossene Modelle oder halt Cabrios – aber eine Gattung hatte man fast vergessen. Alles änderte sich im Jahre 1989, denn dann kam er: Auf der Chicago Auto-Show präsentierte Mazda im Jahre 1989 den Mazda MX-5.

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Ein klassischer zweisitziger Roadster mit Frontmotor und Heckantrieb. Als Wiedergeburt des klassischen Roadsters der 50er- und 60er-Jahre gefeiert und inzwischen der meistverkaufte zweisitze Sportwagen der Welt. Der Typ NA (gebaut von 1989–1998) mit seinen Klappscheinwerfern, der Typ NB/NB-FL (gefertigt von 1998–2005), der mir persönlich etwas zu rund ist, der Typ NC (2005–2015) und der Typ ND (seit 04/2015 gefertigt).

Das aktuelle Modell sind wir bereits gefahren und sind – nicht übertrieben – begeistert von dem Auto. Doch was steckt hinter dem Mazda MX-5? Warum hat er eine so große Fan-Base? Das wollten wir herausfinden!

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Zusammen mit Jan Gleitsmann, Dean Maley, Eik Friebe und dank der Unterstützung von Mazda Deutschland, habe ich mich auf die Suche begeben – auf die Suche nach dem Mythos MX-5. Getroffen haben wir viele (im positiven Sinne) verrückte Menschen: So waren wir bei der Familie Frey, die in Augsburg demnächst ein Mazda Museum eröffnet. Wir waren aber auch bei Andrea, der in Italien sein eigenes Miataland baut und dann sind wir noch gefahren. Dabei haben wir auch einen Film gedreht, den ich hier im Drive-Blog später auch noch mal präsentieren möchte.

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Der Mazda MX-5 Roadster im Härtetest!

Knapp 1.800 Kilometer, vom bereits legendären Bilster Berg in Bad Driburg nach Rom – über viele schöne Pässe und auch durch die Innenstadt von Rom.

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Dort wurden wir sogar von der Polizei eskortiert. Es ging über den roten Teppich beim Filmfestival in Rom und wir fuhren ins Autokino. Kurz, wir hatten viel Zeit das Auto zu erfahren und waren dabei stets „offen“ unterwegs.

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Der Start: Deutschland

In Deutschland gestartet bei knapp 10 Grad ging es dann über die Pass-Straßen zwischen Österreich und Italien. Dort lag oben schon Schnee und bei -4° verging einem schon die Lust am Roadster fahren. Der 131 PS starke Mazda MX-5 allerdings versprühte so viel Fahrspaß in den engen Kurven, dass nur die Angst vor plötzlich zugefrorenen Straßen uns etwas Sorge bereitete. Die Balance perfekt. Die Lenkung so schön direkt und leichtgängig und darüber hinaus noch das Gefühl, dass man mit dem Fahrzeug verbunden ist.

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Das Ziel: Rom

Später in Rom fragten wir einige Mazda MX-5 Besitzer, was denn wohl dran ist am Mythos MX-5 – oft war es das Puristische, was hier von den Besitzern und Fahrern so geschätzt wird. Puristisch geht es zu, gar keine Frage. Kein überzogener Luxus, nicht zu viel Platz, man fühlt das Fahrzeug und die Fahrbahn.

Der erste Teil vom Roadtrip ging aus Zeitgründen über die Schnellstraße. Auf der Autobahn in Deutschland hätte ich mir den 160 PS Antrieb gewünscht, der ist oben rum einfach noch etwas flotter, hat 50 Nm mehr. Aber in den Bergen, da hätte mir mehr Leistung auch nicht zu noch mehr Fahrspaß verholfen. Der Mazda MX-5 ist gemacht für kleine, enge, kurvige Straßen und da waren wir auf dem Stilfser Joch ja genau in seinem Revier.

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Mit einer Höhe von 2.757 Meter ist der Stilfser Joch der höchste Gebirgspass in Italien. Hier warten 48 Kurven bzw. Kehren auf Motorradfahrer, Fahrradfahrer, Sportler und Autofahrer. Laut Top Gear ist der Stilfser Joch die „großartigste Fahrstraße der Welt“ und ich würde das jederzeit unterschreiben – allerdings nur, wenn so wie damals bei den Dreharbeiten die Straße gesperrt ist. Man sieht in den Kehren nicht wirklich viel, muss also dementsprechend früh abbremsen was den Fahrspaß allerdings nicht minimiert.

Zurück zum Mazda MX-5: Motor vorne, Antrieb über die Hinterachse, dazwischen ein kurzes, knackiges 6-Gang Schaltgetriebe. Bereitwillig dreht der Motor bis 7.000 U/min und auch das Heck lässt sich leicht zu dem ein oder anderen Tänzchen überreden. Der Wagen bleibt aber zu jederzeit beherrschbar. Unsere Tage waren lang, da hatten wir uns für drei Tage doch zu viel Strecke vorgenommen – vor allem, wenn man dabei noch produzieren will.

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Zugegeben, bei -4° und leichtem Schneefall hätte ich mir eine stärkere Heizung gewünscht, vor allem für den Beifahrer. Aber welcher Idiot fährt bei diesen Witterungsbedingungen denn auch offen? Ich hätte mich ja auch wärmer anziehen können. Das Dach hätte ich mit einem Handgriff schließen können. Auch hier: Minimale Technik, keine Elektronik, sondern einfach ein puristisches Roadster-Dach.

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Doch welchen MX-5 sollte man nun kaufen? Reicht der 131 PS starke MX-5 oder doch lieber die stärke Version? Ich bin nun beide Modelle gefahren, einmal die 131 PS Version und einmal die 160 PS Variante.

Welchen Mazda MX-5 würde ich nun kaufen?

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Da ich in Bielefeld wohne, somit erst mal ein paar Kilometer fahren muss, um zu den Alpen zu gelangen, wäre ich ein Freund der 160 PS Version. Die ist einfach etwas schneller auf der Autobahn, würde ich allerdings im Süden wohnen, dann würde ich mir den Aufpreis vermutlich ersparen.

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Mit einem Kofferraum-Volumen von 130 Liter kann man bei einem Kurztrip auskommen, was mir bei der Fahrt über die Berge aufgefallen ist: Außer dem Fach hinter bzw. zwischen den Sitzen und wirklich sehr kleinen Türtaschen, bietet der Mazda MX-5 im Innenraum kaum Ablagemöglichkeiten – so lagen bei mir stets viele Sachen im Fußraum. Überrascht war ich vom Navi: Das hat uns von Bad Driburg bis nach Rom sehr gut geleitet und auch, wenn wir uns auf Grund von attraktiven Fotomotiven einfach mal umentschieden haben, hat das Mazda-Navi schnell reagiert und eine andere Route empfohlen.

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1.800 km in 3 Tagen!

Knapp 1.800 km innerhalb von drei Tagen mit einem Mazda MX-5. Das kann man machen, das macht sogar Spaß und obwohl ich ein großer Fan der Autobahn bin, war das doch der Teil, der am wenigsten Fahrfreude bereitet hatte. Der MX-5 gehört einfach auf kurvige Landstraßen, am besten bei Sonnenschein!

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In Rom selber konnten wir uns dann noch den Mazda MX-5 RF ansehen, also den Targa, der so offiziell nicht heißen darf. Ein interessantes Fahrzeug, welches ich früher oder später definitiv noch einmal fahren möchte.

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