Weitere Highlights von der L.A. Autoshow 2016

Zwei Highlights der L.A. Autoshow 2016 haben wir in unserem Blog ja bereits detailliert beleuchtet. Zum einen wäre da das Mercedes-Maybach S650 Cabriolet und dann mein ganz persönliches Highlight, der Mazda CX-5. Kommen wir nun zu weiteren Fahrzeugen, die im sonnigen Kalifornien ihre Premiere feierten.

Alfa
Scheinbar braucht jeder Hersteller ein SUV. Alfa Romeo zeigte auf der L.A. Autoshow 2016 nun das erste SUV vom italienischen Hersteller. Der Name ist interessiant. Stelvio! Wer kennt ihn nicht, den Stelvio Pass auf Stilfser Joch genannt? Traumhafte Kehren, eine wunderbare Aussicht. Dort hat man viel Spaß, mit einem Roadster, einem Sportwagen oder ein Motorrad. Wie passt das zu einem SUV? Nun, der Alfa Romeo hier hat genügend Pferde um den Pass sportlich erklimmen zu können.

Das 4,68 Meter lange SUV, welches auf der gleichen Bodengruppe basiert wie die Alfa Romeo Giulia, bekommt bis zu 510 Pferdestärken unter die Haube. Der Alfa Romeo Quadrifoglio hat einen 2,9 Liter V6 Benziner unter der Haube. Kein Wunder also, dass man sich die USA für die Premiere ausgesucht hat. Von dem SUV werden wir noch hören bzw. lesen, da bin ich mir ziemlich sicher.

Audi
Ich hatte es bereits gesagt, die deutschen Hersteller – vor allem die aus der Volkswagen-Familie – haben sich in Los Angeles vornehm zurückgehalten was neue Fahrzeuge betrifft. Aber der Audi R8 am Audi Stand, ist mir dennoch ins Auge gefallen. Orange Streifen! Ich liebe Orange! Dieser R8 V10 plus verfügt über 5,2 Liter Hubraum.

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Der V10 beherbergt 610 Pferde und wenn die erst einmal losstürmen, geht es innerhalb von 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Neu für den Amerikanischen Markt: Der Audi R8 wird nun in der Exklusive Edition serienmäßig mit dem Laser-Licht ausgeliefert – und dann ist da natürlich noch der orangene Streifen, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

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Cadillac
Auf dem deutschen Markt fast unbekannt aber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten natürlich eine ganz dicke Nummer. Ein Caddilac. Der Hersteller zeigte nicht nur die meiner Meinung nach, wunderschöne Cadillac Escala Studie – die auf der Cadillac CT6 Plattform basiert, sondern auch einen neuen Antrieb.

Das Flagschiff der Marke ist der Cadillac CT6, nun bekommt er einen Plug-In-Hybrid Antrieb unter die Motorhaube. Innerhalb von 5,2 Sekunden sprintet die Limousine damit von 0 auf 100 km/h und rein elektrisch beträgt die Reichweite 48 km. Ist der Akku leer springt der 2.0 Liter 4-Zylinder ein. Das Fahrzeug verfügt über eine Systemleistung von 335 PS und kommt im zweiten Quartal 2017 in den USA auf den Markt.

Jaguar
Ich mag den F-Pace. Ich mag den sogar richtig gerne, vermutlich weil er auch Anleihen vom Jaguar F-Type hat. Der Zukunfts-Ausblick von Jaguar, i-Pace genannt, kommt mit der gleichen Optik. Ein Aluminium-Baukasten, ein Elektroantrieb, 400 PS und eine Reichweite von 500 km. Das soll im Jahr 2018 möglich sein, wir blicken als gespannt in die Zukunft.

Ich vertrete ja die Meinung, dass Elektrofahrzeuge vor allem auch erschwinglich sein müssen. Es bleibt abzuwarten, inwiefern das mit so viel Leistung und Reichweite möglich ist. Wollen wir die Elektromobilität in Deutschland voran treiben und auch die Infrastruktur ausbauen, dann brauchen wir bezahlbare Modelle mit der notwendigen Reichweite.

Dann steigt sicherlich auch das Interesse von Käufer und Industrie. Der i-Pace könnte ein weiteres Spielzeug für die Besserverdiener sein aber warten wir das mal ab.

Mercedes
Neben dem Mercedes-Maybach S650 Cabriolet, zeigte Mercedes auch noch ein weiteres Fahrzeug, welches vor Kraft nur zu strotzt. Bis zu 612 PS stark ist der Mercedes-AMG E 63 der neusten Generation. Wir sehen hier das Edition 1 Sondermodell, welches ab März 2017 verfügbar sein wird. Es ist schnell am Farbton „black magno“ und an den Zierstreifen zu erkennen. In den Radkästen drehen sich zudem 20″ Schmiederäder. Wie sich der Mercedes-AMG E 63 fahren lässt? Das werden wir schon ganz bald wissen!

Nissan
Wenn man die beste Pressekonferenz prämieren würde, dann würde ich Nissan wählen. Mit einem Star-Wars Fighter und diversen Star-Wars Film-Figuren, wurde das Nissan Roque Facelift gezeigt. In Deutschland ist dieser als Nissan X-Trail bekannt. Keine Technik aus der Zukunft wurde hier verbaut, sondern technologische Lösungen, die das Leben bereits im hier und jetzt schon sicherer machen. Tempomat mit Abstandsregelung, Notbremsassistent usw. – für den amerikanischen Markt gibt es einen 2,5 Liter 4-Zylinder mit 170 PS. Es soll eine Hybrid-Version folgen.

Porsche
Traumwagen mit drei Zahlen? 911! Der Porsche 911 RSR – also der Motorsport-Traumwagen von Porsche, feierte seine Premiere auf der L.A. Autoshow. Das Design erinnert etwas an den Porsche 919 Hybrid, der Werksrenner zeigt das neue Design und der Saugmotor (ja, im Rennsport werden noch Sauger verbaut) leistet ca. 510 PS. Die Kraft geht über ein sequenzielles 6-Gang Getriebe, direkt auf die Hinterachse und dort stehen richtig breite Reifen auf dem Asphalt, die versuchen müssen die Leistung in Vortrieb umzusetzen.

Volkswagen
VW hat mich enttäuscht. Am ersten Presse-Tag (ich war nur eine Nacht in L.A.) stand dort nicht der neue VW Golf. Gerne hätte ich ihn persönlich gesehen, doch der „heimliche Star“ des VW Standes wurde erst am zweiten Tag gezeigt. Gesehen habe ich also nicht den e-Golf, dafür aber einen guten alten Bekannten.

Den VR6 Motor. Im VW Atlas und im VW Passat GT Concept. 3,6 Liter VR6 mit 280 PS! Kein Motor für den deutschen Markt. Eher für Amerika, für den nahen Osten, für Russland oder aber auch für China. Für diese Märkte ist auch der VW Atlas gedacht. Dieses Monster-SUV auf dem MQB, also dem modularen Querbaukasten von Volkswagen. Für den deutschen Markt ist er aber nicht vorgesehen. Mal sehen, ob wir früher oder später Re-Importe auf unseren Straßen sehen werden.

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