Alles eine Frage des Design!

Ob mir ein Auto rein optisch gefällt oder nicht ist erstmal Sache meines ganz persönlichen Geschmacks – und über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Heute soll es aber nicht um die Optik und Anmutung von unserem liebsten Transportmittel gehen, sondern um kleine Stolpersteine im praktischen Design.

Die Idee zu diesem Artikel kam mir im letzten Urlaub: Der Tag war vollgestopft und es mussten 250km zurückgelegt werden, auch bzw. vor allem um das Leihauto zurück zu geben. Natürlich verschob sich der reele Ablauf des Tages vom geplanten und der Verleiher rief an, dass die vereinbarte Uhrzeit bereits überschritten war. Also schnell noch auftanken und den Wagen abgeben, bevor uns eine Strafe aufgebrummt wird.

Wo geht der Tankdeckel auf???

An der Tankstelle angekommen, war ich ganz stolz auf folgendes Wissen: Oft findet sich in der Tankanzeige des Autos ein kleiner Pfeil. Der zeigt an, auf welcher Seite der Tankdeckel zu finden ist. Allerdings wurde ich direkt vor die nächste Herausforderung gestellt: Wie kriege ich den Tankdeckel auf?

Tankdeckel2

Das ist nicht die Tankdeckel-Entsperrung von unserem Leihwagen. Da war es deutlich schlechter zu erkennen.

Das ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich: von meinem Beetle kenne ich eine kleine Taste in der Fahrertür. Ein Druck und der Deckel wird elektrisch geöffnet. Ich kenne es auch, dass man den Tankdeckel aus dem Fußraum heraus entriegeln muss, z. B. in der Nähe der Entriegelung der Motorklappe.

Aber ich hatte nicht den blassesten Schimmer wie ich die Klappe aufbekommen sollte! Nach hektischem Suchen, wollte ich die Bedienungsanleitung zu Rate ziehen. Leider lag diese nur auf Lettisch vor und wir wurden noch etwas hektischer.

Letzten Endes wurden wir im Fußraum fündig: Ein kleiner schwarzer Hebel fast unter dem Fahrersitz versteckt, inmitten von ebenfalls schwarzem Boden – ideal seiner Umgebung angepasst. „Wer lässt sich denn so einen Scheiß einfallen?“ entfuhr es mir.

Sicher, nachdem ich den Hebel gefunden habe, würde ich mir nie wieder Gedanken darüber machen. Besonders war eben die „Leihwagensituation“, aber trotzdem wäre es kein großer Aufwand gewesen, dem Teil einen kleinen Farbtupfer für bessere Auffindbarkeit zu verpassen.

Das scheint ein allgemeines „Problem“ zu sein…

Nur beiläufig erwähnte ich die kurze Geschichte im Bekanntenkreis und bekam von vielen Seiten Zustimmung. Sei es bei ähnlichen Geschichten mit Leihwagen oder scheinbar wenig durchdachten Details beim eigenen Wagen. Von wenig nachvollziehbarer Beleuchtungssteuerung bis hin zu Wasser, das beim Öffnen der Türen immer genau auf die elektrischen Fensterheber tropft. Ich konnte noch die Anekdote beisteuern, wie drei Männer in einem Leihwagen am Düsseldorfer Hauptbahnhof saßen, auf dem Radio prangte der Schriftzug „GPS“ und niemand war im Stande die Navigation zu starten.

Ob es Design- oder Konstruktionsfehler sind, darüber kann man sicherlich streiten. Aber wer schon mal versucht hat, bei einem aktuellen Auto die Birnchen der Scheinwerfer zu wechseln, der weiß was ich meine. Bei meinem Opel muss ich für den rechten Scheinwerfer sogar den Luftfilter ausbauen. Mit dem Ergebnis, dass ein Kabel das dorthin führt, ständig Gefahr läuft Kabelbruch zu erleiden.

Ihr kennt ähnliche, nervige Fehlerchen an eurem Auto? Wir leiden mit euch: In die Kommentare damit.

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